04. Oktober 2020 / 20:27 Uhr

Weniger Wolfsburg-Fans als erlaubt und schon wieder kein Heimsieg

Weniger Wolfsburg-Fans als erlaubt und schon wieder kein Heimsieg

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wieder kein Heimsieg: Der VfL Wolfsburg spielte vor 4700 Fans.
Wieder kein Heimsieg: Der VfL Wolfsburg spielte vor 4700 Fans. © Roland Hermstein
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Die Negativserie reißt nicht ab: Der VfL Wolfsburg wartet nach dem 0:0 gegen den FC Augsburg weiter auf einen Heimsieg in der Fußball-Bundesliga. 4700 Zuschauer die Gastgeber 90 Minuten lang unterstützt - 1300 weniger als erlaubt gewesen wären.

Es waren wieder Fans in der VW-Arena, sogar mehr als bisher, es war wieder Stimmung auf den Rängen - einen Heimsieg gab es für den VfL beim 0:0 gegen den FC Augsburg aber erneut nicht. Und das kommt nicht von ungefähr: Auf den ersten Erfolg wartet der Wolfsburger Fußball-Bundesligist ebenso wie seit sieben Spielen zu Hause auf einen Dreier. Die nächste Chance darauf hat die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner in drei Wochen gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld.

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Während zum Liga-Start gegen Bayer Leverkusen aufgrund der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen gerade einmal 500 Zuschauer zugelassen waren, durften gegen Augsburg erstmals seit langem wieder 6000 VfL-Anhänger in die Arena. Doch so viele wurden es am Ende nicht. 4700 Fans entschieden sich dafür, ihr Team gegen den FCA zu unterstützen - und das taten sie auch. Den Zuschauern war anzumerken, dass sie wieder Lust auf Fußball im Stadion haben. Viele Ränge und Reihen blieben aber auch leer. Das war in anderen Bundesliga-Stadien am Wochenende aber genauso, ein Grund könnten die erneut steigenden Corona-Fallzahlen sein.

<b>Koen Casteels</b>: Kehrte nach seinen Knie-Problemen ins Tor zurück. Hatte in der ersten Halbzeit einen ruhigen Nachmittag, machte es gegen Niederlechner stark. Nach der Pause hatte er recht wenig zu tun, kurz vor Schluss hellwach. - Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Kehrte nach seinen Knie-Problemen ins Tor zurück. Hatte in der ersten Halbzeit einen ruhigen Nachmittag, machte es gegen Niederlechner stark. Nach der Pause hatte er recht wenig zu tun, kurz vor Schluss hellwach. - Note: 3 ©

In Wolfsburg waren immerhin einige dabei. Für gute Szenen gab's Beifall, bei Ballverlusten ging ein Raunen durchs Rund, beim vermeintlichen 1:0 durch Josip Brekalo (wurde wegen Abseitsstellung von Wout Weghorst nach Videobeweis aberkannt) wurde gejubelt - es war ein Stück weit Normalität in der Arena. Zwischendurch hallte es "Einmal Wolfsburg, immer Wolfsburg" durch das Stadion, etwas ungeduldig zeigten sich die Fans Mitte der zweiten Hälfte, als der Ball dreimal nacheinander auf Torhüter Koen Casteels zurückgespielt wurde. Doch das dürfte weniger mit Unmut als vielmehr damit zu tun gehabt haben, dass die Anhänger ihr Team unterstützen wollten. "Die Fans haben uns in der einen oder anderen Szene gepusht", freute sich Casteels. Und ein Wolfsburger Tor lag in der Luft. "Wir haben gespürt, dass die Fans immer da waren und ein Tor von uns sehen wollten, aber leider hat es nicht gereicht", so Kapitän Josuha Guilavogui.

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Ein Treffer fiel nicht, zumindest aber stand die Defensive. So blieb es beim torlosen Remis - und den siebten VfL-Heimspiel in der Liga ohne Erfolg. "Leider haben wir keinen Heimsieg gefeiert, aber das ist auch schwierig, wenn du kein Tor erzielst...", merkte Trainer Glasner süffisant an. Auch Guilavogui fand: "Zu Hause ist ein Unentschieden nie ein gutes Ergebnis." Chancen gab's genug, an der Effizienz aber haperte es. "Wir wollen hier noch torgefährlicher werden. Aber mit der Spielanlage und der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, bin ich sehr einverstanden", so der Coach weiter.

Den bisher letzten Heimsieg feierten die Wolfsburger am 23. Februar gegen den FSV Mainz 05 - die Partie endete durch einen Doppelpack von Renato Steffen und die Tore von Josip Brekalo und Yannick Gerhardt 4:0. Seitdem gab's daheim vier Remis und drei Niederlagen gegen Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und Bayern München. Doch Glasner ist zuversichtlich, dass die Serie bald reißt, denn: "Wenn ich die Heimspiele gegen Leverkusen und Augsburg sehe, waren wir dem Sieg in beiden Spielen näher." Jetzt ist erst mal Länderspielpause, dann geht's nach Mönchengladbach, ehe Bielefeld nach Wolfsburg kommt.