05. Mai 2020 / 16:36 Uhr

Gifhorns Schiri-Chef erklärt: Darum reichen 146 Referees nicht, um alle Spiele zu besetzen

Gifhorns Schiri-Chef erklärt: Darum reichen 146 Referees nicht, um alle Spiele zu besetzen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hier schaut noch der Schiri hin: In den 1. Kreisklassen pfeifen noch neutrale Referees, weiter unten können nicht alle Spiele mit Unparteiischen besetzt werden.
Hier schaut noch der Schiri hin: In den 1. Kreisklassen pfeifen noch neutrale Referees, weiter unten können nicht alle Spiele mit Unparteiischen besetzt werden. © Sebastian Preuß
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Wenn der Fußball bei den Amateuren eines Tages wieder rollt, dann rollt er im Kreis Gifhorn in den untersten Spielklassen immer häufiger ohne Schiedsrichter. Obwohl beim ersten Blick eine stattliche Anzahl von Unparteiischen zur Verfügung steht. Doch die wird Stück für Stück kleiner.

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146 Schiris in der Datei

Dass die 3. Kreisklasse im Kreis Gifhorn seit Jahren nicht mit neutralen Schiedsrichtern besetzt werden kann, ist zur Normalität geworden. Eine, die auch den Vereinen der 2. Kreisklassen droht. Schon jetzt werden nicht alle Partien mit Unparteiischen angesetzt.

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Dabei brachte Gifhorns Schiri-Chef Dennis Laeseke der Blick in die Stammdaten-Datei der Unparteiischen zu Beginn der Saison (zum 1. Juli 2019) "eigentlich die erfreuliche Anzahl mit 146 Schiedsrichtern".

Dennoch: In der Hinrunde der 2. Kreisklasse waren von den 14 Spieltagen nur an drei alle angesetzten Partien mit neutralen Referees besetzt. Weil nicht alle Unparteiischen zur Verfügung stehen. "Darunter sind allein schon 26 Jungschiedsrichter, die im Seniorenbereich nicht zum Einsatz kommen", so Laeseke. Zehn weitere sind beispielsweise ausschließlich in bestimmten Alters- und Spielklassen aktiv, stehen dem Herren-Spielbetrieb nicht zur Verfügung.

"Fünf weitere Kameraden mussten von der Liste gestrichen werden, da sie ihrer Pflicht zur Teilnahme an der Kreis-Leistungsprüfung nicht nachkamen", so der Schiri-Chef, der auch sieben Abmeldungen notierte. " Knapp 50 Referees stehen zudem nur eingeschränkt zur Verfügung: "Manche können beispielsweise sonntags grundsätzlich nicht zum Einsatz kommen", berichtet Laeseke. Schlecht für die 2. Kreisklasse.

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Ein Dutzend pfeift im Bezirk

Unterm ersten Rechenstrich bleiben letztlich 81 Unparteiische stehen. Doch auf alle hat Ansetzer Thorsten Swit für Gifhorn keinen Zugriff, da der Kreis ein Dutzend Schiris stellt, die im Bezirk pfeifen, nur eingeschränkt für Spiele auf Kreisebene zur Verfügung stehen. Laeseke: "Im Durchschnitt haben wir pro Spieltag 4,5 Gespanne an den Bezirk abgestellt. Das schloss die Ansetzung von zwei Assistenten mit ein."

Da für den Job an den Linien nicht immer nur Jungschiedsrichter zur Verfügung standen, "fehlten diese Kameraden zusätzlich im Kreis", so der Schiri-Chef. Außerdem stehen fünf Gifhorner Referees im Bezirks-Beobachter-Kader, schätzen die Leistungen ihrer Kollegen ein. Selbst pfeifen können sie dann nicht.

Und: Noch nicht mit eingerechnet sind kurzfristige Erkrankungen, Urlaube oder Freistellungen. "Diese Zahlen lassen aber erahnen, dass 146 Kameraden auf einer Liste nicht immer ausreichend sein können", so Laeseke. Die, die Spiele leiten können, machen das fleißig. "Schiris kommen in den Herren-Klassen auf bis zu 21 Spielleitungen." Weniger sind es bei den zuletzt neu ausgebildeten 16 Referees, die gemeinsam auf 26 Leitungen kamen. Der Grund: "Wir versuchen, die Neulinge vernünftig - unter anderem in einem Patensystem - heranzuführen", so Laeseke.

Terminhinweis

Der Lehrabend am 8. Mai um 18.30 Uhr findet online über Microsoft Teams statt. Den Link zur Teilnahme haben alle Schiedsrichter per Mail erhalten. Bei (technischen) Fragen zum Online-Lehrabend bitte den Kreis-Schiedsrichterlehrwart Thorben Rutsch kontaktieren (Mobil: 0176-22971156), E-Mail: thorben.rutsch@nfv-gifhorn.de).