08. Dezember 2018 / 12:00 Uhr

Wenn Leipzigs jüngste Kicker sich so fühlen, als wäre schon wieder WM

Wenn Leipzigs jüngste Kicker sich so fühlen, als wäre schon wieder WM

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
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Enge Kämpfe, aber immer mit viel Spaß an der Sache: die Bambini während der Vorrunde ihrer Hallenmeisterschaft. © Dirk Knofe
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Mit der Bambini-Vorrunde ist am Samstag der Startschuss für den 6. LVZ-SPORTBUZZER-Cup gefallen. In rund zweieinhalb Stunden stiegen in der Soccerworld Leipzig 60 Partien.

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Leipzig. "Trainer, und im nächsten Spiel geht es dann gegen Deutschland?" Es ist eine treuherzige Frage, vorgetragen von einem ganz kleinen Knirps mit großen Kulleraugen. Der Coach muss lachen. Das habe er doch so nie gesagt. Das hier sei doch nicht die WM. "Nicht?", fragt der Kleine treuherzig. Nein, die Fußball-WM war es nicht, die da am Samstagvormittag in der Soccerworld ausgetragen wurde. Aber doch immerhin die Vorrunde der Bambini beim 6. LVZ-SPORTBUZZER-Cup, der offiziellen Hallenmeisterschaft des Fußballverbandes der Stadt Leipzig (FVSL). "Was, wir haben jetzt drei Spiele Pause? So lange?" Wieder muss der Trainer schmunzeln. So viel Spielfreude, so viel Hunger, so viel Spaß und so viel Energie.

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Bambini-Vorrunde des 6. LVZ-Sportbuzzer-Cups Zur Galerie
Bambini-Vorrunde des 6. LVZ-Sportbuzzer-Cups © Dirk Knofe

Um 9.15 Uhr wurde angepfiffen. Die ersten Knirpse samt Anhang standen schon weit vor 8 Uhr vor der Halle auf der Alten Messe, voller Vorfreude, kaum zu bändigen. Bambini oder G-Junioren heißt U7, also nicht älter als sieben Jahre. Mit lautem Geschrei nahmen sie später die Soccerkäfige in Besitz. Immer mit dabei: ihre Maskottchen. Eine Raubkatze, größer als einige der Akteure, drückte dem FC Blau-Weiß Leipzig die Pfoten. Sein Name: Blaui. "Der ist ganz neu. Wir haben ihm erst heute einen Namen gegeben", erzählte sein kleiner Aufpasser freimütig. Die SG Bienitz hatte "Pingu" dabei, natürlich stilecht mit blauem Trikot und verschiedenen Medaillen. Auch wenn die Plüschunterstützer nicht für den totalen Erfolg sorgten (beide Teams verließen nicht in allen Partien als Sieger das Feld), sie machten den Jungs und Mädchen auf jeden Fall reichlich Mut.

Mehr zu den Spielen der Bambini

Für Marianne Wenzel, Jugendausschusschefin des FVSL, gehören die Hallentitelkämpfe zu den arbeitsintensivsten Wettbewerben. Zusammen mit weiteren Ehrenamtlern war sie seit den Morgenstunden vor Ort. Anwesenheit überprüfen, noch schnell die eine oder andere Spielerliste online freigeben, Ergebnisse aufnehmen und eintragen, am Mikro durch den Vormittag führen - es gibt viel zu tun, wenn 24 Mannschaften in rund zweieinhalb Stunden auf vier Feldern 60 Partien absolvieren. Wie so oft fehlte zunächst ein Team. Blau-Gelb Kitzen hatte den Termin offenbar irgendwie verpasst. Was für ein Glück, dass die SpVgg Leipzig anwesend war. Die hatten eigentlich gar nicht für die Hallenmeisterschaft gemeldet, erschienen aber irrtümlich dennoch und füllten kurzum den frei gewordenen Platz in Gruppe B. "Wir hätten die Kinder ungern nach Hause geschickt", so Wenzel. "Gut, dass sich das so ergeben hat."

Bambini-Vorrunde, Gruppe A: LSC 1901 - BSG Chemie Leipzig 2:0

Bei diesem einen Auftritt unterm Hallendach wird es für Leipzigs jüngste Kicker übrigens nicht bleiben. Denn auf die Vorrunde folgen Zwischen- und Endrunde. Für die Zwischenrunde (am 26. Januar) gibt es aus jeder der vier Gruppen zwei Auf- und Absteiger entsprechend der Platzierung der Vorrunde. Gleiches gilt für die Endrunde (9. Februar). Allerdings sind dann natürlich die Platzierungen aus der Zwischenrunde ausschlaggebend. Erst im Februar stehen dann die Meister fest, gibt es Medaillen für alle und Pokale für die Sieger. Am Samstag ging dennoch niemand mit gänzlich leeren Händen nach Hause. Denn der FVSL hatte für alle Spielerinnen und Spieler kleine Schoko-Nikoläuse besorgt.