17. September 2022 / 08:00 Uhr

"Wenn schon Messi und Ronaldo Anpassungsprobleme hatten ...": Warum Kramaric einen Wechsel scheut

"Wenn schon Messi und Ronaldo Anpassungsprobleme hatten ...": Warum Kramaric einen Wechsel scheut

Andreas Kötter
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Andrej Kramaric hat seinen Vertrag bei der TSG 1899 langfristig verlängert, auch weil er bemerkt hat, welche Anpassungsprobleme die Weltstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nach ihren letzten Vereinswechseln hatten.
Andrej Kramaric hat seinen Vertrag bei der TSG 1899 langfristig verlängert, auch weil er bemerkt hat, welche Anpassungsprobleme die Weltstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nach ihren letzten Vereinswechseln hatten. © IMAGO/Jan Huebner/Gribaudi/ImagePhoto/Laci Perenyi/NurPhoto (Montage)
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Er ist einer der wichtigsten Spieler der TSG 1899 Hoffenheim: Erst kürzlich hat Andrej Kramaric seinen Vertrag bei den Kraichgauern langfristig verlängert. Im Interview spricht der Kroate über die Gründe dafür und den Aufschwung bei den Hoffenheimern in dieser Saison.

Andrej Kramaric ist mit 90 Treffern der Rekordtorschütze der TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga. Mit seinem Verein steht der 31-Jährige derzeit auf Rang vier der Bundesliga. Im Interview mit dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) nennt er die Gründe dafür.

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SPORTBUZZER: Herr Kramaric, am Sonntag (19.30 Uhr, DAZN) trifft die TSG auf den SC Freiburg. Sind Sie überrascht, dass diese Paarung das Spitzenspiel des Tages ist?

Andrej Kramaric (31): Schon in der vergangenen Saison hat Freiburg einen hervorragenden Fußball gespielt. Und so viel hat sich seitdem beim SC personell ja nicht geändert, zudem spielen viele der Freiburger auch schon länger zusammen. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die dort geleistet wird, denke aber, dass wir auch in einer guten Verfassung sind und guten Fußball spielen. Ich freue mich jedenfalls auf dieses 'Derby'.

Hoffenheim, Union Berlin, Freiburg, Mainz und Köln finden sich im ersten Tabellendrittel – eine Momentaufnahme oder die Revolution der 'Kleinen' in der Bundesliga?

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Tatsache ist, dass Klubs wie Gladbach, Wolfsburg, die Eintracht, Leverkusen und auch Leipzig aktuell nicht dort stehen, wo man sie wahrscheinlich erwartet hätte. Ich bin aber sicher, dass diese Mannschaften nach wie vor das Zeug haben, um zurückzukommen. Das haben sie am vergangenen Wochenende bereits gezeigt. Andererseits haben es sich Union, Freiburg und Co. mit ihren Leistungen verdient, dort zu stehen, wo sie jetzt stehen. Deshalb sehe ich zurzeit eigentlich kaum eine schwache Mannschaft. Das macht die Bundesliga ja gerade zu einer so starken Liga, in der du immer 100 Prozent geben musst, um eine Chance zu haben.

Neues Hoffenheim-Selbstvertrauen ist auch Verdienst von André Breitenreiter

Was spricht dafür, dass die TSG nach einer sehr guten Phase nicht wieder einen Einbruch erlebt wie im letzten Saisondrittel der Vorsaison?

Ich kann nicht in die Zukunft schauen, glaube aber, dass wir das gut aufgearbeitet haben und ganz klar im Kopf sind. Zudem sind einige neue Spieler und mit André Breitenreiter auch ein neuer Trainer gekommen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir so weitermachen können wie bisher. Letztlich ist im Fußball entscheidend, dass jeder begreift, dass er jede Woche und in jeder Minute des Spiels alles geben muss. Gelingt es und bleiben wir gesund, glaube ich, dass wir Außergewöhnliches erreichen können.

In Ihrer bisherigen Hoffenheimer Zeit haben Sie bereits sechs Trainer erlebt. Was macht Breitenreiter anders als seine Vorgänger?

Ich möchte die Trainer nicht miteinander vergleichen. Wir spüren aktuell ein großes Selbstvertrauen und wissen genau, was wir in jeder Minute auf dem Platz zu tun haben. Das ist natürlich nicht zuletzt sein Verdienst. Gemeinsam werden wir nun alles daran setzen, dass sich daran nichts ändert.

Kramaric macht Elfmeter-Ansage

Sie haben Ihren Vertrag bis 2025 verlängert, was waren die Gründe dafür?


Dass sich meine Familie und ich bei der TSG und in der Region sehr wohlfühlen, ist bekannt. Der Klub ist für mich wie eine große Familie, und wir haben schon viel zusammen erreicht. Ein kleinerer aber war, dass es in der Vergangenheit genügend Spieler gegeben hat, die nach einem Wechsel erfahren mussten, dass der Schritt zu einem neuen Klub und in eine neue Umgebung durchaus schwierig werden kann. Wenn schon Lionel Messi in Paris und Cristiano Ronaldo in Manchester Anpassungsprobleme hatten, dann dürfte ein solcher Schritt für 'kleinere' Spieler wie mich bestimmt noch schwieriger werden.

Sie haben zuletzt zwei Elfmeter in Folge verschossen. Wer wird den nächsten Hoffenheimer Elfmeter schießen?

Ich – vorausgesetzt, dass ich mich gut und fit fühle. (lacht)

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