07. Oktober 2019 / 13:56 Uhr

Wenn Stahl auf Stein trifft: Florian Stahl trifft im Probstei-Derby vierfach gegen den TSV Stein

Wenn Stahl auf Stein trifft: Florian Stahl trifft im Probstei-Derby vierfach gegen den TSV Stein

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Trotz vorangegangener Verletzung: PSG-Torwart Sascha Bolte warf sich ohne erkennbare Angst in jeden Ball und stärkte seinem Team nach dem 0:1 Rückstand in der 13. Minute erheblich den Rücken.
Trotz vorangegangener Verletzung: PSG-Torwart Sascha Bolte warf sich ohne erkennbare Angst in jeden Ball und stärkte seinem Team nach dem 0:1 Rückstand in der 13. Minute erheblich den Rücken. © Karsten Freese
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Nur haarscharf schrammte der FC Kilia Kiel in der Fußball-Verbandsliga Ost am Verlust der Tabellenführung vorbei. Die Kilianer konnten erstmals in dieser Saison ein Heimspiel nicht gewinnen (1:1 gegen den Preetzer TSV), bleiben aber oben, da sich der TSV Stein trotz früher Führung gleich viermal durch Bundeswehr-Nationalspieler Florian Stahl düpieren ließ und im Probstei-Derby mit 1:4 stolperte. Der MTV Dänischenhagen versäumte es beim 1:1 bei der FSG Saxonia, dichter zum Führungsduo aufzuschließen. Der Dobersdorfer SV siegte erstmals in dieser Saison, und das gleich mit 7:1 gegen den 1. FC Schinkel.

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TSV Stein – Probsteier SG 2012 1:4

Die Gastgeber standen zunächst sehr tief gegen den Lokalrivalen, vertrauten auf eine sichere Defensive und hofften auf Konter. Zunächst mit Erfolg, denn Dennis Lühr schloss nach 13 Minuten einen Konter mit dem 1:0 ab. Die PSG hätte im Gegenzug zwar den sofortigen Ausgleich erzielen können, Steins Keeper Justin Rohde verhinderte aber den Gegentreffer. Dennoch kamen die Gäste nun besser ins Spiel und glichen verdient aus. Nach 35 Minuten stand Florian Stahl nach einem Freistoß von Dennis Wedemann goldrichtig und traf per Kopf. Eine leidenschaftliche Halbzeitansprache von PSG-Coach Karim Youssef sorgte dann für den entscheidenden Schwung. Stahl belohnte die Bemühungen nach 53 Minuten mit seinem zweiten Treffer. Der ehemalige Regionalligakicker von Eutin 08 hatte an diesem Tag richtig Lust auf Tore und legte in den letzten zehn Minuten noch zwei weitere Treffer nach.

Klickt euch durch die Fotos der Verbandsliga-Begegnung zwischen dem TSV Stein und der Probsteier SG:

13. Spielminute: Marten Günter Henke (am Ball) hat sich weit vor das Tor der Probsteier SG vorgearbeitet. Hinten rechts im Bild tritt Dennis Luehr an, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt, dass er von Henke gleich den perfekten Pass bekommt und zum 1:0 treffen wird. Nico Schümann (Nr. 8) kann das Tor nicht mehr verhindern. Zur Galerie
13. Spielminute: Marten Günter Henke (am Ball) hat sich weit vor das Tor der Probsteier SG vorgearbeitet. Hinten rechts im Bild tritt Dennis Luehr an, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt, dass er von Henke gleich den perfekten Pass bekommt und zum 1:0 treffen wird. Nico Schümann (Nr. 8) kann das Tor nicht mehr verhindern. ©
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Dobersdorfer SV – 1. FC Schinkel 7:1

Auf Seiten der Dobersdorfer muss fast bedauert werden, dass es für Siege im Fußball nur drei Zähler gibt, denn die Leistung beim ersten Saisonsieg hätte durchaus Zusatzpunkte verdient gehabt. Hochkonzentriert, aufmerksam, engagiert, leidenschaftlich und zielstrebig – mit diesem Worten könnte man die Darbietung der Gastgeber umschreiben. Selbst nachdem Schinkels Stürmer Moses Ogodogdo nach der frühen 2:0-Führung des DSV nach 21 Spielminuten den Anschlusstreffer markierte, führte dies nicht dazu, dass bei den Hausherren irgendwie der Faden verloren ging. Ganz im Gegenteil. Dem DSV konnte man anmerken, dass dieser den Dreier unbedingt wollte. Schinkel hingegen gefiel zwar phasenweise in spielerischer Hinsicht, enttäuschte jedoch in Bezug auf kämpferischere Tugenden. „All die Dinge, die in den letzten Wochen nicht funktionieren wollten, haben diesmal geklappt“, war DSV-Coach Thomas Matthies spürbar erleichtert.

TSV Flintbek – Inter Türkspor Kiel II 2:1

Die Kieler begannen offensiv und gingen durch Muhammed Aslan früh in Führung (14.). Danach befreiten sich die Flintbeker zunehmend, so dass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Einen schnellen Angriff vollendete Torben Frahm zum 1:1 (21.). Mirco Knust scheiterte in Halbzeit zwei freistehend an Inters Keeper Mert Kizilay (53.), der gegen den Hammer von Moritz Hübner (78.) dann allerdings machtlos war. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste nach Gelb-Roter Karte gegen Aslan (77./wiederholtes Foulspiel) bereits dezimiert. Das Kieler Anrennen blieb fortan jedoch ebenso erfolglos wie die Konter der Flintbeker. Deren Coach Wolfgang Szellas atmete nach dem Abpfiff erleichtert auf: „Das war harte Arbeit für uns mit viel Kampf und Leidenschaft. Unsere Abwehr hat sich sehr gut aus der Affäre gezogen.“ Weniger zufrieden war sein Inter-Kollege Mefail Sengül: „Neun Ausfälle konnten wir nicht verkraften. Unverständlich, dass das Spiel nach unserem Führungstor kippte.“ Positiv aufgefallen ist außerdem Nachwuchs-Schiedsrichter Marek Borkowski. Der erst 17-Jährige vom TSV Lensahn leitete die Partie souverän und wirkte trotz seines jungen Alters wie ein "alter Hase".

(Reinhard Gusner)

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FC Kilia Kiel – Preetzer TSV 1:1

Preetz war zu Beginn ungeordnet, was Yannik Jakubowski (3.) nach Vorarbeit von Benjamin Petrick mit dem 1:0 bestrafte. Doch die Gäste fighteten sich in die Partie und kamen durch Nick Lembke (33.) nach einem Freistoß zum Ausgleich. Unmittelbar danach schied Jakubowski verletzungsbedingt aus, dennoch übernahmen die Kilianer die Spielkontrolle. Preetz blieb aber nicht ungefährlich und hatte Pech, dass Laurids Grohmann nur die Latte traf (35.). In Halbzeit zwei lieferten die Gäste dann eine Abwehrschlacht, die trotz des Feldverweises für Tobias Nehren (54.) erfolgreich war. „Sicherlich haben wir vom Jakubowski-Ausfall profitiert, aber insgesamt denke ich, dass das Ergebnis den Spielverlauf widerspiegelt“, meinte PTSV-Coach Andreas Möller.

FSG Saxonia – MTV Dänischenhagen 1:1

In einem insgesamt ausgeglichenen Spiel hatten beide Teams ihre starken Momente. Saxonia überstand die erste Drangphase des MTV schadlos (6., 10., 17.) und schlug nach einem Konter über Arne Duggen zu, als Sebastian Worbs aus 18 Metern zum 1:0 traf (12.). Nachdem die FSG durch Fabian Makus das 2:0 liegen ließ (23.), glichen die Gäste durch einen Kopfball von Stephan Wendt aus (40.). Die Gäste bekamen Oberwasser, drängten Saxonia zurück, fanden aber in FSG-Schlussmann Patrick Rehberg ihren Meister (51., 56., 62.). Beim Lattentreffer von Wendt wäre er aber machtlos gewesen (88.). Allerdings traf auch Duggen nur die Latte (76.). „Den Chancen nach und vom Spiel her geht das Ergebnis wohl in Ordnung“, sagte Saxonias Pressesprecher Lathar Rath.

(Michael Felke)

Die besten Torjäger in Schleswig-Holstein aus der Saison 2019/2020 (Oberliga, Landesliga und Verbandsliga). Stand: 7. Oktober 2019

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20 Tore ©

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