03. August 2019 / 18:29 Uhr

Sarpreet Singh: Wer ist der neue neuseeländische Flügelflitzer des FC Bayern?

Sarpreet Singh: Wer ist der neue neuseeländische Flügelflitzer des FC Bayern?

Dennis Ebbecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Youngster Sarpreet Singh ist einer der Gewinner der Vorbereitung des FC Bayern München.
Youngster Sarpreet Singh ist einer der Gewinner der Vorbereitung des FC Bayern München. © imago images / eu-images
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Chance genutzt! Sowohl im Rahmen der USA-Tour des FC Bayern als auch beim Audi Cup in München entpuppte sich Sarpreet Singh als die positive Überraschung. Doch wer ist der 20 Jahre alte Offensivspieler aus Neuseeland, der ursprünglich nur für die zweite Mannschaft vorgesehen war?

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Als Kingsley Coman im Audi-Cup-Finale gegen Tottenham Hotspur nach seiner Einwechslung zu Boden ging und kurz darauf wieder ausgewechselt werden musste, stand den Bayern-Fans in der Allianz Arena die Sorge ins Gesicht geschrieben. Zum einen ist der französische Flügelflitzer ein absoluter Stammspieler, zum anderen ist die Personaldecke nach dem Abschied von Franck Ribéry und Arjen Robben auf den Außen sehr dünn.

Auch wenn es Coman nicht schlimm erwischte (Knieprellung), bleibt die Situation angespannt. Sollten die Verantwortlichen auf dem Transfermarkt keine adäquate (respektive bezahlbare) Lösung finden und den seit Wochen schwelenden Poker um Leroy Sané erfolgreich beenden, können sie den Blick auch in die eigenen Reihen schweifen lassen. Denn hier hat sich etwas unverhofft mit Sarpreet Singh ein Youngster in den Vordergrund gespielt, den niemand wirklich auf dem Zettel hatte - zumindest nicht für die erste Mannschaft.

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Gegen Tottenham überzeugte Sarpeet Singh auf ganzer Linie

Bereits im Rahmen der USA-Tour des FC Bayern zeigte der 20-Jährige, was er kann, und auch beim Audi-Cup in München überzeugte der Neuseeländer mit indischen Wurzeln. Im Finale gegen Tottenham präsentierte sich der gelernte zentrale Mittelfeldspieler auf Außen stark, zog - beinahe in Robben-Manier - immer wieder in die Mitte und blieb im Elfmeterschießen cool. Zur Belohnung gab es für Singh die SPORTBUZZER-Note 2.

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Doch wer ist eigentlich dieser Jungspund, den FCB-Trainer Niko Kovac am Tag vor dem Supercup-Finale gegen Borussia Dortmund in höchsten Tönen lobte ("Ich finde, wir haben einen guten Fang mit ihm gemacht") und in den Kader für die Partie berief?

Bayern-Trainer Kovac: "Er ist viel weiter als viele Spieler der zweiten Mannschaft"

Sarpreet Singh wurde am 20. Februar 1999 in Auckland geboren und lernte den Umgang mit dem Ball während seiner Zeit in der Fußballschule von Onehunga Sports. Mit guten Leistungen in der U17-Auswahl Neuseelands weckte der Offensivspieler das Interesse von Wellington Phoenix. Zur Saison 2019/20 verpflichtete der FC Bayern den 1,75 Meter-Mann. "Er war sicher erst einmal für die zweite Mannschaft vorgesehen, ich betone das 'war'. Denn er hat auf der USA-Reise bewiesen, dass er bereits sehr viel weiter als viele Spieler der zweiten Mannschaft ist. Ich bin mit ihm sehr zufrieden mit ihm und seiner Entwicklung", erklärte Kovac anerkennend.

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Singh ist einer der großen Gewinner der Vorbereitung. Neben starken Auftritten im Bayern-Dress durfte er sich zu Beginn der Woche sogar über eine Auszeichnung freuen: Der Neuseeländer wurde in seiner Heimat zum Nationalspieler des Jahres gekürt. Besonders beeindruckend: Gegen Tottenham spielte er durch, ohne das bei ihm ein Kräfteverschleiß festzustellen war. Auch wenn er zuvor noch nie auf diesem Niveau gespielt hat, konnte er das Tempo schon mitgehen.

Bayern-Talent Singh kann mehr als nur 3. Liga

Klar ist: Sarpreet Singh hat gezeigt, dass er mehr möchte, als "nur" in der 3. Liga aufzulaufen. Natürlich wird er sich an den Fußball in Europa erst einmal gewöhnen müssen und natürlich wird er auf dem Platz deutlich mehr Gegenwind zu spüren bekommen, wenn es erst einmal um etwas geht. Niko Kovac kann aber froh sein, mit dem Talent einen flexibel einsetzbaren Back-up für die Offensive in seinen Reihen zu wissen.

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