27. Juli 2020 / 13:23 Uhr

Keine Angst vor dem großen Namen: Das ist der neue Hoffenheim-Coach Sebastian Hoeneß 

Keine Angst vor dem großen Namen: Das ist der neue Hoffenheim-Coach Sebastian Hoeneß 

Jan Jüttner
Sebastian Hoeneß war wie sein Vater Dieter bei Hertha BSC aktiv - zuletzt trainierte er die zweite Mannschaft des FC Bayern. 
Sebastian Hoeneß war wie sein Vater Dieter bei Hertha BSC aktiv - zuletzt trainierte er die zweite Mannschaft des FC Bayern.  © imago images/Jan Huebner/Montage
Anzeige

Sebastian Hoeneß soll die TSG Hoffenheim mit attraktivem Offensivfußball zum Erfolg führen. Der 38-Jährige tritt mit seinem ersten Engagement in der Bundesliga in die großen Fußstapfen von Vater und Onkel. Der SPORTBUZZER stellt ihn vor. 

Anzeige
Anzeige

Nach einer langen Hängepartie herrscht nun Gewissheit: Trainer Sebastian Hoeneß übernimmt die Geschicke bei der TSG Hoffenheim und unterschrieb einen Vertrag bis 2023 bei den Kraichgauern. Doch wer genau ist der 38-Jährige eigentlich? Der SPORTBUZZER stellt den Bundesliga-Neuling auf der Trainerbank vor.

Sebastian Hoeneß ist der Sohn von Dieter Hoeneß, der lange als Manager und Geschäftsführer bei Hertha BSC (1997 bis 2009) arbeitete und zudem von 2010 bis 2011 Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg war. Sein Onkel Uli ist Ehrenpräsident des FC Bayern und hielt sich bei den Gesprächen über die Freigabe seines Neffen zuletzt raus. "Weil ich mich da befangen sehe", wie er sagte. Zuletzt trainierte der neue Hoffenheim-Coach die zweite Mannschaft des FC Bayern. Und eines ist sicher: Hoeneß kommt mit mächtig Selbstvertrauen zu seinem neuen Arbeitgeber.

Mehr vom SPORTBUZZER

Denn vor wenigen Wochen holte er mit der zweiten Mannschaft des FC Bayern die Meisterschaft in der 3. Liga. Unter anderem mit Spielern wie Oliver Batista Meier, Leon Dajaku und Malik Tillman, die allesamt noch in der U19 spielen dürften. Der unerwartete Erfolg mit den Bayern-Nachwuchskräften zeigt: Hoeneß kann junge Spieler entwickeln, fördern und sie zu Höchstleistungen motivieren. Diese Eigenschaften machten ihn schließlich auch für die Hoffenheimer zum Wunschkandidaten, wie TSG-Sportdirektor Alexander Rosen am Montag verriet.

50 ehemalige Bayern-Spieler und was aus ihnen wurde

Roque Santa Cruz, Bastian Schweinsteiger, Mario Götze: Was wurde aus den ehemaligen Spielern vom FC Bayern? Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 Ex-Profis der Münchner – und was sie jetzt machen. Zur Galerie
Roque Santa Cruz, Bastian Schweinsteiger, Mario Götze: Was wurde aus den ehemaligen Spielern vom FC Bayern? Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Profis der Münchner – und was sie jetzt machen. ©

Vor seinem Engagement bei der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters trainierte Hoeneß bereits von 2017 bis 2019 die U19 des Klubs. Zudem war er von 2014 bis 2017 im Nachwuchsbereich von RB Leipzig tätig.

Als aktiver Spieler reichte es für Hoeneß nie zu der ganz großen Karriere - hauptsächlich kickte er in der Ober- und Regionalliga. Wie sein Vater Dieter hat Sebastian Hoeneß eine Vergangenheit bei Hertha BSC. Von 1999 bis zu seinem Karriereende 2010 war er für die zweite Mannschaft des Hauptstadtklubs aktiv. Mit einer Ausnahme: In der Saison 2006/2007 schnürte er die Schuhe ausgerechnet für seinen heutigen Arbeitgeber - die TSG Hoffenheim. Nach dem kurzen Intermezzo bei der TSG kehrte er zurück nach Berlin. Nach seinem Karriereende fokussierte er sich fortan auf den Trainerjob.

Vater Dieter traut ihm die Bundesliga zu: "Er kann was"

Sein Vater traut ihm den Job bei den Hoffenheimern definitiv zu. "Ich freue mich sehr für ihn, das ist der nächste große Schritt, den er in der Fußball-Welt macht und eine wirklich große Herausforderung. Aber ich traue ihm das zu. Er kann was!", sagte er gegenüber der DPA. Den häufig mit Titeln und Erfolgen in Verbindung stehenden Namen Hoeneß sieht er nicht als zu große Last für seinen Sohn an. "Er kennt das schon seit 38 Jahren, insofern ist das nichts Neues für ihn. Damit muss er leben, trotzdem geht er seinen eigenen Weg und er macht das sehr, sehr gut", lobt sein Vater.

Bei der TSG soll und will Hoeneß wieder den unter seinem Vorgänger Alfred Schreuder so vermissten Offensivfußball spielen lassen. Sein guter Ruf eilt ihm voraus. Mit dem ersten Job in der Bundesliga geht ein Traum für Hoeneß in Erfüllung. Nun muss er beweisen, dass er auch gestandene Profiteams mit Spielern im routinierten Alter führen und formen kann.