15. September 2020 / 14:17 Uhr

Wer kann Plön und Preetz das Wasser reichen?

Wer kann Plön und Preetz das Wasser reichen?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Florian Ziehmer, hier noch im Trikot von Eutin 08, kehrt zum Preetzer TSV zurück und soll zur Schaltzentrale im PTSV-Mittelfeld avancieren.
Florian Ziehmer, hier noch im Trikot von Eutin 08, kehrt zum Preetzer TSV zurück und soll zur Schaltzentrale im PTSV-Mittelfeld avancieren. © Uwe Paesler
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Die Fußball-Verbandsliga präsentiert sich im neuen Gewand. Zumindest vorübergehend. 72 statt 64 Teams in sechs statt in vier Staffeln. Grund für die quantitative Aufwertung der Spielklasse war die „Corona-Regelung“, alle möglichen Aufsteiger zuzulassen und den Abstieg auszusetzen.

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Allerdings hat die Sache auch einen Haken. Die Anzahl der Mannschaften wird wieder auf die Ursprungsstärke zurückgeführt, so dass es am Ende der Spielzeit wesentlich mehr Absteiger geben wird als gewohnt. In der Verbandsliga Ost werden also neben dem Meister, der automatisch aufsteigt, noch mindestens drei Absteiger pro Staffel gesucht. Wer aber werden die Protagonisten sein?

Wenn es um den Titel geht, sind sich die Trainer einig, dass es auf einen Zweikampf hinausläuft. Neben dem TSV Plön wird der Preetzer TSV als Anwärter mit den besten Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft genannt.

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Für den TSV Plön spricht die Routine. Die Mannschaft spielt seit Jahren zusammen, gelingt im vierten Anlauf der große Wurf? Drei Jahre lang spielten die „Blauen“ in der Verbandsliga oben mit, wurden im letzten Jahr Dritter, nachdem zuvor Platz sechs und Rang zwei heraussprangen.

Und wie sehen die Plöner selbst ihre Chancen? TSVP-Manager Christoph Meinzer mag zwar nicht von Meisterschaft sprechen, will aber „unter den Top-Drei landen, auch wenn unter den besonderen Umständen des neuen Modus` eine Prognose mehr als sonst Spekulation ist“. Dennoch spricht einiges dafür, dass die Plöner eine tragende Rolle spielen werden. Das größte Pfund, mit dem das Team von Trainer-Fuchs Danilo Blank wuchern kann, ist, dass die Mannschaft in den Schlüsselpositionen unverändert in die neue Spielzeit geht. Da fällt es zumindest im Augenblick nicht ins Gewicht, dass Plön keinen Zuwachs in Form von Neuzugängen erhielt.

„Wir haben einen guten, eingespielten Kader von 24 Spielern. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit stimmt mich optimistisch“, kann Meinzer auf ein über die Jahre gewachsenes Team setzen.

Doch ohne Konkurrenz sehen sich die Plöner längst nicht. Die Favoritenrolle auf den Spitzenplatz schiebt Christoph Meinzer dem Kreis-Nachbarn Preetzer TSV zu. „Es wird sicher eine sehr spannende Saison in allen Tabellenregionen“, so der Manager, der weiß, dass in einer Staffel mit zwölf Mannschaften schon nach zwei, drei Niederlagen in Folge alle Träume geplatzt sein können. Die Kontinuität wird wohl ein noch größerer Faktor bei der Vergabe der Meisterschaft sein als unter normalen Umständen in einer Staffel mit 16 Teams.

So sieht es auch PTSV-Trainer Andreas Möller, der seine Mannschaft mit gleich drei Königstransfers mächtig verstärken konnte. Die Preetzer „Fohlen“ erhalten namhafte Verstärkungen aus der Oberliga und der Regionalliga. Im Mittelfeld wird der routinierte Florian Ziehmer zukünftig die Fäden ziehen, während im Abwehrzentrum Lukas Lindner für den nötigen Rückhalt sorgen soll. „Zwei exzellente Neuzugänge, die uns in die Lage versetzen, den Spielaufbau durchdachter zu gestalten“, hebt PTSV-Trainer Andreas Möller noch den großen Konkurrenzkampf im 28-Mann starken Kader hervor, der die Spieler zusätzlich motivieren soll.

Im Angriff kann Ex-Holstein-II-Spieler Jan Matti Seidel für die nötige Durchschlagskraft sorgen. Zumindest nominell scheint der Weg zum Titel nur über den Preetzer TSV zu führen. Ob sich noch ein drittes Team in den Titelkampf einschalten kann? Die besten Karten hat nach eigenem Dafürhalten wohl die FSG Saxonia. „Ich möchte mit meinem Team auf einen der ersten vier Plätze landen“, hofft FSG-Trainer Ralf Hartmann selbstbewusst auf eine gute Platzierung.

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Klar scheint hingegen, dass der Kampf um den Klassenerhalt die meisten Vereine lange beschäftigen wird. Gleich drei der zwölf Mannschaften werden absteigen. Eine anspruchsvolle Hürde, die nur mit einem langen Atem, guten Nerven und sicher auch dem nötigen Glück bewältigt werden kann.