24. Juli 2018 / 15:42 Uhr

Wer muss noch gehen beim VfL Wolfsburg? Bruma und Co. kämpfen um Plätze

Wer muss noch gehen beim VfL Wolfsburg? Bruma und Co. kämpfen um Plätze

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ihre Zukunft beim VfL ist nach wie vor ungewiss bis unwahrscheinlich: Jeffrey Bruma (M.), Marvin Stefaniak (o.l.), John Anthony Brooks (u.l.), Riechedly Bazoer (o.r.) und Jabub Blaszczykowski (u.r.).
Ihre Zukunft beim VfL ist nach wie vor ungewiss bis unwahrscheinlich: Jeffrey Bruma (M.), Marvin Stefaniak (o.l.), John Anthony Brooks (u.l.), Riechedly Bazoer (o.r.) und Jabub Blaszczykowski (u.r.).
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Der Kader des VfL Wolfsburg entspricht noch nicht der Größe, die die Verantwortlichen zum Saisonstart gern hätten – es wird also noch aussortiert! Zittern müssen mehrere Profis. Jeffrey Bruma denkt zuallererst mal an den Verein. 

Seit dem 29. Juni ist nichts mehr passiert. Mit Daniel Ginczek wurde der letzte der bislang vier Neuzugänge des VfL Wolfsburg verpflichtet. Es wird nicht der letzte Akt auf dem Transfermarkt gewesen sein, so viel steht bereits fest. Doch dafür muss auch der eine oder andere Spieler den Verein noch verlassen.

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Zwar will sich VfL-Manager Jörg Schmadtke nicht auf eine genau Anzahl an Spielern festnageln lassen, aus der sein Kader zum Saisonstart im August bestehen soll. "Aber eine grobe Vorstellung hat man immer. Es muss eine handlebare Gruppe sein, in der man auch den einen oder anderen Ausfall verkraften kann, die aber auch trainierbar ist", sagt der 54-Jährige. Und weiter: "Dauerhaft mit 35 Spielern zu trainieren, ist schwierig. 25 bis 26 Spieler werden es Pi mal Daumen sein, das ist aber nicht in Stein gemeißelt."

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Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer haben es, weil beide neu dazugestoßen sind, bewusst so gehandhabt, dass sich erst mal jeder Spieler zeigen konnte, dass sie sich einen eigenen Eindruck machen konnten. Mit Nany Dimata (RSC Anderlecht) und Victor Osimhen (Zulte Waregem) wurden nun bereits zwei Spieler aussortiert, Max Grüns Vertrag wurde auslaufen gelassen, Daniel Didavi (VfB Stuttgart) verkauft, dazu gilt eine Ausleihe von Paul Jaeckel als gesichert.

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Guckt man sich jedoch das aktuelle Mannschaftsfoto des VfL an, zählt man immer noch 29 Spieler – noch ohne das wegen der WM im Urlaub weilende Duo Koen Casteels und Jakub Blaszczykowski. Zu viel. Trainer Bruno Labbadia sagt zwar einerseits: "Wir arbeiten mit allen, die da sind." Andererseits heißt es auch, dass sich "sicherlich noch der eine oder andere verändern wird." Er meint damit: in Sachen Vereinswahl.

Die Streichkandidaten beim VfL Wolfsburg

Bis zum Saisonstart ist es nicht mehr lang, eine erste Elf kristallisiert sich heraus. Doch es gibt auch noch einige Spieler, die der VfL los werden möchte. Zur Galerie
Bis zum Saisonstart ist es nicht mehr lang, eine erste Elf kristallisiert sich heraus. Doch es gibt auch noch einige Spieler, die der VfL los werden möchte. ©

Einer, der sich trotz Anfragen klar positioniert hat, ist Jeffrey Bruma. „Ich würde gerne bleiben“, sagt er – und hat in der Hinsicht auch nichts anderes gehört: „So weit ich weiß, bleibe ich hier.“ Allerdings ist seine Position eine der umkämpftesten. Zieht man Jaeckel bereits ab, hat der Niederländer in der Innenverteidigung mit Robin Knoche, Felix Uduokhai, John Anthony Brooks und Marcel Tisserand vier Konkurrenten. Die letzteren beiden sind dabei auch nicht total unumstritten. Ein Wechsel wäre eine Frage des Geldes. Ob sich allerdings erneut ein Verein findet, der 17 Millionen Euro für einen Brooks zahlt? Unwahrscheinlich.

Bruma: "Die beiden Besten sollen spielen"

Bruma, zu dem ein richtiges Bekenntnis (Labbadia: „Wir haben nicht gesagt, dass er weg muss“) irgendwie auch anders klingt, gibt sich diplomatisch: „Die beiden Besten sollen spielen, aber ich mache mir da keine Sorgen. Das Wichtigste ist der VfL Wolfsburg.“ Würde er sich also auf die Bank setzen, wenn es der Verein wieder besser macht als in den letzten zwei Jahren? „Das sage ich nicht, ich spiele natürlich lieber, aber wer die beste Vorbereitung abliefert, der muss spielen.“ Forderungen stellt der vor zwei Jahren als neuer Abwehrchef verpflichtete 26-Jährige keine. „Wir sind Kameraden und ein Team. Da darf man nicht sagen, dass man einen Platz haben muss. Das darf keiner. Jeder muss sich den erarbeiten“, sagt er.

Kein Platz mehr im VfL-Kader ist für Riechedly Bazoer. Auch für Blaszczykowski wird es nach seinem Urlaub eng. Von den zurückgekehrten Leihspieler Paul Seguin, Amara Condé, Ismail Azzaoui, Marvin Stefaniak, PG Ntep und Kaylen Hinds konnte sich keiner für einen Verbleib empfehlen. Bei Hinds gibt es Gespräche, Ntep würde man ebenso keine Steine in den Weg legen, bei den anderen ist (bis auf Seguin vielleicht) eine Zukunft in Wolfsburg auch sehr unwahrscheinlich.