06. August 2020 / 23:37 Uhr

Wer verlässt den VfL Wolfsburg? „Gibt keine seriösen Anfragen“

Wer verlässt den VfL Wolfsburg? „Gibt keine seriösen Anfragen“

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Dürften gehen: Die VfLer Malli und Bruma.
Dürften gehen: Die VfLer Malli und Bruma. © Roland Hermstein
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Der Transfermarkt kommt in diesem Corona-Sommer weiter nur langsam in Bewegung. „Außer Gerüchten passiert nichts“, sagt Jörg Schmadtke, Manager des VfL Wolfsburg.

Dass Yunus Malli und Jeffrey Bruma die Europa-League-Reise in dieser Woche gar nicht erst antraten, lag nicht daran, dass sie beim VfL Wolfsburg keine Rolle mehr spielen. Beiden waren – wie Youngster John Yeboah – in der vergangenen Rückrunde ausgeliehen und damit fürs Achtelfinale gegen Schachtar Donezk nicht spielberechtigt. Aber dass Malli und Bruma den Fußball-Bundesligisten verlassen können, gilt dennoch nach wie vor. Allein: Es ist kein Abnehmer in Sicht.

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Donezk gegen VfL Wolfsburg - Die Bilder des Rückspiels

Dodo (M) kämpft mit Joao Victor (r) um den Ball. Zur Galerie
Dodo (M) kämpft mit Joao Victor (r) um den Ball. ©

Denn der Transfermarkt kommt in diesem Corona-Sommer weiter nur langsam in Bewegung. „Außer Gerüchten passiert nichts“, sagt VfL-Manager Jörg Schmadtke schmunzelnd. Manche dieser Gerüchte – etwa, dass der AC Florenz Josip Brekalo auf der Einkaufsliste haben soll – wirken etwas gehaltvoller, andere – etwa vermeintliches Interesse an Joao Victor aus Griechenland – etwas vager. In allen Fällen aber gilt, so Schmadtke: „Wir haben keine seriösen Anfragen auf dem Tisch.“

Allerdings: Im Gegensatz zu vergangenen Transferperioden muss der VfL nicht unbedingt Spieler abgeben, ehe er neue verpflichten kann. Schmadtke: „Das kann parallel laufen, im Kader ist ja noch etwas Luft.“ Und so bleibt beispielsweise das Interesse an Linton Maina bestehen – wenn man sich denn irgendwann mit Hannover 96 auf eine Ablöse einigt. Zudem soll mindestens eine weitere Offensivkraft kommen soll, womöglich als Ergänzung zu Wout Weghorst in einem Zwei-Stürmer-System. Felix Klaus gehört derweil zu den Spielern, die der VfL ziehen lassen würde.

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Dass Zweitligist Hannover gestern die Ausleihe von Offensivmann Kingsley Schindler vom 1. FC Köln verkündete, sorgte nicht unbedingt für neue Dynamik in Sachen Maina. Denn die grundsätzliche Bereitschaft von 96. der VfL-Kandidaten abzugeben, war schon vorher da. Das Problem bleibt, dass die Wolfsburger weniger als 4 Millionen Euro Ablöse zahlen wollen, Hannover aber (deutlich) über 4 Millionen haben will. Oder wie Schmadtke es formuliert: „Kein neuer Stand.“

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Anderswo ist mehr Bewegung: Am Dienstag gab Union Berlin die Verpflichtung von Robin Knoche bekannt, gestern verkündeten die Köpenicker die Unterschrift des nächsten ehemaligen VfL-Profis: Max Kruse wechselt von Fenerbahce Istanbul zu den „Eisernen“. Die Laufzeit des Vertrages für den 32-jährigen Offensivmann wurde nicht bekannt. Die Berliner sind damit nun der Bundesliga-Klub, der die meisten Ex-Wolfsburger unter Vertrag hat. Neben Kruse und Verteidiger Knoche stehen auch der Wolfsburger Meisterspieler Christian Gentner und der einstige A-Jugend-Meister Akaki Gogia im Kader. Zudem ist Ex-VfL-II-Torwart Alexander Brunst gerade Trainingsgast an der Alten Försterei.