17. Juni 2019 / 16:14 Uhr

Wer? Wann? Warum? Wir erklären ALLE Trainerwechsel des VfL Wolfsburg in der Bundesliga - von Reimann bis Labbadia

Wer? Wann? Warum? Wir erklären ALLE Trainerwechsel des VfL Wolfsburg in der Bundesliga - von Reimann bis Labbadia

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fußball, Bundesliga, Saison 2011/12, VfL Wolfsburg, FC Schalke 04, 11.09.2011,
Vier aus 16: Die VfL-Trainer Erik Gerets, Bruno Labbadia, Felix Magath und Steve McClaren (v. l.). © Boris Baschin
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Oliver Glasner löst Bruno Labbadia ab - das ist der 16. Trainerwechsel des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga. Manche Übungsleiter blieben länger, manche nicht einmal ein halbes Jahr. Immer gab es Gründe, warum sie gingen - oder rausflogen.

Rechnet man die Interimstrainer nicht mit, hatte der VfL seit dem Bundesliga-Aufstieg vor 22 Jahren 16 verschiedene Übungsleiter. Wolfgang Wolf, der 1998 Aufstiegstrainer Willi Reimann in der ersten Saison ablöste, blieb fünf Jahre - die mit Abstand längste Amtszeit. Dieter Hecking blieb immerhin knapp vier Jahre da, nach seinem Aus im Herbst 2016 brach die Zeit der Kurz-Amtszeiten an - von seinen drei Nachfolgern schaffte keiner ein ganzes Jahr im Amt!

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Darum wechselten die Trainer des VfL Wolfsburg

1997/98: Aufstiegstrainer <b>Willi Reimann</b> wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte <b>Wolfgang Wolf</b>, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. Zur Galerie
1997/98: Aufstiegstrainer Willi Reimann wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte Wolfgang Wolf, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. ©

Wie bei allen Klubs üblich, endeten auch die meisten Trainer-Amtszeiten in der Bundesliga vorzeitig. Erik Gerets war 2005 der erste VfL-Trainer seit Ernst Menzel (1989 bis 1991 in der dritten Liga), der Wolfsburg mit Vertragsende verließ. Gleiches gilt aktuell auch für Bruno Labbadia, dazwischen lagen mit Klaus Augenthaler und Felix Magath (erste Amtszeit) nur zwei Übungsleiter, die nicht vorzeitig zurücktraten, rausflogen oder wie Lorenz-Günther Köstner (zweimal) wieder zum VfL II zurückkehrten.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Am 30. Juni wird nun Oliver Glasner seine erste Einheit als Cheftrainer des VfL Wolfsburg leiten. Ihm wird dabei ein besonderes Privileg zuteil: Er darf die Mannschaft vor einer Saison übernehmen - und nicht in einer Krisenphase während der Spielzeit. Ein Sommerstart ins Amt ist aber keine Garantie für eine gute Amtszeit in Wolfsburg. Erst vier Trainer durften auf diese Art beginnen, bei dreien (Holger Fach 2005, Armin Veh 2009, Steve McClaren 2010) ging es alles andere als gut aus. Große Ausnahme: Felix Magath kam zu Saisonbeginn 2007, führte den VfL in seinem ersten Jahr in die Europa League und in seinem zweiten Jahr zur Meisterschaft.