08. Juni 2021 / 16:24 Uhr

Klartext-Interview von Wolfsburg-Kapitän Guilavogui: Das sagen die Fans dazu

Klartext-Interview von Wolfsburg-Kapitän Guilavogui: Das sagen die Fans dazu

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Seine Aussagen haben hohe Wellen geschlagen: Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg.
Seine Aussagen haben hohe Wellen geschlagen: Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg. © imago images/Christian Schroedter
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Offen und ehrlich hat Josuha Guilavogui in einem großen Interview über seine Frust-Saison gesprochen. Der Kapitän des VfL Wolfsburg sprach über das kaputte Verhältnis zu Ex-VfL-Trainer Oliver Glasner. In den sozialen Netzwerken erhielt der Franzose Zuspruch, wurde für seine Aussagen aber auch kritisiert.

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Das offene und ehrliche Interview von Josuha Guilavogui über seine Frust-Saison beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat hohe Welle geschlagen. In den sozialen Netzwerken wird viel über die Aussagen des VfL-Kapitäns diskutiert. Der Franzose wurde, was das Verhältnis zu Ex-VfL-Trainer Glasner betrifft, sehr deutlich. Guilavogui hatte über den neuen Trainer von Eintracht Frankfurt gesagt: "Ja, ich bin froh, dass er weg ist, weil es für mich persönlich die schlimmste Beziehung war, die ich jemals zu einem Trainer in meiner Laufbahn hatte." Und: "Für mich war klar: Wenn er bleibt, dann möchte ich weg – das Erreichen der Champions League hat dabei keine Rolle gespielt."

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Nach einer Verletzung in der Vorbereitung war Guilavogui seinen Stammplatz los, im defensiven Mittelfeld baute Glasner auf Maximilian Arnold und Xaver Schlager, Guilavogui musste sich mit Kurz-Einsätzen begnügen. Das frustrierte ihn, jetzt ließ er diesen Frust raus. Was sagt Glasner dazu? Auf Nachfrage wollte er sich dazu nicht äußern. Im Netz dagegen wurde und wird reichlich diskutiert.

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Zuspruch für Offenheit von Guilavogui

Für seine offenen und ehrlichen Worte erhielt Guilavogui in den sozialen Netzwerken viel Zuspruch, wie etwa von Twitter-User Oscar Dedede: „Josuha Guilavogui, ein ganz wichtiger Mann bist du!" Thomas Meinders zeige die schwierige Beziehung zwischen Guilavogui und Glasner, "dass ein menschlich extrem fragwürdiger Trainer zum Glück nicht mehr da ist." Markus Demlang schrieb auf Facebook: „Wer weiß, was noch gelaufen ist. Vielleicht ist es doch richtig, dass Glasner weg ist.“ Marci Roters kann den Unmut von Guilavogui „irgendwo verstehen“, wie er auf Facebook schreibt. Auf der anderen Seite „muss man natürlich auch sagen, dass Arnold und Schlager auf der Doppelsechs eine überragende Saison gespielt haben“.



Guilavogui hatte in der vergangenen Saison einen schweren Stand unter Glasner, dabei verlor der VfL keiner seiner sieben Bundesliga-Partien, in denen der Franzose in der Startelf gestanden hatte. Der Mittelfeldspieler war für Glasner eine Art Notnagel, wenn aus der Stamm-Formation Spieler durch Verletzungen oder Sperren wegbrachen. Der 30-Jährige pendelte zwischen seiner gewohnten Position im defensiven Mittelfeld und der Innenverteidigung. Wenn man allein die Zahl der Pflichtspiel-Einsätze in der vergangenen Saison (26) mit denen aus der Spielzeit davor vergleicht, hatte Guilavogui mit 32 nicht bedeutend weniger. Aber: In der Bundesliga kam der vor fünf Jahren von Atletico Madrid fest verpflichtete Guilavogui nur auf 735 Einsatz-Minuten. Absoluter Tiefstwert in seiner VfL-Karriere. Bisher spielte der VfL-Kapitän in jeder Spielzeit mindestens 1500 Minuten in der Meisterschafts-Runde, in der Saison 2019/20 waren es gar 2063.

Auch Kritik an Guilavogui-Aussagen

Für die geäußerte Unzufriedenheit über die abgelaufene Saison erntete Guilavogui jedoch nicht nur Zuspruch. Viele kritisieren sein "Nachtreten" gegenüber Glasner. User Dennis Ma schreibt auf Facebook: „Er hätte einfach besser sein müssen als Maxi oder Xaver, war er aber nicht.“ Deutlicher werden Maya Maric und Lisa E. „Seine Leistung hat halt aber auch nicht gereicht für die Startelf. Nicht rumheulen, sondern Gas geben!“, schreibt Maric auf Facebook, E. bezeichnet Wolfsburgs Kapitän gar als „Mimose“ und wirft ihm einen „miesen Charakter“ vor.