07. August 2018 / 12:22 Uhr

Wer wird die Nummer Eins bei Hannover 96? Entscheidung fällt gegen Bilbao

Wer wird die Nummer Eins bei Hannover 96? Entscheidung fällt gegen Bilbao

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wer wird die neue Nummer Eins? Michael Esser oder Philipp Tschauner.
Wer wird die neue Nummer Eins? Michael Esser oder Philipp Tschauner. © Priesemann
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Der neue Stammtorwart von Hannover 96 steht noch immer nicht fest. Es läuft auf ein Duell zwischen Michael Esser und Philipp Tschauner hinaus. Das Testspiel gegen Ath­letic Bilbao soll die Entscheidung bringen.

Cheftrainer André Breitenreiter und Torwart-Trainer Jörg Sievers haben am Montag auf dem Trainingsplatz lange die Köpfe zusammengesteckt und sich ausgetauscht. Das heiße Thema: Wer wird in der kommenden Saison die Nummer eins im 96-Tor? Bleibt es Philipp Tschauner, oder wird es Michael Esser?

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Eine klare Tendenz gibt es bisher noch nicht, der Test am kommenden Sonnabend gegen Ath­letic Bilbao soll die Entscheidung in der T-Frage bei 96 bringen. „Es kommt jetzt auf die letzten 14 Tage an, die werden entscheidend sein. Besonders das Testspiel“, sagte Breitenreiter.

Von Rynio bis Esser: Die Stammtorhüter von Hannover 96 seit 1979

Jürgen Rynio: 1979 bis 1986 (204 Spiele) Zur Galerie
Jürgen Rynio: 1979 bis 1986 (204 Spiele) ©

Gegen Bilbao sollen beide Keeper jeweils 45 Minuten zum Einsatz kommen. „Wer in welcher Halbzeit spielt, gibt keinen Aufschluss darüber, wer vielleicht die Nase vorn hat“, erklärte der Trainer. Nach dem Spiel gegen die Spanier will Breitenreiter seine Entscheidung fällen, wer beim Liga-Start am 25. Au­gust in Bremen der Stammtorwart von 96 ist. Auch möglich, dass eine Woche zuvor im DFB-Pokal beim Karlsruher SC die Nummer zwei zum Einsatz kommt.

​Tschauner spielte gute Saison

In der bisherigen Vorbereitung haben beide Torhüter ihre Qualitäten gezeigt. Tschauner hatte zu Beginn vielleicht etwas die Nase vorne, aber Esser hat zuletzt extrem aufgeholt. Im letzten Test gegen Udinese zeigte er mehrere starke Paraden, hatte aufgrund des besseren Gegners aber auch mehr Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

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Der Zweikampf geht jetzt in die ganz heiße Phase. Im vergangenen Jahr war das Duell auch offen, Tschauner hatte am Ende die Nase vorn und ging als Nummer eins in die Bundesligasaison. „Weil beide auf Augenhöhe waren und der Herausforderer nicht besser war“, so Breitenreiter. Tschauner spielte – bis auf wenige Wackler und Patzer – eine gute Runde. Der 32-Jährige gilt auch in der Kabine als ganz wichtiger Faktor.

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Der erneute Konkurrenzkampf in der Vorbereitung scheint bei beiden noch mal Extra-Kräfte freizusetzen. „Beide sind stärker als im vergangenen Sommer. Sie sind sehr, sehr eng zusammen“, sagte Breitenreiter.

​Auftreten spielt eine Rolle

Auch wenn natürlich am Ende der Trainer die Entscheidung trifft, wichtig bei der Nummer-eins-Frage ist Jörg Sievers. Er arbeitet täglich intensiv mit den Torhütern zusammen. „Seine Meinung hat ein hohes Gewicht, sein Wort großen Einfluss auf die Entscheidung. Auch Jörg sieht beide auf einem höheren Niveau-Level als in der letzten Saison“, sagte Breitenreiter.

Aber neben der rein sportlichen Komponente geht es bei der Entscheidungsfindung auch um mehr: das Auftreten der Torhüter. „Es geht um Trainings- und Spielleistung, aber natürlich auch um das Gesamtpaket. Um Ausstrahlung, um Kommunikation auf dem Platz“, sagte Breitenreiter.

Ihre Qualitäten müssen beide am Sonnabend gegen Bilbao noch mal abrufen – dann wird entschieden, wer die Nummer eins bei 96 in der kommenden Saison ist.

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