30. Juni 2020 / 18:13 Uhr

Werdegang von Ex-VfL-Trainer Ziehl "lief anders als geplant"

Werdegang von Ex-VfL-Trainer Ziehl "lief anders als geplant"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Damit hatte er nicht gerechnet: Ursprünglich wollte Ex-VfL-Trainer Rüdiger Ziehl nur drei Jahre als Spieler in Wolfsburg bleiben, letztes Jahr feierte er dann den Gewinn der Regionalliga-Meisterschaft.
Damit hatte er nicht gerechnet: Ursprünglich wollte Ex-VfL-Trainer Rüdiger Ziehl nur drei Jahre als Spieler in Wolfsburg bleiben, letztes Jahr feierte er dann den Gewinn der Regionalliga-Meisterschaft. © Boris Baschin
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Drei Jahre als Spieler, acht Jahre als Trainer - doch nun ist für Rüdiger Ziehl Schluss beim VfL Wolfsburg, er wird den Fußball-Regionalligisten nach elf Jahren verlassen. Dabei sollte für ihn ursprünglich schon viel früher Ende in der VW-Stadt sein.

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Elf Jahre seines Lebens verbrachte Rüdiger Ziehl beim VfL Wolfsburg, zunächst als Spieler, dann als Trainer. Mit dem Verein feierte er Erfolge, musste aber auch Rückschläge einstecken. Dabei war der Plan ursprünglich ein ganz anderer. Dass er so lange in der VW-Stadt bleibt, war damals eigentlich nicht angedacht - nun will er die Zeit aber keineswegs missen.

2009 war Ziehl als Spieler vom TuS Koblenz zum VfL gewechselt, drei Jahre später saß er zum ersten Mal als Interimstrainer der U23 auf der Bank. 2016 übernahm er dann als Cheftrainer für Valérien Ismael - und war nun insgesamt elf Jahre lang im Klub. "Es war eine lange Zeit, länger als geplant", sagt Ziehl und erinnert sich: "Zu Beginn war die Überlegung, den Drei-Jahres-Vertrag als Spieler zu erfüllen und dann zurück in die Heimat zu gehen." Seine Heimat liegt in Rheinland-Pfalz an der Grenze zum Saarland, in der Nähe von Pirmasens.

Party! Der VfL Wolfsburg II bejubelt den Regionalliga-Nord-Titel 2019. Zur Galerie
Party! Der VfL Wolfsburg II bejubelt den Regionalliga-Nord-Titel 2019. © Boris Baschin

Doch Ziehl blieb in Wolfsburg. "Es lief schnell anders als geplant", so der heute 42-Jährige. "Nach einem halben Jahr hatte ich mich verletzt. Ich habe dann eine Umschulung als Bürokaufmann gemacht und damit den Einstieg in den Trainerberuf bekommen. Aus drei Jahren wurden dann elf..." Und unter diese Zeit zieht er nun ein positives Fazit. "Der Verlauf war absolut positiv, auch wenn die Körnung mit dem Aufstieg etwas gefehlt hat."

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Wo es für ihn weitergeht, ist noch unklar. "Es ist noch kein Umzug in Sicht. Die Familie bleibt erst mal hier, weil ich noch nichts Neues habe", sagt Ziehl, der auch gern in Wolfsburg den Sprung in die Bundesliga geschafft hätte: "Jeder macht sich da irgendwo Hoffnung. Bevor ich den Fußballlehrer nicht hatte, war es nicht möglich. Aber natürlich wäre es am schönsten gewesen, wenn sich die Möglichkeit hier ergeben hätte."