27. Juni 2020 / 15:21 Uhr

Bremen-Aufsichtsratsboss Marco Bode kündigt Gespräche nach Köln-Spiel an: "Werder muss Werder bleiben"

Bremen-Aufsichtsratsboss Marco Bode kündigt Gespräche nach Köln-Spiel an: "Werder muss Werder bleiben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marco Bode ist seit Oktober 2014 als Aufsichtsratsvorsitzender von Werder Bremen tätig.
Marco Bode ist seit Oktober 2014 als Aufsichtsratsvorsitzender von Werder Bremen tätig. © imago images / Nordphoto
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Werder Bremen kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr schaffen, dennoch ist der Aufsichtsratsvorsitzende Marco Bode zuversichtlich - und kündigt eine Entscheidung über Florian Kohfeldt erst nach der Saison an.

Trotz des drohenden Abstiegs von Werder Bremen bleibt die Stimmung rund um den Verein hoffnungsvoll! Aufsichtsratsboss Marco Bode habe zwar ein "flaues Bauchgefühl" und Aufregung sei auch da, sagte er. Dennoch glaube der Werder-Boss an eine realistische Chance auf die Relegation.

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"Wir haben in den letzten Tagen noch mal Mut geschöpft. Nachdem wir im Mainz-Spiel einen Big-Point haben liegen lassen, haben wir den Glauben wieder gefunden", erklärte Bode bei Sky vor der Partie gegen den 1. FC Köln. Es gab eine normale Trainingswoche und Input von Mitarbeitern und Menschen drumherum. Man merkt, dass viele Herzen an Werder hängen. Das gibt Spielern Vertrauen, dass die Sympathie und Nähe zu Werder vorhanden ist."

Bode: "Werder muss Werder bleiben"

Werder Bremen liegt vor dem letzten Spieltag mit 28 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz - zwei Punkte hinter Fortuna Düsseldorf, das den Relegationsrang belegt. "Es ist unsere letzte Chance, aber wir dürfen nicht alles-oder nichts spielen. Wir brauchen eine positive Einstellung und eine Portion Köpfchen, um das Spiel anzugehen", gab Bode die Spielweise vor. Wichtig sei aber auch immer wieder auf das Spiel der Fortuna bei Union Berlin zu beobachten: "Wir müssen auf den anderen Platz nach Berlin schauen."

Der Absturz von Werder Bremen in Bildern

Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 17 Jahre später folgte der ganz große Absturz. Werder ist aus der Bundesliga abgestiegen – ebenfalls unter Schaaf. Ein Überblick. Zur Galerie
Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 17 Jahre später folgte der ganz große Absturz. Werder ist aus der Bundesliga abgestiegen – ebenfalls unter Schaaf. Ein Überblick. ©

Kohfeldt: Herz für Werder "über alle Maßen"

Sollte der Abstieg von Werder doch schon nach dem Spiel heute feststehen, würden die Verantwortlichen der Grün-Weißen bereits am Sonntag miteinander sprechen. "Ein einfaches weiter so kommt nicht infrage", sagte Bode. "Es geht um den Klub. Ich werde mich nicht aus den Staub machen, wenn das schief geht. Wir werden uns das anschauen und fragen, wie es zu der Krisensaison gekommen ist. Wir müssen einen verantwortungsvollen Umfang finden. Auch wenn es schief geht: Werder muss Werder bleiben", so Bode.

Offen bleibt - so der so - die Zukunft von Trainer Florian Kohfeldt. Man habe vereinsintern "0,0 gesprochen über die nächste Saison", sagte Kohfeldt kurz vor dem Köln-Spiel bei Sky. "Ich werde nach dieser Saison eine Entscheidung treffen - im vollen Bewusstsein, was das Beste für Werder ist." Ein Herz für den Verein habe er "über alle Maßen", bekräftigte Kohfeldt, der auf jeden Fall eine detaillierte Aufarbeitung der aktuellen Misere ankündigte - ganz egal, ob Werder noch die Klasse halte oder aber den ersten Abstieg seit 1980 hinnehmen muss.