28. Februar 2020 / 15:13 Uhr

Werder-Sportchef Baumann kritisiert Absage von Frankfurt-Spiel: "Alles andere als glücklich"

Werder-Sportchef Baumann kritisiert Absage von Frankfurt-Spiel: "Alles andere als glücklich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werders Geschäftsführer Sport ist nicht zufrieden mit der Entscheidung, das Bundesliga-Spiel gegen Frankfurt zu verlegen.
Werders Geschäftsführer Sport ist nicht zufrieden mit der Entscheidung, das Bundesliga-Spiel gegen Frankfurt zu verlegen. © imago images/Nordphoto/Montage
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Sportchef Frank Baumann von Werder Bremen hat die Absage der Bundesliga-Partie gegen Eintracht scharf kritisiert. Seine Mannschaft leide unter der Entscheidung der DFL, so Baumann. Auch, dass ein Nachholtermin schwierig zu finden sei, stößt ihm auf.

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Die Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt am findet nicht am Sonntag statt. Das gab die DFL am Freitagnachmittag bekannt. Die kurzfristige Absage ist die Folge der Verlegung von Frankfurts Europa-League-Spiel bei RB Salzburg auf Freitag (18.00 Uhr, So könnt ihr es sehen!). Werder-Sportdirektor Frank Baumann hat die Entwicklung nun scharf kritisiert: "Aus meiner Sicht ist jetzt ein Wettbewerbsnachteil der einen Mannschaft zum Nachteil einer anderen geworden", sagte er auf einer Presserunde.

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"Für uns kommt eine entscheidende Woche, auf die wir alles ausgerichtet haben", sagte der Verantwortliche mit Blick auf die sportliche Situation der Bremer. "Unsere Fans wären zum Training gekommen, wir wären mit einem Heimspiel gestartet. Das wurde uns genommen." Trainer Florian Kohfeldt sei ebenfalls "alles andere als glücklich". Der SVW werden durch die Absage mitten im Abstiegskampf aus ihrem Rhythmus geworfen. Sollte der SC Paderborn am Samstag in Mainz punkten, würde der SVW zudem zumindest bis zum kommenden Wochenende auf den letzten Tabellenplatz rutschen. Am nächsten Samstag steht die Partie gegen Hertha BSC an, die ebenfalls im Tabellenkeller stehen.

Einen Ersatztermin für die Partie hat der Liga-Verband indes noch nicht bekanntgegeben. Da es am kommenden Mittwoch aber in Frankfurt im DFB-Pokal erneut zum Duell der beiden Teams kommt, Frankfurt in den Wochen darauf schon wieder in der Europa League gefordert ist und beide Mannschaften an den Wochenenden Bundesliga-Partien auf dem Plan haben, ist eine zeitnahe Austragung unwahrscheinlich. "Wenn man keinen besseren Ausweichtermin festlegen kann, wäre es aus meiner Sicht besser gewesen, bei der bestehenden Terminierung zu bleiben", bemängelte Baumann.

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Er verriet zudem, dass die Bremer alternative Termine vorgeschlagen hätten: "Wir standen im Austausch mit der Liga und der SGE. Haben zwei Alternativtermine genannt, beispielsweise Sonntag 20.30 Uhr. Unter gewissen Voraussetzungen wäre für uns auch der Montag in Ordnung gewesen." Nun wäre eine Möglichkeit, das Spiel zwischen dem 33. und dem 34. Spieltag auszutragen. "Das wäre eine englische Woche in der ganz entscheidenden Phase und kein Vorteil für uns. Die DFL wird jetzt das Abschneiden der Eintracht in der Europa League abwarten", so Baumann.

Bobic verteidigt DFL bei Absage: "Einzig richtige Entscheidung"

Ganz anders sahen die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt die Absage: "Das ist die einzig richtige Entscheidung im Sinne eines fairen und sauberen Wettbewerbs", lobte Sportvorstand Fredi Bobic. Der 48-Jährige hatte sich vor dem Feststehen der Verschiebung schon über den engen Terminplan seiner Mannschaft beklagt: "Nach aktuellem Stand haben wir durch die Spielverlegung in Salzburg innerhalb von acht Tagen vier Spiele. Drei davon auswärts", so Bobic gegenüber Sky Sport. Die Frankfurter verwiesen in ihrer Mitteilung zudem darauf, dass die DFL ihrer Linie treu bleibe, Mannschaften zwei volle Regenarationstage zu gewähren.