19. Juni 2020 / 10:10 Uhr

Werder Bremen im freien Fall: Der Absturz des Traditionsvereins in Bildern - Kohfeldt: "Geht um alles"

Werder Bremen im freien Fall: Der Absturz des Traditionsvereins in Bildern - Kohfeldt: "Geht um alles"

Robin Schwitzer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Vom Meister zum Absteiger? Der SV Werden Bremen steht nach 40 Jahren Bundesliga vor dem Abstieg in die 2. Liga.
Vom Meister zum Absteiger? Der SV Werden Bremen steht nach 40 Jahren Bundesliga vor dem Abstieg in die 2. Liga. © imago/Contrast/Poolfoto/Ulmer
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Seit Jahren befindet sich Werder Bremen im freien Fall. Mit dem drohenden Bundesliga-Abstieg hätte der deutsche Meister und Pokalsieger von 2004 den vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Der SPORTBUZZER blickt zurück auf den Werder-Absturz der vergangenen Jahre.

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Die fetten Jahre sind vorbei - dieser Satz beschreibt die aktuelle Lage von Werder Bremen ziemlich treffend. Der Meister und Pokalsieger von 2004 könnte am Samstag nach 40 Jahren Bundesliga in die 2. Liga absteigen. Dabei spielten die Hanseaten unter Trainer Thomas Schaaf auch nach dem Double-Gewinn weiter groß auf und qualifizierten sich in den Folgejahren für die Champions League.

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Was ist aus diesem Werder geworden? Der große Wendepunkt ist das Jahr 2010: Von dort an geht es mit bergab - in der Saison 2019/20 sogar steil bergab. Der Abstieg des Traditionsvereins droht. Vom Meistertiel 2004 bis hin zur aktuellen Katastrophensaison: Der SPORTBUZZER blickt zurück auf den freien Fall von Werder Bremen.

Der Absturz von Werder Bremen in Bildern

Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. Zur Galerie
Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. ©

"Braucht ein größeres Wunder": Das ist die aktuelle Sitaution

Bremen ist zwei Spieltage vor Schluss Tabellenvorletzter und hat einen einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz und sechs Punkte Rückstand auf den ersten direkten Nichtabstiegsplatz. Am Samstag geht es im Kellerduell gegen Mainz 05. Sollte Werder gegen den direkten Konkurreten verlieren, und Düsseldorf gegen Augsburg gewinnen, wäre der Abstieg besiegelt. "Wir wissen, in welche Situation wir uns gebracht haben. Es geht für uns um alles und da hilft uns nur ein Sieg. Das weiß auch die Mannschaft und sie kennt die Bedeutung von Werder Bremen für die Stadt und die Region", sagte Trainer Florian Kohfeldt am Freitag.

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Besonders bitter: Die Hanseaten sind auf die Konkurrenz angewiesen. Im schlimmsten Fall würden dem SVW selbst zwei Siege, also die volle Punkteausbeute, nicht mehr für die Rettung reichen. "Jetzt braucht es schon ein etwas größeres Wunder. Wir können es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, das ist das Furchtbare", sagte Ex-Werder-Manger Willi Lemke zur prekären Situation.