27. November 2020 / 23:15 Uhr

"Wir haben es heute verschenkt": Werder-Ärger nach 3:5-Pleite beim VfL Wolfsburg

"Wir haben es heute verschenkt": Werder-Ärger nach 3:5-Pleite beim VfL Wolfsburg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ärgerte sich über die Pleite in Wolfsburg: Werder-Trainer Florian Kohlfeldt (l.) tröstet Keeper Jirí Pavlenka.
Ärgerte sich über die Pleite in Wolfsburg: Werder-Trainer Florian Kohlfeldt (l.) tröstet Keeper Jirí Pavlenka. © Martin Rose/Getty Images
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Der Ärger bei Werder Bremen war nach der 3:5-Pleite beim VfL Wolfsburg groß. Trainer Florian Kohfeldt sah zwar ein "schönes Spiel für den Zuschauer", war aber sauer über das Zweikampfverhalten seiner Spieler. Ömer Toprak sprach von einem verschenkten Spiel.

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Nach der Partie waren sich alle Beteiligten von Werder Bremen einig: Diese 3:5-Niederlage beim VfL Wolfsburg war unnötig. "Ich ärgere mich brutal über das Spiel", sagte Bremens Trainer Florian Kohfeldt bei DAZN. "Wir haben es schlecht verteidigt, alle anderen Komponenten waren in Ordnung." Ihm passte vor allem das Zweikampfverhalten seiner Spieler nicht. "Defensiv haben viele Dinge nicht funktioniert. Es muss im Zweikampf auch mal wehtun – das haben wir weggelassen", so der Bremer Coach.

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Ähnlich sah es Innenverteidiger Ömer Toprak. "Wir haben sehr einfache Gegentore kassiert. Wir haben das in der ersten Halbzeit hergeschenkt", sagte er. Vor allem in den ersten 45 Minuten war es spektakulär. Mit 3:2 ging es in die Pause, nachdem Leonardo Bittencourt den SVW in Führung brachte, bevor Neu-Nationalspieler Ridle Baku und John-Anthony Brooks das Spiel zwischenzeitlich für den VfL drehten. Der nach gut einer halben Stunde für Jean-Manuel Mbom eingewechselte Kevin Möhwald erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich, bevor Weghorst nur 90 Sekunden später einen Angriff zur 3:2-Pausenführung veredelte. Insgesamt gab es im ersten Durchgang nur fünf Torschüsse - alle landeten im Kasten der Torhüter. In der zweiten Halbzeit waren erneut Weghorst und Bartosz Bialek vor dem Tor eiskalt. Da brachte das zwischenzeitliche Eigentor von Brooks auch nichts mehr für Bremen.

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"Wir haben es heute verschenkt. Wir haben viele Zweikämpfe verloren. Die Tore waren zu billig. Wenn du drei Tore hier schießt, musst du was mitnehmen", so Toprak. Und in der Tat hätte Bremen zwischenzeitlich tatsächlich mit 4:3 in Führung gehen können. Doch Milot Rashica und Co. ließen gute Chancen liegen. Hinzu kam, dass Werder das Spiel in Unterzahl beendete, nachdem Torschütze Möhwald in der 80. Minute die Ampelkarte sah. In einer spektakulären Partie waren es am Ende die abgezockteren Wolfsburger, die den Heimsieg feiern konnten. "Die Zuschauer haben ein schönes Fußballspiel gesehen", bilanzierte Kohfeldt. "Jeder Fernsehzuschauer hatte einen tollen Abend."

Weghorst: "Ein wunderschöner Abend"

Nicht nur die - auch Weghorst. Der niederländische Stürmer trug mit seinen zwei Toren maßgeblich zum Erfolg der Wolfsburger bei. "Das war ein wunderschöner Abend für mich persönlich und uns alle in Wolfsburg", sagte er. Vollumfänglich gelungen fand er den Abend aber nicht: "Wir müssen schärfer und fokussierter aus der Kabine kommen. Das ist uns jetzt schon häufiger passiert. Es war ein knappes Spiel – aber ein super Sieg für uns."