25. April 2021 / 13:10 Uhr

Werder-Boss Baumann lässt Zukunft von Trainer Kohfeldt offen: "Keine Nibelungentreue"

Werder-Boss Baumann lässt Zukunft von Trainer Kohfeldt offen: "Keine Nibelungentreue"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Werder-Geschäftsführer Frank Baumann lässt die Zukunft von Trainer Florian Kohfeldt offen.
Werder-Geschäftsführer Frank Baumann lässt die Zukunft von Trainer Florian Kohfeldt offen. © IMAGO/Pressefoto Baumann/Contrast (Montage)
Anzeige

Die Diskussionen um Trainer Florian Kohfeldt erreicht nach der Pleite von Werder Bremen gegen Union Berlin eine neue Stufe. Werder-Geschäftsführer Frank Baumann erklärt den Stand der Dinge – und lässt die Zukunft des 38-Jährigen offen.

Der Trainerstuhl von Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt wackelt nach der 1:3-Pleite gegen Union Berlin – der siebten Bundesliga-Niederlage in Serie – gewaltig. Geschäftsführer Frank Baumann vermied ein klares Bekenntnis zu dem Mann, hinter dem er bei den Trainer-Diskussionen im vergangenen Jahr im Abstiegskampf bis zum Schluss bedingungslos gestanden hatte. "Unsere Enttäuschung ist sehr, sehr groß. Es ist selbstverständlich, dass wir uns Gedanken machen, wie wir uns aus dieser dramatischen Situation befreien können", sagte Baumann bei Sky90.

Anzeige

Dass es ihm nicht gelungen ist, die Mannschaft weiterzuentwickeln und wie geplant stabil in der Liga zu halten, nervt den Coach selbst. Auch, weil die Lage diesmal noch ernster ist. "Wir müssen es jetzt in viel kürzerer Zeit schaffen, eine Umkehr zu schaffen. Es ist eine sehr schlechte Situation, die wir mit aller Kraft bekämpfen müssen", sagte Kohfeldt, der mit seiner Mannschaft nur noch einen Punkt von Relegationsplatz 16 entfernt ist. "Wenn man sieben Spiele in Folge verliert, kann man nicht einfach zur Tagesordnung zurückkommen. Wir haben gestern schon diskutiert, diskutieren heute und werden auch morgen diskutieren", erklärte auch Baumann.

Gänzlich aufgeben wollte Baumann das Festhalten am Werder-Trainer jedoch nicht. "Der Glaube und die Überzeugung, dass wir diese Situation auch mit Florian Kohfeldt bewältigen können, ist nach wie vor da", so der Werder-Geschäftsführer weiter. "Nichtsdestotrotz steht das Wohl des Vereins im Fokus. Und wenn man zu dem Entschluss kommt, dass eine Zusammenarbeit nicht mehr das Beste für den Klub ist, muss man daran vielleicht etwas ändern."

Aktuelle Gespräche beschrieb Baumann als "ergebnisoffen". Zwar sei man von Kohfeldt überzeugt, es gebe jedoch "keine Nibelungentreue". Unmöglich erscheint eine Entlassung des 38-Jährigen noch vor Saisonende also nicht. Eine endgültige Entscheidung werde es noch in dieser Woche geben. "Bis spätestens Dienstag" soll es soweit sein, sagte Baumann am Sonntag in einer kurzfristig anberaumten Online-Pressekonferenz.

Anzeige

Das Restprogramm mit Spielen gegen Bayer Leverkusen, beim FC Augsburg und gegen Borussia Mönchengladbach bietet für die Hanseaten reichlich Hürden. "Ich hoffe, dass wir uns erholen können", hofft Kohfeldt. Am kommenden Freitag steht für Werder zunächst das DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig an.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis