26. Juli 2019 / 09:00 Uhr

Bundesliga-Vorschau zu Werder Bremen: Auf der Suche nach dem Coup

Bundesliga-Vorschau zu Werder Bremen: Auf der Suche nach dem Coup

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niclas Füllkrug (links) ist bisher der Bremer Königstransfer, Claudio Pizarro (rechts) geht in seine letzte Bundesliga-Saison.
Niclas Füllkrug (links) ist bisher der Bremer Königstransfer, Claudio Pizarro (rechts) geht in seine letzte Bundesliga-Saison. © imago images/Joachim Sielski/foto2press/Nordphoto
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Teil 1 der SPORTBUZZER-Saisonvorschau auf die kommende Bundesliga-Spielzeit: Werder Bremen setzt bewusst auf Kontinuität – tut sich allerdings auch schwer, den Kader weiter zu verbessern.

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Um Werder Bremen ist es in diesem Sommer bemerkenswert ruhig. Während von München über Frankfurt bis Dortmund ein Transfergerücht das nächste jagt oder zahlreiche Zu- oder Abgänge für mächtigen Wirbel sorgen, passiert beim Fußball-Bundesligisten von der Weser bislang eher wenig.

Werder konnte bis auf Kruse Leistungsträger und Identifikationsfiguren halten

Die Norddeutschen haben in Ex-Kapitän Max Kruse bislang nur einen nennenswerten Abgang zu verzeichnen. Der 31 Jahre alte Angreifer wird dem Klub als Führungsfigur und Routinier fehlen. Mit elf Toren und zehn Vorlagen war der Ex-Nationalspieler auch sportlich eine wichtige Stütze für das Team von Trainer Florian Kohfeldt. Diese Rolle soll künftig der für 6,5 Millionen Euro von Hannover 96 gekommene Niclas Füllkrug einnehmen.

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Weitere wichtige Leistungsträger und Identifikationsfiguren wie Milot Rashica sowie die Brüder Maximilian und Johannes Eggestein konnte Werder (überraschend) halten. Dem entgegen steht allerdings der Fakt, dass der SVW keine bedeutende Neuverpflichtung getätigt hat. Der bislang ausgeliehene Marco Friedl wechselte für 3,5 Millionen Euro vom FC Bayern fest nach Bremen. Außerdem kam der 20 Jahre alte Benjamin Goller von Schalke zu Werder.

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Letzte Saison für Oldie Pizarro

Eine Personalie zieht derweil weiter die Blicke auf sich – und das nun noch mehr als bisher schon: Claudio Pizarro. Der 40-Jährige Sturm-Oldie kündigte vor knapp einer Woche sein Karriereende für 2020 an. „Das ist das letzte Jahr, ganz sicher“, erklärte Pizarro und fügte hinzu: „Ich habe mit allen Leuten gesprochen. Ich fühle mich ganz gut, aber das ist genug jetzt.“

Doch langsam ausklingen lassen will der aktuell zweitbeste internationale Torschütze der Bundesliga-Geschichte seine aktive Laufbahn nicht. Im Gegenteil: er ist noch einmal richtig angriffslustig. „In meiner letzten Saison mit Werder will ich Europa erreichen. Dann wäre ich ganz glücklich“, sagte Pizarro.

Bremen verpasste Europa League nur knapp

Das war in der vergangenen Spielzeit knapp misslungen. Als Tabellen-Achter fehlte den Hanseaten ein Punkt auf Eintracht Frankfurt und damit die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation. Im DFB-Pokal scheiterte der SVW im Halbfinale unglücklich gegen den späteren Sieger FC Bayern (2:3). So wurde es nichts mit der Rückkehr auf europäisches Parkett nach neun Jahren. Dabei hatten nicht nur die eigenen Fans, sondern auch einige Experten den Bremern im Endspurt der vorherigen Spielzeit einiges zugetraut.

Die Kontinuität im Kader hat beim erneuten Versuch, in die Spitzengruppe der Liga vorzustoßen, durchaus Vorteile. Doch sie ist mangels echter Verstärkungen auch nicht frei von Risiko. Die beiden Tests gegen den VfL Osnabrück (0:1) und den 1. FC Köln (1:0) beim Vorbereitungsturnier in Lohne am vergangenen Samstag machten noch eklatante Schwächen deutlich. Vor allem in der Defensive offenbarte sich: Coach Kohfeldt hat noch einiges zu tun.

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Weitere Verstärkungen für die Flügel gesucht - Kommt Henrichs?

Nicht ohne Grund sucht Werder weiterhin eine Verstärkung, die auf beiden Flügeln in der Abwehr zum Einsatz kommen kann. Zuletzt wurde der Klub mit U21-Vize-Europameister Benjamin Henrichs von der AS Monaco in Verbindung gebracht. Bremen könnte den Ex-Leverkusener aufgrund der aufgerufenen Ablösesumme von rund 35 Millionen Euro allerdings nur ausleihen. Die Chancen auf einen derartigen Transfer sind schwer einzuschätzen, denn auch der FC Bayern und Schalke 04 sollen ihre Fühler nach dem 22 Jahre alten Außenverteidiger ausgestreckt haben.

Für Überraschungen im Schlussspurt der Transferphase ist der SVW aber durchaus gut. Im Sommer der sorgten die Bremer auf den letzten Drücker für einen echten Paukenschlag – und verpflichteten einen Tag vor dem Ende des Wechselfensters Mittelfeldstratege Nuri Sahin von Borussia Dortmund. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass die derzeit herrschende Stille an der Weser nur die Ruhe vor dem Sturm ist.

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