29. Oktober 2020 / 16:04 Uhr

Werder Bremen prüft erneut Kurzarbeit - Gespräche über Zukunft von Manager Frank Baumann angekündigt

Werder Bremen prüft erneut Kurzarbeit - Gespräche über Zukunft von Manager Frank Baumann angekündigt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der Vertrag von Geschäftsführer Frank Baumann bei Werder Bremen endet im kommenden Sommer.
Der Vertrag von Geschäftsführer Frank Baumann bei Werder Bremen endet im kommenden Sommer. © imago images/Jan Huebner
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Der coronabedingte Zuschauerausschluss vergrößert offenbar die finanziellen Probleme bei Werder Bremen. Die Hanseaten kündigte die Prüfung von Kurzarbeit an. Bewegung gibt es derweil in der Frage um die Zukunft von Manager Frank Baumann.

Angesichts ausbleibender Einnahmen durch das Verbot von Zuschauern bei Heimspielen im kompletten November denken die Verantwortlichen beim Werder Bremen erneut über Kurzarbeit nach. "Das Thema Kurzarbeit ist auch ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen", sagte Präsident Hubertus Hess-Grunewald am Donnerstag: "Wir prüfen das gerade und versuchen, es auf den Weg zu bringen." Die Bremer sind durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie arg gebeutelt und kalkulieren bereits mit Mindereinnahmen in Höhe von 30 Millionen Euro. Da durch das vorläufige Verbot von Amateursport der komplette Jugendbereich brach liegt, könnte es auch im Bereich des Leistungszentrums zu Kurzarbeit kommen, sagte Hess-Grunewald.

Neben den finanziellen Baustellen beschäftigt die Hanseaten derzeit auch der im kommenden Sommer auslaufende Vertrag von Geschäftsführer Frank Baumann."Ich bin da sehr, sehr entspannt. Ich verspüre da keinen Zeitdruck und baue auch keinen auf", sagte Baumann am Donnerstag, seinem 45. Geburtstag. Bislang hat es noch keine Gespräche über eine Verlängerung gegeben. Ursprünglich wollten die Verantwortlichen die Jahreshauptversammlung am 16. November abwarten, auf der auch ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden sollte. Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Veranstaltung allerdings mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ins Frühjahr 2021 verlegt.

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Aufsichtsratsboss Marco Bode kündigte für den Fall einer Verschiebung zeitnahe Gespräche mit Baumann an. Bis ins Frühjahr zu warten, sei "Frank gegenüber respektlos und auch für den Verein problematisch, da es um eine absolute Schlüsselposition im Klub geht", sagte Bode bei deichstube.de. Der Ex-Nationalspieler gilt als Befürworter von Baumann. "Ich arbeite mit dem jetzigen Aufsichtsrat sehr gut zusammen, aber ich hätte auch keine Angst vor einem anders besetzten Aufsichtsrat", sagte Baumann: "Ich denke, gerade in diesen schwierigen Zeiten wäre Kontinuität auf wichtigen Positionen für Werder Bremen wichtig."

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Ein Plädoyer für Baumann gab es von Bremens Chefcoach Florian Kohfeldt. "Meine Wünsche und Gedanken sind da sicher nicht die entscheidenden. Aber ich habe mehr als einmal betont, dass ich Frank für einen sehr guten Geschäftsführer, für den besten Geschäftsführer für Werder Bremen halte", sagte der Trainer