26. März 2020 / 18:23 Uhr

Werder trotzt Corona-Krise - Geschäftsführer Filbry: "Hier werden die Lichter nicht ausgehen"

Werder trotzt Corona-Krise - Geschäftsführer Filbry: "Hier werden die Lichter nicht ausgehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry hat wegen der Coronavirus-Krise mit großen Herausforderungen zu kämpfen. 
Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry hat wegen der Coronavirus-Krise mit großen Herausforderungen zu kämpfen.  © imago images/Nordphoto/Montage
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Wie jeder andere Verein steht Bundesligist Werder Bremen angesichts der Coronavirus-Krise vor einer finanziellen Herausforderung. Gerade im Abstiegskampf gibt es derzeit nur wenig Planungssicherheit. Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry bleibt jedoch optimistisch.

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In den unsicheren Zeiten der Corona-Krise kommen von Bundesligist Werder Bremen auch positive Nachrichten. "Wir stehen kurz vor dem Abschluss mit einem aktuellen großen Sponsor, der sein Engagement in der Krise ausweiten möchte", sagte Geschäftsführer Klaus Filbry am Donnerstag in einer Telefonschalte mit Journalisten. "Noch ist die Tinte nicht trocken, aber es sieht sehr gut aus", sagte Filbry über das "antizyklische Verhalten" des Sponsors erfreut.

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Grundsätzlich sei Werder Bremen vernünftig aufgestellt, sagte Filbry. "Hier werden nicht die Lichter ausgehen", verspricht der 53-Jährige zwar, "aber es ist eine sehr große Herausforderung." Es sei von großer Bedeutung, dass die derzeit bis zum 30. April ausgesetzte Saison in der Bundesliga zu Ende gespielt wird, da sonst Einbußen an TV- und Sponsoren-Einnahmen drohen würden. "Wenn wir die TV-Rate nicht erhalten und wir zudem Verluste an Sponsorenleistungen hätten, brauchen wir im Herbst Hilfe", sagte Filbry. "Das ist aber ein Problem der gesamten Branche und bei den meisten Vereinen - mit ein oder zwei Monaten Zeitverzögerung - gleich."

Auch der Abstiegsfall in Planungen integriert

Angesichts der sportlich bedrohlichen Situation müssen die Bremer parallel auch für die 2. Bundesliga planen. Ein Abstieg würde die Zukunftsplanungen weiter erschweren, doch Filbry bleibt optimistisch. "Ich gehe davon aus, dass wir die Lizenz auch für die Zweite Liga ohne Auflagen bekommen. Wir haben unseren Kostenapparat für die Zweite Liga stark angepasst. Für die Zweite Liga sind die Bezüge deutlich geringer als für die Erste Liga." Werder Bremen ist derzeit Tabellen-17. der Bundesliga.

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Der für den sportlichen Bereich zuständige Geschäftsführer Frank Baumann hat also noch keine Ahnung, mit welchem Budget er für die kommende Saison planen kann. Doch zunächst einmal geht es für Baumann sowieso darum, die aktuelle Situation einzuschätzen und zu planen. Bis zum 30. April ist der Spielbetrieb in der Bundesliga erst einmal ausgesetzt, dann hoffen Liga und Vereine, die Saison noch irgendwie beenden zu können.