03. Juni 2020 / 22:25 Uhr

Werder-Lauf jäh gestoppt: André Silva und Stefan Ilsanker treffen bei Sieg von Eintracht Frankfurt in Bremen

Werder-Lauf jäh gestoppt: André Silva und Stefan Ilsanker treffen bei Sieg von Eintracht Frankfurt in Bremen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
André Silva köpft das 1:0 für Eintracht Frankfurt, die Spieler von Werder Bremen sind enttäuscht.
André Silva köpft das 1:0 für Eintracht Frankfurt, die Spieler von Werder Bremen sind enttäuscht. © Getty
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Werder Bremen bleibt auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Norddeutschen verloren ihr Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt im Weserstadion trotz einer kämpferischen Leistung am Ende deutlich. Die Gäste aus Hessen verabschieden sich damit wohl aus dem Abstiegskampf.

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Die jüngste Aufholjagd von Werder Bremen ist jäh gestoppt worden. Der Tabellen-Vorletzte der Bundesliga kassierte nach einer zuletzt starken Ausbeute von sieben Punkten aus drei Spielen eine 0:3 (0:0)-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt, das sich damit wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Die SGE-Tore erzielten André Silva (60.) per Kopf sowie Stefan Ilsanker (81., 90.) mit seinen ersten Bundesliga-Treffern kurz nach seiner Einwechslung. Für Werder bleibt die Situation ernst: Der mögliche Sprung auf den Relegationsplatz wurde verpasst.

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt hatte im Vergleich zum 1:0-Erfolg gegen Schalke 04 am Wochenende vier Wechsel vorgenommen. Unter anderem kam Routinier Fin Bartels nach 907 Tagen zu seinem Startelf-Comeback. Dafür setzen sich unter anderem der zuletzt starke Leonardo Bittencourt und Offensivstar Milot Rashica auf die Bank. SGE-Coach Adi Hütter tauschte nur einmal, Almamy Touré spielte für Timothy Chandler. Die Partie wurde von beiden Mannschaften zunächst aggressiv geführt - es war Abstiegskampf im wahrsten Sinne des Wortes. 20 Fouls gab es bis zur Pause.

Ilsanker feiert doppeltes Tor-Debüt in der Bundesliga

Die Bremer taten zunächst mehr fürs Spiel und hatten die erste ernstzunehmende Torannäherungen auf ihrer Seite: die beste Möglichkeit hatte Davy Klaassen, dessen abgefälschter Schuss Eintracht-Keeper Trapp zu einer Glanzparade zwang (15.). Ansonsten passierte im leeren Weserstadion nicht viel. Zu einem Aufreger kam es kurz vor der Pause, als Frankfurts David Abraham den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand spielte. Elfmeter oder nicht? Bis zur Aufklärung dauerte es drei Minuten, nachdem der Videoschiedsrichter sich eingeschaltet hatte. Letztlich entschied der Unparteiische Patrick Ittrich auf eine Abseitsstellung, die dem Handspiel voran gegangen war. Frankfurt im Glück. In der Nachspielzeit prüfte Bartels Trapp (45.+3).

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Der zweite Durchgang begann ausgeglichen. Das Frankfurter 1:0 ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach einer langen Flanke von Filip Kostic stand Silva zwischen Marco Friedl und Niklas Moisander zu frei. Der zuletzt treffsichere Portugiese köpfte die Führung der Hessen. Die Bremer blieben in der Folge bemüht, aber vor allem spielerisch ohne die nötige Präzision. Das nutzte die SGE eiskalt aus. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung schoss Stefan Ilsanker (83.) nach Zuspiel des ebenfalls eingewechselten Bas Dost, der eine Ecke verlängerte, das vorentscheidende zweite SGE-Tor. Der Österreicher, der nie zuvor in der Bundesliga getroffen hatte, setzte auch den Schlusspunkt: er köpfte eine Flanke von de Guzman (ebenfalls ein Joker) zum 3:0 ins Netz.