01. Februar 2020 / 19:24 Uhr

Werder Bremen hält trotz Horror-Serie an Kohfeldt fest – Baumann: Gegen Union "zählt nur ein Sieg"

Werder Bremen hält trotz Horror-Serie an Kohfeldt fest – Baumann: Gegen Union "zählt nur ein Sieg"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Florian Kohfeldt steckt in der schlimmsten Krise seiner Werder-Ära. Sportchef Frank Baumann sieht die Bremer vor richtungweisenden Wochen.
Florian Kohfeldt steckt in der schlimmsten Krise seiner Werder-Ära. Sportchef Frank Baumann sieht die Bremer vor richtungweisenden Wochen. © imago images/Nordphoto
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Acht Niederlagen stehen für Werder Bremen und Trainer Florian Kohfeldt aus den vergangenen zehn Spielen zu Buche. Der Chefcoach steht für Sportchef Frank Baumann trotz der miserablen Bilanz der letzten Wochen nicht zur Disposition. Der 44-Jährige schickte dennoch eine deutliche Warnung an die SVW-Profis.

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Für Trainer Florian Kohfeldt brechen nach der neuerlichen Niederlage von Werder Bremen stürmische Zeiten an. Von den letzten zehn Spielen haben die Bremer acht verloren, nach der 0:3-Heimpleite gegen die TSG Hoffenheim ging auch die Partie beim FC Augsburg schlecht aus. Das 1:2 nach zwischenzeitlicher 1:0-Führung ist im Kampf um den Klassenerhalt ein übler Schlag in die Magengrube. Der Druck auf den 37-jährigen Trainer - bisher überschaubar - dürfte sich nach der neuerlichen Niederlage steigern.

Die Zahlen der Bremer Krise sind erschreckend. Lediglich sechs Punkte konnte der SVW bei den letzten zehn Auftritten einsammeln, in der Tabelle kommen die Hanseaten einfach nicht aus dem Keller heraus. Schlusslicht Paderborn könnte am Sonntag mit einem Sieg vorbeiziehen. Vor dem Pokal-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund und dem Kellerduell mit Union Berlin am Wochenende hat Sportchef Frank Baumann klare Worte gefunden.

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Werder-Boss Baumann: "Die Gesamtsituation ist dramatisch"

"Die Gesamtsituation ist dramatisch", sagte der 44-Jährige bei Sky. "Ich fühle sehr viel Enttäuschung. Wir hatten uns viel vorgenommen", erklärte er mit Blick auf das Spiel gegen Augsburg. Der SVW war durch ein Ping-Pong-Eigentor von Jedvaj in der 23. Minute in Führung gegangen, im zweiten Durchgang schossen Florian Niederlechner (67.) und Ruben Vargas (82.) den FCA aber zum verdienten Sieg.

Eine mögliche Entlassung von Kohfeldt, der seit November 2017 Chefcoach an der Weser ist, steht für den Geschäftsführer Sport nicht zur Debatte. "Man hat wieder gesehen, dass ein klarer Plan da war, der erste Halbzeit komplett aufgegangen ist. Wir haben keine Zweifel an Florian", sagte Baumann. "Wir haben die volle Überzeugung mit Florian." Für Kohfeldt kommt ein Weglaufen aus der Situation nicht infrage. "Natürlich kann ich nachvollziehen, dass die Fans sich Sorgen machen. Jeder kann sich sicher sein, dass ich mich selber extrem kritisch hinterfrage", versicherte der Trainer.

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Die Werder-Krise sieht Baumann nicht auf einen Faktor beschränkt. "Wir haben nicht den einen Ansatzpunkt, wo wir sagen können, da greifen wir an und schon wird alles besser. Wir erreichen nicht unser bestes Niveau", sagte der Ex-Profi der Bremer. "Es ist unnötig, dass wir uns in Führung liegend auskontern lassen. Wir geben die Chancen für den Gegner zu leicht her. Und gleichzeitig sind wir in der Offensive nicht mutig genug im eigenen Ballbesitz."

"Wir können nicht sagen, irgendwann wird das schon"

Die aus Baumanns Sicht "dramatische Situation" bedeute zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch gar nichts. Baumann: "Wir haben noch genügend Zeit das zu regeln. Wir können aber nicht einfach sagen, irgendwann wird das schon. Sondern wir müssen uns das sehr zu Herzen nehmen. Am Samstag gegen Union gilt nur ein Sieg – egal wie." Sonst droht Werder nicht nur der Absturz ans Tabellenende, sondern auch Kohfeldt könnte das Aus drohen - auch wenn Baumann das jetzt noch nicht zur Debatte stellt.

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