17. Dezember 2019 / 21:26 Uhr

Werder Bremen hält trotz Debakel gegen Mainz an Trainer Florian Kohfeldt fest: "Keine Diskussionen"

Werder Bremen hält trotz Debakel gegen Mainz an Trainer Florian Kohfeldt fest: "Keine Diskussionen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder Bremen hält trotz der peinlichen Niederlage gegen Mainz 05 an Trainer Florian Kohfeldt fest.
Werder Bremen hält trotz der peinlichen Niederlage gegen Mainz 05 an Trainer Florian Kohfeldt fest. © imago images/Nordphoto
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Die deutliche Heimniederlage gegen Mainz 05 und eine erschreckend schwache Leistung hat keine unmittelbaren Konsequenzen für Trainer Florian Kohfeldt. Der SVW hält weiterhin am 37-jährigen Chefcoach fest.

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Trotz einer erschreckend schwachen Heim-Leistung und der zweiten deutlichen Pleite in Folge beim 0:5 (0:4) gegen Mainz 05 hält Werder Bremen an Trainer Florian Kohfeldt fest. Das bekräftigte SVW-Geschäftsführer Frank Baumann unmittelbar nach Abpfiff - und fügte seinem Treue-Gelöbnis von vor dem Spiel gleich noch eine Jobgarantie zu. "Es gibt über Florian keine Diskussionen, weil wir jeden Tag sehen, wie er mit der Mannschaft arbeitet, wie er die Mannschaft einstellt", sagte der Ex-Profi bei Sky.

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Der ins Team zurückgekehrte Kapitän Niklas Moisander war völlig am Boden zerstört. „Das war eine Schande. Ich habe so eine Serie noch nie mitgemacht“, sagte der Finne nach der fünften Niederlage der Bremer im sechsten Spiel der Bundesliga. „Wir haben nichts gezeigt als Team.“ Von den letzten zwölf Spielen konnte Werder nur ein einziges gewinnen. Die Krise nimmt nun immer dramatischere Züge an - in dieser Verfassung wird es das Team von Kohfeldt sehr schwer haben, den Abstieg zu vermeiden. Die groß angekündigte Wiedergutmachung für das 1:6-Desaster bei Bayern München am Samstag blieb nach einer über 90 Minuten völlig verängstigten und emotions- sowie leidenschaftslosen Vorstellung aus.

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Die martialische Rhetorik von Kohfeldt half Werder nicht - im Gegenteil

Kohfeldt hatte angesichts der prekären Situation vor der Partie in für ihn ungewohnter Manier mit martialischer Rhetorik versucht, sein Team im Abstiegskampf endlich wachzurütteln. „Das allerletzte Prozent im Zweikampf, vielleicht auch mal eine eigene Verletzung zu riskieren oder das Tor wirklich ein Stück weit mit dem eigenen Leben zu verteidigen: Das sind Dinge, die ich noch mal etwas stärker in den Vordergrund gerückt habe“, hatte der Werder-Coach gesagt.

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Doch seine Spieler folgten ihm nicht. Trotz der fünften Niederlage in den vergangenen sechs Spielen muss der Coach an der Weser nach wie vor aber nicht um seinen Job bangen, sondern soll das total verunsicherte Team in der Winterpause wieder aufbauen. Werder-Geschäftsführer Frank Baumann hatte dies vor der Partie im Pay-TV-Sender Sky noch einmal unmissverständlich deutlich gemacht. „Ich brauche ihm aber auch nicht jeden Tag zu sagen, dass wir Vertrauen in ihn haben“, sagte Baumann.


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Kohfeldt ist seit November 2017 Trainer an der Weser, eine so heftige Krise wie derzeit gab es in dieser Zeit nicht. Der Vertrag des gebürtigen Siegeners läuft noch bis 2023. Für Werder geht es am Wochenende zum nächsten Abstiegsduell nach Köln. In dieser Verfassung ist auch dort nur das Schlimmste für die Grün-Weißen zu erwarten.