08. Februar 2020 / 18:48 Uhr

Werder Bremen kassiert gegen Union fünfte Heim-Niederlage in Folge: "Situation ist dramatisch"

Werder Bremen kassiert gegen Union fünfte Heim-Niederlage in Folge: "Situation ist dramatisch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder Bremen musste in den letzten elf Bundesliga-Spielen neun Niederlagen hinnehmen. Trainer Florian Kohfeldt (r.) bleibt allerdings kämpferisch.
Werder Bremen musste in den letzten elf Bundesliga-Spielen neun Niederlagen hinnehmen. Trainer Florian Kohfeldt (r.) bleibt allerdings kämpferisch. © Getty
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Nach dem Pokal-Hoch ist Werder Bremen in der Bundesliga wieder auf dem Boden der Realität angekommen. Die Pleite gegen Union Berlin war bereits die fünfte Heim-Niederlage in Folge - und die neunte insgesamt in den letzten elf Spielen. SVW-Boss Frank Baumann spricht Trainer Florian Kohfeldt dennoch weiter das Vertrauen aus.

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Der Sieg im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund sollte für Werder Bremen eine Trendwende einläuten - nach einer in vielerlei Hinsicht vollkommen enttäuschenden Saison. Doch schon im ersten Spiel seit der emotionalen Pokal-Nacht ist im Weserstadion wieder business as usual eingekehrt. Das unterm Strich verdiente 0:2 gegen Union Berlin bedeutete nicht nur die neunte Niederlage in den letzten elf Spielen, sondern auch die fünfte Heimpleite in Folge. Alarmierende Zahlen, die auch Trainer Florian Kohfeldt umtreiben.

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"Es ist nicht gut, was wir in der Liga machen", haderte der 37-Jährige, der sich auf die Rückendeckung der Werder-Bosse bisher verlassen konnte, bei Sky. "Wir sind in einer dramatischen Situation in der Liga, weil wir lange nicht gepunktet haben, unsere Heimspiele nicht gewinnen und es auch einfach nicht erzwingen." Sein Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt zeigte sich in der ARD kämpferisch. "Natürlich ist die Situation ernst, aber wir sind doch noch nicht abgestiegen. Wir dürfen jetzt nicht rumheulen oder Ausreden suchen, sondern müssen gewinnen."

Bittere Kohfeldt-Erkenntnis: "Wir haben es mit uns machen lassen"

Gewinnen - dafür war eigentlich die Partie gegen Union Berlin die perfekte Gelegenheit. Die Berliner hatten zwar im Pokal gegen Verl gewonnen, waren zuvor aber gegen den BVB mit 0:5 untergegangen. Doch Kohfeldts Matchplan ging schief, Werder zeigte nicht die Intensität aus dem Pokalspiel und war überhaupt kaum wiederzuerkennen. Die Gäste nutzten das eiskalt - und konterten Bremen einfach aus.

Kohfeldt ärgerte sich über seine Mannschaft. "Wir sind rein fußballerisch gescheitert an unserer Konterabsicherung, die unterirdisch war", sagte der Coach, der 2017 von Alexander Nouri übernahm. "Wir sind auch daran gescheitert, dass wir es nicht erzwingen wollten. Es war eine lahme Veranstaltung. Das war der Plan von Union Berlin, aber wir wollten Feuer hier haben." Die bittere Erkenntnis: "Wir haben es mit uns machen lassen..."

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Baumann schließt Kohfeldt-Entlassung weiter aus

Langsam dürfte auch die Luft für Kohfeldt dünn werden. Geschäftsführer Frank Baumann, zuletzt klipp und klar an der Seite seines Trainers, stand nach Schlusspfiff lange mit versteinerter Miene an der SVW-Bank. Die Bremer, die eigentlich die Europa League als Ziel ausgegeben hatten, rutschten auf den vorletzten Platz ab. Dennoch will Baumann weiterhin an Kohfeldt festhalten. "Das brauchen wir jetzt nicht nach jedem Spiel zu wiederholen. Das steht", sagte Baumann.

Stattdessen wollen die Verantwortlichen an der Weser nun die ein weiteres Mal enttäuschenden Spieler in die Pflicht nehmen. "Ich habe relativ wenig Verständnis für die heutige Leistung“, sagte Baumann. "Das ist auch eine Frage von Haltung", sagte der enttäuschte Kohfeldt. "Die gesamten 90 Minuten waren schlecht."

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