04. Dezember 2020 / 14:29 Uhr

Zoff zwischen Baumann und Wontorra: Werder-Boss schießt wegen Kritik gegen Ex-Moderator

Zoff zwischen Baumann und Wontorra: Werder-Boss schießt wegen Kritik gegen Ex-Moderator

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Frank Baumann (links) und Jörg Wontorra liefern sich ein Wortduell.
Frank Baumann (links) und Jörg Wontorra liefern sich ein Wortduell. © imago images/Nordphoto
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Bei Werder Bremen wird es plötzlich ungemütlich! Zwischen Geschäftsführer Frank Baumann und Ex-Moderator Jörg Wontorra, der in den Aufsichtsrat drängt, gibt es einen öffentlich ausgetragenen Streit. Wontorra kritisierte die Klub-Boss, ausdrücklich aber nicht Baumann - doch der setzt sich dennoch zur Wehr.

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Sportchef Frank Baumann von Werder Bremen hat am Freitag auf die Aussagen von Jörg Wontorra reagiert. Der ehemalige Moderator, der für einen Posten im Aufsichtsrat des Bundesligisten kandidiert, hatte die Klub-Bosse angegriffen. Die Kritik an der Geschäftsführung sei "an den Haaren herbeigezogen". Baumann sagte: "Es ist schwer, wenn sich Außenstehende, die keinen Einblick in die Interna haben, dementsprechend äußern." Der 45-Jährige bot Wontorra ein Gespräch an. "Wonti hat sich in den letzten zwei Jahren dementsprechend nicht bei mir gemeldet", sagte er: "Wenn er sich gemeldet hat, dann für Freikarten für den VIP-Bereich."

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Die Wahlen zum neuen Aufsichtsgremium sollen auf der coronabedingt verschobenen Mitgliederversammlung voraussichtlich im April 2021 stattfinden. Bisher wird das Kontrollorgan von Marco Bode angeführt. Fernsehjournalist Wontorra hat nun seinen Hut in den Ring geworfen. Der 72-Jährige bestätigte dem Onlineportal deichstube.de seine Kandidatur. "Ich fühle mich sehr geehrt, dass Vertreter von mehreren Werder-Fan-Gruppierungen, die sich zusammengeschlossen haben, an mich herangetreten sind und mich gebeten haben, für den Aufsichtsrat zu kandidieren", sagte Wontorra, der die satzungsmäßig notwendige Unterstützung von mindestens 50 Mitgliedern bereits erhalten hat.

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Abgesehen von Sportchef Baumann übte der frühere Sky-Journalist heftige Kritik an der Geschäftsführung um Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald. "Bei Werder sitzen viele in ihrer Komfortzone und wollen nur ihren Status verteidigen. Sie sind damit zufrieden, nur irgendwie in der Bundesliga zu bleiben. Die Geschäftsführung ist nicht optimal aufgestellt. Da fehlt es an Kompetenz“, sagte er.

Wontorra will Kurswechsel bei Werder

Mit Wontorra und der "Gruppe besorgter Vereinsmitglieder", zu denen unter anderen die früheren Werder-Verantwortlichen Klaus-Dieter Fischer, Willi Lemke und Manfred Müller gehören, soll der viermalige deutsche Meister einen Kurswechsel vollziehen. "Werder Bremen war mal der zweitbeste Klub in Deutschland. Jetzt gehören wir nur noch in die Kategorie Mainz, Augsburg oder Freiburg. Damit darf man sich nicht zufrieden geben", monierte der Ex-Sky-Mann.