30. September 2021 / 19:18 Uhr

Gegen Heidenheim: Werder-Trainer Anfang bangt um Bittencourt und Agu - Freude auf mehr Fans

Gegen Heidenheim: Werder-Trainer Anfang bangt um Bittencourt und Agu - Freude auf mehr Fans

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder Bremen und Trainer Markus Anfang können gegen den 1. FC Heidenheim mehr Fans im Weserstadion begrüßen.
Werder Bremen und Trainer Markus Anfang können gegen den 1. FC Heidenheim mehr Fans im Weserstadion begrüßen. © IMAGO/Jan Huebner
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Zum Spiel gegen Heidenheim kann das Weserstadion als erstes Stadion in Deutschland voll ausgelastet werden. Markus Anfang und Clemens Fritz freuen sich auf zahlreiche Fans in Grün-Weiß - auch wenn das Stadion wohl nicht ausverkauft sein wird.

Die Stimmung bei Markus Anfang ist bereits gut, die Atmosphäre im Weserstadion soll am Freitag noch besser werden. Mit der Rückkehr der lautstarken Ultra-Fangruppierungen will Fußball-Zweitligist Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim (18.30 Uhr, Sky) endlich wieder Punkte holen. „Sie können einen kleinen Kick geben“, sagte Clemens Fritz, Leiter Profifußball, am Donnerstag. Als erster Profi-Verein dürfen die Norddeutschen die volle Stadion- Kapazität nutzen. Erwartet werden rund 30.000 Zuschauer in der 42.100 Plätze fassenden Arena.

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Nach zwei Enttäuschungen im Nordderby gegen den HSV (0:2) und zuletzt bei Dynamo Dresden (0:3) ist der Bundesliga-Absteiger nur noch Mittelmaß. Elf Punkte nach acht Partien und Platz zehn sprechen nicht gerade für einen guten Start, geschweige denn für eine Euphorie. Die erstmalige Möglichkeit zur Vollauslastung der Bremer Arena nach Beginn der Corona-Pandemie soll nun jedoch den von Fritz erhofften Schub geben. „Wir sind über jeden Zuschauer dankbar“, erklärte Werder-Trainer Anfang, kündigte aber auch an: „Wir sind aber dafür verantwortlich, den Funken auf die Tribüne überspringen zu lassen.“

Ultras kehren zurück ins Weserstadion

In Bremen gilt für die grün-weißen Anhänger am Freitag zum ersten Mal der 2G-Status: Sie müssen geimpft oder genesen sein, um in das Stadion gelassen zu werden. Die Umstellung auf das 2G-Modell war die Voraussetzung dafür, dass dem Club auch die Zulassung von Stehplätzen wieder erlaubt wurde. Die Hanseaten können auf vollständige Unterstützung bauen, denn nach Angaben der Bremer werden nur rund 30 Fans aus Heidenheim erwartet.

Erstmals seit Februar 2020 wird Werder dabei von Bremer Ultras unterstützt. Sie boykottierten zuvor mögliche Stadion-Besuche aufgrund von fehlenden Stehplätzen, des Ausschlusses von Gästefans und dem Personalisieren der Eintrittskarten. „Wir wollen zusammen einen unvergesslichen und möglichst sorgenfreien Abend in der Ostkurve verbringen“, heißt es in der Ankündigung der drei Gruppierungen Infamous Youth, Caillera Ultras und Ultra' Boys Bremen. „Wir freuen uns darüber besonders“, erklärte Ex-Nationalspieler Fritz.

Kapitän Ömer Toprak fehlt Werder weiterhin

Auf Kapitän Ömer Toprak müssen die Anhänger und auch Trainer Anfang weiterhin verzichten. Der Abwehrchef leidet weiterhin an Wadenproblemen. Ob die lange ausgefallenen Leonardo Bittencourt und Felix Agu gegen Heidenheim schon dabei sein werden, ist fraglich. Vor allem Agu darf sich zumindest Hoffnung auf einen Kader-Platz machen.

Nach den beiden Rückschlägen der vergangenen Wochen fordert Fritz, dass die Bremer Mannschaft ein „stückweit brennen“ werde. Dadurch würde auch die Unterstützung sofort da sein, was auch der zuletzt verunsicherten Bremer Elf helfen würde. „Es liegt an uns, die Fans mitzunehmen und dementsprechend für eine positive Atmosphäre zu sorgen“, betonte Anfang.