07. Juni 2020 / 16:44 Uhr

Werder Bremen nach Heimpleite gegen Wolfsburg am Abgrund - Klaassen: "Wird immer schlimmer"

Werder Bremen nach Heimpleite gegen Wolfsburg am Abgrund - Klaassen: "Wird immer schlimmer"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Profi Davy Klaassen warnt vor einem schwierigen Kampf um den Klassenerhalt.
Werder-Profi Davy Klaassen warnt vor einem schwierigen Kampf um den Klassenerhalt. © gumzmedia/nordphoto/Pool via xim.gs
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Der Abstieg von Werder Bremen aus der Bundesliga rückt immer näher. Nach über neun Monaten ohne Heimsieg verliert der Tabellenvorletzte am Sonntag auch zu Hause gegen den VfL Wolfsburg mit 0:1. Die Spiele werden immer weniger, die Fehler auch nicht - die Spieler glauben aber noch an die Rettung.

Für Werder Bremen rückt der Abstieg aus der Bundesliga immer näher. Vier Tage nach dem 0:3 im Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt verlor der Tabellenvorletzte auch das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 0:1. 80 Minuten lang hielten die Bremer ordentlich mit, doch auch an diesem Sonntag stellten sie die großen Schwächen dieser Saison nicht entscheidend ab. Vorne war Werder zu harmlos, hinten wurde Wolfsburgs Wout Weghorst bei seinem Siegtor in der 82. Minute kaum gestört. "Es wird immer schlimmer", sagte Werders Davy Klaassen. "Wenn wir nicht gewinnen, dann wird es immer schwerer, die Klasse zu halten."

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Im eigenen Stadion sind die Bremer seit mehr als neun Monaten ohne Sieg. In der Konsequenz verpassten sie es am Sonntag, nach Punkten wenigstens mit Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz gleichzuziehen. Mainz 05 auf dem ersten direkten Nicht-Abstiegsplatz ist jetzt schon sechs Punkte entfernt. "Das ist enttäuschend, aber alles ist noch möglich. Wir haben nur drei Punkte bis Düsseldorf, wir geben alles bis zum Ende", sagte Kapitän Niklas Moisander. Klaassen ergänzte, dass er "immer noch" an den Klassenerhalt glaube, "auch wenn heute wieder eine Enttäuschung war".

Kohfeldt: Relegation ist "realistisches Ziel"

Hoffnung macht jetzt nur noch das vermeintlich lösbare Restprogramm an den letzten vier Spieltagen. Zwar geht es im nächsten Heimspiel gegen den alten und wahrscheinlich auch neuen Deutschen Meister Bayern München. Doch die anderen drei Gegner heißen SC Paderborn, Mainz 05 und am letzten Spieltag 1. FC Köln. "Wir haben jetzt eine Woche, wir müssen uns sammeln und wir haben vier Spiele, um wahrscheinlich das realistische Ziel Relegation zu erreichen", sagte Bremen-Trainer Florian Kohfeldt.

Wolfsburg dagegen rückte durch diesen Sieg wieder auf den sechsten Platz vor und hat die erneute Qualifikation für die Europa League weiter in der eigenen Hand. "Werder hat alles in die Waagschale geworden und war sehr aggressiv. Das war nicht ganz einfach für uns, aber wir haben diesen Test heute bestanden", sagte Maximilian Arnold.

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Kohfeldt nach Werder-Niederlage: "Die Jungs haben alles reingeworfen"

Werder hielt das Spiel ausgeglichen und hatte durch die beiden Ersatzstürmer Joshua Sargent (24.) und Yuya Osako (31.) auch zwei gute Möglichkeiten. Doch bei den Bremern läuft das in dieser Saison eben so: Haben sie ein Problem (hinten) vermeintlich in den Griff bekommen, tut sich an anderer Stelle (vorne) gleich ein anderes auf. In dieser Besetzung war Werder im Angriff zu harmlos. Denn im gegnerischen Strafraum kam die Mannschaft kaum einmal zum Abschluss. "Wir haben im letzten Drittel nicht die Durchschlagskraft gehabt klare Chancen zu kreieren oder noch mehr klare Chancen zu kreieren, da gab es gute Möglichkeiten, das haben wir leider nicht geschafft", konstatierte Kohfeldt.

Dennoch war der zuletzt immer wieder unter Beschuss geratene Werder-Coach mit der Mentalität seines Teams nicht unzufrieden. "Die Jungs haben alles reingeworfen. Kampf, Leidenschaft, Einstellung, wie sie gegen den Ball gegangen sind", zählte Kohfeldt auf.

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