27. Dezember 2019 / 20:19 Uhr

Schießbude Werder Bremen: Kevin Vogt und Jannik Vestergaard als Neuzugänge gehandelt

Schießbude Werder Bremen: Kevin Vogt und Jannik Vestergaard als Neuzugänge gehandelt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kevin Vogt und Jannik Vestergaard: Nur zwei mögliche Neuzugänge für die Abwehr von Werder Bremen.
Kevin Vogt und Jannik Vestergaard: Nur zwei mögliche Neuzugänge für die Abwehr von Werder Bremen. © Getty
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41 Tore kassierte Werder Bremen in den bisherigen 17 Bundesliga-Spielen - kein Klub musste den Ball häufiger aus dem eigenen Netz holen. Nun muss Geschäftsführer Frank Baumann reagieren, auch wenn er dafür nicht viel Geld zur Verfügung hat. An der Weser werden zwei prominente Kandidaten für die Innenverteidigung gehandelt.

Die Defensive ist das große Sorgenkind von Werder Bremen: Schon 41 Gegentore kassierte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt in den 17 Spielen der Hinrunde - Werder ist die Schießbude der Bundesliga. Kein Wunder, dass Werder-Boss Frank Baumann vor allem an die Abwehr denkt, wenn er Neuzugänge in der Winterpause nicht ausschließt.

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Werder ist nach dem freien Fall der letzten Wochen Tabellenvorletzter, muss handeln. Rund ums Weserstadion wird über Namen diskutiert - wer könnte der schwachen SVW-Abwehr die dringend nötige Stabilität verleihen? Laut Bild wird über zwei Spieler konkret nachgedacht: Den früheren Werder-Hünen Jannik Vestergaard (2015/16 an der Weser), der beim FC Southampton unter Trainer Ralph Hasenhüttl seit Wochen außen vor ist, und Kevin Vogt, der sein Amt als Kapitän der TSG Hoffenheim kürzlich niedergelegt hat - womit er Gerüchte über einen Abschied in der Winterpause befeuerte.

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Werder-Boss Baumann: "Großer Transfer finanziell eher nicht möglich"

Offen bleibt, wie Werder entsprechende Wechsel finanzieren will. "Wir haben nicht den Erstzugriff bei vielen Transfers, das ist nun mal so, weil bei Transfers finanzielle Dinge immer eine Rolle spielen", sagte Kohfeldt nach den zuletzt ernüchternden Spielen gegen Paderborn (0:1), FC Bayern (1:6), Mainz (0:5) und Köln, das mit 0:1 verloren ging. "Deshalb müssen wir sehr clever agieren. Aber natürlich ist das Bestreben, so früh wie möglich zu reagieren."

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Die Bremer beginnt am 3. Januar mit der Vorbereitung auf die Rückrunde, das Transferfenster öffnet zwei Tage früher. Bei Vogt und Vestergaard wären allenfalls Leihen mit Kaufoption denkbar, ein unmittelbarer Kauf dürfte aufgrund der hohen Ablöseforderungen von Hoffenheim und Southampton wohl ausscheiden - zu hoch sind die Marktwerte von Vogt (laut transfermarkt 10 Mio.) und Vestergaard, der sogar acht Millionen Euro mehr wert ist als sein ein Jahr älterer Kollege von der TSG.

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"Eines ist klar: Ein großer Transfer ist finanziell eher nicht möglich", räumte Baumann kürzlich gegenüber der NWZ ein. "Ein Kauf ist immer schöner, aber zuvorderst muss der Transfer Sinn ergeben. Die Spieler müssen Elemente besitzen, die uns besser machen." Immerhin: Das dürfte sowohl bei Vogt als auch bei Vestergaard der Fall sein.