26. Januar 2020 / 18:43 Uhr

Werder Bremen nach nächster Heim-Pleite gegen Hoffenheim alarmiert – Vogt: Ergebnis "komplett daneben"

Werder Bremen nach nächster Heim-Pleite gegen Hoffenheim alarmiert – Vogt: Ergebnis "komplett daneben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frust an der Weser: Werder Bremen kommt im eigenen Stadion nicht aus der Ergebniskrise. 
Frust an der Weser: Werder Bremen kommt im eigenen Stadion nicht aus der Ergebniskrise.  © dpa/imago images
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Werder Bremen kommt einfach nicht aus der Krise - und scheint angesichts der eklatant schwachen Heimform zunehmend ratlos. Trainer Florian Kohfeldt entschuldigte sich nach der siebten Niederlage im neunten Spiel bei den Fans.

Das Weserstadion leerte sich schon lange vor dem Abpfiff. Mit 0:3 unterlag Werder Bremen im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim, verpasste nach dem knappen 1:0 in Düsseldorf in der Vorwoche einen weiteren möglichen Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Nach ersten Pfiffen wurde die Mannschaft von den Fans trotzdem mit Applaus bedacht. Der Druck auf Trainer Florian Kohfeldt, nach einer schwachen Hinrunde ohnehin schon groß, dürfte in den kommenden Tagen trotzdem nicht abnehmen - zu schlecht war erneut die Leistung der Bremer Spieler. Statt die Europapokal-Plätze anzustreben, wie vor der Saison angekündigt, steckt der SVW mitten im Abstiegskampf. Alarmierend: Kohfeldts Warnung vor einem möglichen Abstieg scheint nicht bis zur Mannschaft durchgedrungen zu sein.

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Kohfeldt entschuldigte sich bei den Fans. "Wir waren 60 Minuten das bessere Team, haben aber im letzten Drittel die falschen Entscheidungen getroffen", erklärte der angeschlagene Chefcoach, der von den letzten neun Spielen sieben verlor. "Es war heute ein Rückschlag, es tut mir leid für die Fans. Wir wussten, dass Rückschläge kommen. Wir müssen diese jetzt in Ruhe analysieren." Die nächsten Aufgaben: Ein Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten FC Augsburg und nach dem Pokal-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund das Heimspiel gegen Union Berlin. Punkte sind Pflicht.

Werder-Neuzugang Vogt: "Das Ergebnis ist komplett daneben"

Die Spieler zeigten sich trotz der einmal mehr enttäuschenden Leistung überraschend zuversichtlich. "Wir müssen weitermachen, auf uns warten zwei ganz wichtige Spiele", sagte Mittelfeldspieler Davy Klaassen, der ein Eigentor verschuldete.

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Pechvogel Klaassen: "Nur Vertrauen zu haben reicht nicht"

Eklatant ist die Heimschwäche der Bremer, die in der einstigen "Festung Weserstadion" erst fünf Punkte sammeln konnten und auf dem letzten Platz der Heimtabelle stehen. Sechs Spiele gingen daheim verloren. Kevin Vogt, der gegen seinen Ex-Klub zum Heimdebüt kam, fand "das Ergebnis komplett daneben". Er sei dennoch "positiv gestimmt", sagte der Abwehrspieler, bis zur Winterpause noch TSG-Kapitän.

Unklar ist, ob Werder die avisierte Wende mit Trainer Florian Kohfeldt hinbekommt. Der 37-Jährige ist inzwischen seit Dezember 2017 Trainer an der Weser und sitzt nach Aussagen der Werder-Bosse fest im Sattel. Die katastrophale Heim-Form und die kollektive, defensive Selbstaufgabe bei den Gegentoren lassen allerdings zunehmend Zweifel aufkommen, ob Kohfeldt die Mannschaft noch im Griff hat. Klaassen: "Wir müssen unseren Fußball verbessern, uns fehlt der letzte Schritt. Wir haben alle Vertrauen - aber nur Vertrauen zu haben ist nicht genug."