12. Februar 2020 / 16:06 Uhr

Kuriose Maßnahme: Ex-Werder-Kapitän Clemens Fritz soll Kohfeldt aus der Krise helfen 

Kuriose Maßnahme: Ex-Werder-Kapitän Clemens Fritz soll Kohfeldt aus der Krise helfen 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Florian Kohlfeldt (M.) setzt in der Krise auf die Erfahrung von Clemens Fritz (r.). 
Florian Kohlfeldt (M.) setzt in der Krise auf die Erfahrung von Clemens Fritz (r.).  © imago images/Team 2/Nordphoto/Montage
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Um Werder Bremen aus der Krise zu führen, setzt Coach Florian Kohfeldt auf einen ehemaligen Profi. Clemens Fritz, aktuell Chef-Scout bei den Grün-Weißen, soll in Gesprächen dabei helfen, die Spieler auf die schwere Partie gegen RB Leipzig und den Abstiegskampf einzuschwören

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Florian Kohfeldt lässt im Abstiegskampf nichts unversucht. Kurz-Trainingslager, ganz konkrete Handlungsanweisungen für seine Bremer und die Erfahrung eines früheren Nationalspielers sollen dabei helfen, endlich die nötigen Punkte im Rennen um den Klassenverbleib zu holen. Vor dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig (Samstag 15.30 Uhr/Sky) will Kohfeldt intensiv und ohne "Störfaktoren" mit den verunsicherten und zuletzt erschreckend schwachen Werder-Profis in Sachsen arbeiten. Ein Mosaikstein, der zum Erfolg beitragen soll, ist dabei Clemens Fritz.

Der frühere Werder-Kapitän und EM-Teilnehmer 2008 soll in Gesprächen dabei helfen, die Spieler auf die schwere Partie und den Abstiegskampf einzuschwören. "Clemens ist sehr erfahren, was solche Situationen angeht", sagte Kohfeldt am Mittwoch kurz vor dem Aufbruch nach Leipzig. "Er hat als Kapitän diese Phasen häufig durchgemacht. Ich erhoffe mir, dass er nochmal eine Perspektive reinbringt, die eine beratende und mitnehmende Funktion für die Spieler haben kann."

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Werder hofft auf Einsatz von Gebre Selassie

Der 39-Jährige, der derzeit die Scouting-Abteilung des Tabellenvorletzten leitet, sei ein Mann der klaren Ansprache, so Kohfeldt. "Das ist eine Ebene, die uns helfen kann. Das ist etwas anderes, als wenn ein Trainer mit den Spielern redet." Auch Team-Psychologe Andreas Marlovits ist in Leipzig dabei, um die Mannschaft zu unterstützen.

Mithelfen kann in Leipzig nach längerer Pause wohl auch wieder der zuletzt schmerzlich vermisste Außenverteidiger Theodor Gebre Selassie. "Ich fühle mich fit, aber ich kann noch nicht sagen, für wie viel es am Wochenende schon reicht", sagte der 33-Jährige, der in der Bundesliga zuletzt am 14. Dezember 2019 bei der 1:6-Niederlage in München für Werder auflief.

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Die Rückkehr des Tschechen gibt Kohfeldt neue taktische Möglichkeiten. Anstelle der zuletzt gespielten Dreierkette sei nun auch die Viererkette wieder eine "gleichberechtigte" Abwehrvariante, sagte der Coach. In Bezug auf Kapitän Niklas Moisander gab er Entwarnung. Der 34-Jährige, der zuletzt nicht trainiert hatte, sei bei "normalem Verlauf einsatzbereit", sagte Kohfeldt.

Durch das Trainingslager wolle er unter anderem das Gemeinschaftsgefühl und die Stabilität der Mannschaft stärken, erklärte er. "Viel zu häufig werfen uns in Spielen kleine Momente zurück", sagte er. Damit das nicht mehr passiert, will er seinen Schützlingen konkrete Handlungsanweisungen geben, was sie nach Gegentoren oder anderen Rückschlägen tun sollen.

Nach Pleite gegen Union: Kohfeldt gibt sich kämpferisch

Auch wenn Werder in Leipzig krasser Außenseiter ist und Kohfeldt einen Gegner in Topform erwartet, sieht der Coach gegen die aktive und offensive Spielweise der Sachsen Chancen für sein Team. Vor der extrem bitteren 0:2-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Union Berlin zeigten die Bremer im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund, dass sie an guten Tagen auch mit einer Spitzenmannschaft mithalten können.

"Wir haben noch 13 Spiele, das sind 13 Chancen für uns. Das muss in jeden Kopf rein", sagte Kohfeldt. Hoffnungsträger Gebre Selassie formulierte es so: "Es gibt nur noch Endspiele. Die Situation ist sehr ernst. Wir müssen das - egal gegen wen wir spielen - so angehen wie gegen Dortmund."

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