21. November 2020 / 11:43 Uhr

Talentschmiede Werder Bremen: Diese 5 Youngster können den Sprung zu den Profis schaffen

Talentschmiede Werder Bremen: Diese 5 Youngster können den Sprung zu den Profis schaffen

Eric Zimmer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Werder-Nachwuchs lässt auf eine große Zukunft hoffen.
Der Werder-Nachwuchs lässt auf eine große Zukunft hoffen. © Getty Images/imago images/foto2press (Montage)
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Weil der finanzielle Spielraum beim SV Werder Bremen gering ist, soll die Nachwuchsarbeit langfristig Erfolg bringen. Für Talente sind die Hanseaten eine erstklassige Adresse, wie sogar der FC Bayern anerkennt. Der SPORTBUZZER zeigt fünf Werder-Youngster, die den Sprung zu den Profis schaffen könnten.

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"Hier werden Stars gemacht und nicht gekauft", heißt es im Song "Wir sind Werder Bremen" von der Band Afterburner. Und beim Bundesligisten wären sie bestimmt froh, wenn diese Zeile bald wieder zutrifft. Warum? Weil Einkaufen auf dem Transfermarkt eh kaum machbar ist für die klammen Hanseaten. Es müssen eigene Stars gebacken werden, wenn Werder nach den Krisenjahren wieder dauerhaft in ruhigen Gewässern mitspielen will.

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Wie die Bremer in Sachen Nachwuchs aufgestellt sind? Verblüffend gut! Das erkennen sie auch beim kommenden Gegner FC Bayern (Samstag, 15.30 Uhr, Sky). Der Münchner Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zum Weser-Kurier: "Werder Bremen ist eine sehr gute Adresse für Talente. Die Klubführung und das gesamte Umfeld sorgen dafür, dass sich junge Spieler in Bremen entwickeln können." Der SPORTBUZZER zeigt fünf vielversprechende Bremer Talente.

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Eren Dinkci

Der 18 Jahre alte Mittelstürmer sorgte in der Saison 2019/2020 in Werders U19 für Furore, schoss in 20 Spielen in der Bundesliga Nord/Nordost 22 Tore und gab ein Dutzend Vorlagen. Im Sommer berichtete Sky, dass Juventus Turin die Angel in Richtung des deutschen U20-Nationalspielers ausgeworfen habe. Sei es drum. Dinkci ist noch Bremer, ist in die U23 aufgerückt (bislang sieben Tore und zwei Vorlagen in acht Regionalliga-Spielen) und gilt als heißer Kandidat für einen Profivertrag.

Abdenego Nankishi

"Seine Waffe ist seine Geschwindigkeit", sagt Profitrainer Florian Kohfeldt über Nankishi. Vergangene Woche im Test der Bundesliga-Garde gegen Zweitligist St. Pauli (2:4) traf der 18-Jährige, nachdem er vier Gegenspieler abgekocht hatte. "Er hat sich vor allem nicht davon irritieren lassen, dass alle gerufen haben: Spiel ab! Den wollte er unbedingt machen", sagte Kohfeld danach. In Werders U14 legte der Linksaußen am Osterdeich los, mittlerweile ist der deutsche U19-Nationalspieler U23-Stammkraft.


Jascha Brandt

Sein Bruder Julian (24, Borussia Dortmund) wurde einst von Werder um die Ecke beim FC Oberneuland übersehen, 2011 schnappte der VfL Wolfsburg zu. Bei Jascha Brandt hat Werder aufgepasst und ihn 2018 vom SC Borgfeld in die Jugend geholt. Jüngst durfte er dann auch mal bei der Profis mitüben. "Wir wollen Jascha damit zeigen, dass wir ihn im Blick haben. Der Junge hat bei uns bisher eine gute Entwicklung genommen“, sagte Kohfeldt gegenüber dem Portal DeichStube. 17 Jahre jung ist der Linksverteidiger und wird in Werders U19 aufgebaut.

Maik Nawrocki

In Bremen geboren, im Alter von fünf Jahren zu Werder gekommen und seit Februar mit einem Profivertrag ausgestattet – das ist Maik Nawrocki. "Dass er die Möglichkeit erhält, in unserer Bundesliga-Mannschaft seine nächsten Schritte zu gehen, freut uns alle sehr", sagte Björn Schierenbeck , Direktor von Werders Leistungszentrum, als die Tinte trocken war. Der 19 Jahre polnische Juniorennationalspieler ist Innenverteidiger und in dieser Saison in der U23, deren Saison aktuell unterbrochen ist (wie die der weiteren Nachwuchsteams), eingeplant. Kohfeldt im Sommer: "Er wird auf jeden Fall häufiger bei den Profis trainieren. Ich sage das, ohne dass ich ihn jetzt schon in den Kader loben will." Hanseatische Behutsamkeit.

Kebba Badjie

Mit 21 Jahren der älteste Spieler im Youngster-Fünferpack. Im Sommer 2019 holte Werder den Linksaußen vom VfL Oldenburg an dieser Weser, um die U23 (aktuell Zweiter in der Regionalliga Nord Gruppe Süd) noch torgefährlicher zu machen. Und der Mann aus Gambia schlägt ein, kommt in der aktuellen Spielzeit schon auf fünf Tore und zwei Assists. "Die Chance, mich bei Werder weiterzuentwickeln, freut mich sehr", sagt Badjie. Und: "Bremen ist für mich ein Stück Heimat." Als A-Jugendlicher stand er für den Blumenthaler SV auf dem Platz.