25. August 2018 / 06:00 Uhr

Werder-Rekordtransfer Klaassen im Interview: "Wir wollen Europa schaffen"

Werder-Rekordtransfer Klaassen im Interview: "Wir wollen Europa schaffen"

Eric Zimmer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Davy Klaassen wechselte im Sommer für 13,5 Millionen Euro vom FC Everton zu Werder Bremen.
Davy Klaassen wechselte im Sommer für 13,5 Millionen Euro vom FC Everton zu Werder Bremen. © imago/DeFodi
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Vor dem Start gegen Hannover 96 spricht Werder Bremens Rekordtransfer Davy Klaassen über die Ambitionen der Bremer, die Premier League und Fahrräder.

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Er ist Werder Bremens Königstransfer: Für 13,5 Millionen Euro holten die Hanseaten den Niederländer Davy Klaassen (25) vom FC Everton an die Weser. Vor dem Saisonstart heute (15.30) gegen Hannover spricht Klaassen über seine Führungsfähigkeiten, die Premier League und die Fahrräder in Bremen.

SPORTBUZZER: Moin, Herr Klaassen. Weserstadion, 42.000 Zuschauer, Hannover 96 kommt. Sind Sie heiß auf Ihr Debüt in der Bundesliga?

Na klar. Alle haben mir von der Atmosphäre im Weserstadion erzählt und mir gesagt, wie wichtig jedes Spiel für die Stadt ist. Auf die Bundesliga freue ich mich riesig.

Was wissen Sie über den Gegner Hannover?

Nach der erst kurzen Zeit in Deutschland noch nicht so viel. Aber bis zum Anstoß wird sich das geändert haben. Trainer Florian Kohfeldt und sein Team analysieren viel, besprechen alles mit uns. Und bei Martin Harnik (jüngst aus Hannover zurück nach Bremen gewechselt, d. Red.) können wir sicher auch ein bisschen nachfragen. (lacht)

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Alassane Pléa, Davy Klaassen und Serge Gnabry stehen bei ihren Klubs vor hohen Erwartungen. Aber welcher Neuzugang kann bei seinem neuen Klub schnell Akzente setzen? Der SPORTBUZZER zeigt 10 Neuzugänge, die Ihr im Auge behalten solltet. ©
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Es heißt, dass die Beziehung zwischen den Bremern und Werder sehr innig ist. Können Sie das schon spüren?

Ja. Das ist offensichtlich. Überall in der Stadt sieht man die Werder-Raute, die Leute sind interessiert. Es ist ein bisschen wie eine Familie. Das gibt mir schon jetzt ein gutes Gefühl.

"Rekordtransfer? Das belastet mich nicht"

13,5 Millionen Euro wurden für Sie an den FC Everton gezahlt – eine Rekordsumme für Bremen. Belastet Sie das?

Ich bin aus England gekommen. Da ist das normal. (lacht) Im Ernst: Das beeinflusst mich nicht. Es geht mir nur darum, hart zu arbeiten und alles aus mir herauszuholen. Geld hin oder her. Motiviert bin ich sowieso.

Geschäftsführer Frank Baumann hat nicht nur Sie geholt, sondern beispielsweise auch Yuya Osako und Harnik, dazu die Verträge mit den Säulen Ludwig Augustinsson und Keeper Jiri Pavlenka verlängert.

Alles zusammen ist das ein sehr gutes Signal. Wir alle merken, dass es in die richtige Richtung geht. Die Vertragsverlängerungen und getätigten Transfers stützen dieses Gefühl. Wir wollen weiter nach vorn kommen, die Arbeit von den Verantwortlichen unterstreicht das. Uns als Mannschaft pusht das.

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Aus Amsterdam zum FC Everton gekommen verlief Ihr Jahr in England nicht gut, Sie haben kaum gespielt. Warum?

Weil es einfach nicht funktioniert hat. Da kam viel zusammen. Der Trainer, der mich geholt hat (Landsmann Ronald Koeman, d. Red.) wurde entlassen und der Spielstil hat nicht perfekt zu mir gepasst.

"Ich habe nicht aufgehört, mich wie ein Fußballer zu fühlen"

Ist Bremen für Sie ein Neustart?

Die ersten Wochen haben sich sicher so angefühlt. Ich habe vergangene Saison wenig gespielt. Was das angeht, ist es ein Neustart. Aber ich habe ja in England nicht damit aufgehört, jeden Tag zu trainieren und auch nicht aufgehört, mich wie ein Fußballspieler zu fühlen. (lacht)

Was ist der größte Unterschied zwischen Premier League und Bundesliga?

In England geht es so viel ums Geld – weil es einfach da ist. Da können die Klubs im Grunde einkaufen, wie sie wollen. In Deutschland ist dieses richtig große Geld nicht da. Es geht den Klubs mehr darum, eine Idee zu entwickeln, eine Philosophie. Für mich ist der Wechsel nach Bremen auch so etwas wie ein Wechsel zurück zu den Wurzeln des Fußballs.

Verlorenes Jahr? Klaassen saß beim FC Everton zumeist auf Bank oder Tribüne.
Verlorenes Jahr? Klaassen saß beim FC Everton zumeist auf Bank oder Tribüne. © Getty

Werder hat Sie als ehemaligen Ajax-Kapitän auch geholt, um einen neuen Führungsspieler zu haben. Wie schnell ist es möglich, im Team Gehör zu finden?

Das geht automatisch. In den ersten Wochen habe ich geguckt, wie hier alle ticken, sich verhalten. Und wenn ich der Meinung bin, etwas muss anders laufen, habe ich kein Problem damit, das anzusprechen.

"Niemand will um Platz elf spielen"

Nach Jahren der Abwesenheit träumen viele Werder-Fans von einer Rückkehr in das internationale Geschäft. Kann dieses Ziel in dieser Saison erreicht werden?

Wir wollen Europa schaffen. Niemand will hier um Platz elf oder so spielen. Wer sich keine höheren Ziele setzt, kann sie auch nicht erreichen. Ich bin der Meinung, dass unsere Mannschaft schon jetzt gut genug ist, um es schaffen zu können.

Bremen und Amsterdam – gibt es da eine Ähnlichkeit?

Die ganzen Fahrräder. (lacht) Ich muss mir auch noch eins kaufen.


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