28. Juni 2020 / 19:19 Uhr

Werder Bremen sieht sich in der Relegation als Favorit - Heidenheim-Trainer Schmidt: "Druck hat der Milchmann"

Werder Bremen sieht sich in der Relegation als Favorit - Heidenheim-Trainer Schmidt: "Druck hat der Milchmann"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Treffen in der Relegation aufeinander: Werder-Trainer Florian Kohfeldt (l.) und Frank Schmidt, der Coach des 1. FC Heidenheim.
Treffen in der Relegation aufeinander: Werder-Trainer Florian Kohfeldt (l.) und Frank Schmidt, der Coach des 1. FC Heidenheim. © Getty
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Werder Bremen trifft auf den 1. FC Heidenheim - nach den letzten Spieltagen in der 1. und 2. Liga ist klar, wie die Relegation in der kommenden Woche aussieht. Während die Bremer sich nach dem jüngsten Aufschwung in der Favoritenrolle sehen, sieht Trainer Frank Schmidt seinen FCH keineswegs chancenlos.

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Nach dem turbulenten letzten Spieltag in der Bundesliga und der 2. Liga steht fest: in der Relegation trifft der Bundesliga-16. Werder Bremen auf den 1. FC Heidenheim, der die Saison trotz einer 0:3-Pleite gegen Arminia Bielefeld dank des Patzers von Verfolger Hamburger SV (der zuhause mit 1:5 dem SV Sandhausen unterlag) auf dem dritten Platz der 2. Liga beendete. In den anstehenden Relegationsspielen am 2. und 6. Juli sieht sich Werder nach dem 6:1 gegen Köln in der Favoritenrolle; Heidenheims Trainer Frank Schmidt zeigte sich jedoch kämpferisch.

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Werder-Geschäftsführer Frank Baumann, sieht die Norddeutschen in der Relegation gegen Heidenheim in der Favoritenrolle, hat aber auch vor dem Außenseiter gewarnt. Es gebe für Bremen "keinen Grund überheblich zu sein, denn Heidenheim hat alles in allem eine sehr gute Saison gespielt", sagte der 44-Jährige. "Das sind K.o.-Spiele, die haben einen ganz besonderen Charakter", ergänzte Bremens Trainer Florian Kohfeldt.

"Deshalb müssen wir einen ganz, ganz großen Fokus auf uns und unsere Leistung legen, auch unter dem Druck, der da entstehen wird." Kohfeldt ergänzte: "Wer am Ende der Saison auf Platz drei der zweiten Liga steht, der kann sehr gut Fußball spielen. Da müssen wir sehr gute Lösungen finden, um diese Spiele zu gewinnen." Der Bremer Profi Maximilian Eggestein warnte: "Wir kommen aus der 1. Liga und sind leichter Favorit, aber Heidenheim kann befreit aufspielen."

2009 wurde die Bundesliga-Relegation wieder eingeführt. Alle bisherigen Begegnungen im Überblick:

Der <b<SPORT</b>BUZZER blickt in der Galerie auf alle Relegationsduelle seit 2009. Zur Galerie
Der BUZZER blickt in der Galerie auf alle Relegationsduelle seit 2009. ©

Heidenheims Trainer kündigte nach dem unerwartet hohen 0:3 beim Zweitliga-Meister aus Bielefeld an, die Pleite zunächst intern aufzuarbeiten - um dann gegen Werder am kommenden Donnerstag und dem folgenden Montag die Bremer anzugreifen.

"Wir werden jetzt Wunden lecken; die Uhren sind jetzt wieder auf Null gestellt, die Spiele müssen erst gespielt werden. Wer uns kennt weiß, dass wir wieder aufstehen können. Dennoch habe sich sein Team "die Relegation über die Saison hinweg verdient", sagte der Coach, der das Team 2007 in der Oberliga übernommen und 2014 in die 2. Liga geführt hatte. "Manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn man vor solch einem Relegationsspiel, das ja neu ist für uns, noch mal richtig einen auf den Sack kriegt", sagte der 46-Jährige: "Wir freuen uns tierisch auf die Spiele. Wir wollen die Sensation und wollen alles dafür tun."

Heidenheim-Trainer Schmidt: Pleite hat "gezeigt, wie es nicht geht"

Der gebürtige Heidenheimer kündigte gegen die zuletzt wiedererstarkten Bremer auch eine eher defensive Ausrichtung an. Mit Blick auf die Niederlage in Bielefeld konstatierte Schmidt: "Wenn das Spiel ein Gutes hatte, dann, dass es gezeigt hat, wie es nicht geht. Wir haben uns heute für eine mutige Rolle entschieden." Darauf werde man nun reagieren. Schmidt: "Unser Anspruch ist es, in Bremen länger im Spiel zu sein als heute um im Rückspiel alles zu geben."

Eine psychische Belastung seiner Mannschaft konnte er nicht feststellen. "Druck hat der Milchmann", erklärte der 46-Jährige trocken. "Wir sind noch mit überhaupt nichts zufrieden, haben nicht nur Spaß. Bei uns war nach dem Schlusspfiff noch keine Vorfreude."