29. Juni 2020 / 11:55 Uhr

Finanz-Not bei Abstieg: Werder-Boss Klaus Filbry befürchtet "extrem großen Einschnitt"

Finanz-Not bei Abstieg: Werder-Boss Klaus Filbry befürchtet "extrem großen Einschnitt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry (links) blickt auf mit Abstand schwierigste Saison zurück.
Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry (links) blickt auf "mit Abstand schwierigste Saison" zurück. © (c) AFP/Pool
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Erst am letzten Bundesliga-Spieltag hat sich der SV Werder Bremen in die Relegation gerettet. Dort treffen die Bremer auf den 1. FC Heidenheim. Nach Ansicht von Geschäftsführer Klaus Filbry hätte ein Abstieg gravierende finanzielle Folgen.

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Klaus Filbry hat in dieser Spielzeit einige Nerven gelassen. "Wir hatten einige schwierige Saisons. Aber ich glaube, diese Saison war mit Abstand die schwierigste", sagte der Geschäftsführer von Werder Bremen am Sonntagabend im "Sportclub" des NDR. Die "Kombination Abstiegskampf und Corona" sei für den ganzen Klub eine große Herausforderung.

Werder hatte am letzten Spieltag mit einem 6:1 gegen den 1. FC Köln und einem gleichzeitigen Sieg des 1. FC Union Berlin gegen Fortuna Düsseldorf den ersten Abstieg seit 40 Jahren vorerst vermieden und trifft nun in der Relegation auf den Zweitliga-Dritten 1. FC Heidenheim. Die Bremer haben am Donnerstag, 2. Juli, zunächst Heimrecht. Das Rückspiel findet am Montag, 6. Juli, in Heidenheim statt.

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Nutzt Werder Bremen die "zwei Matchbälle" gegen den 1. FC Heidenheim?

"Wir haben gestern in der Tat ein kleines Wunder geschafft und uns die Chance auf zwei Matchbälle erarbeitet", sagte Filbry. Nun gelte es, die Chance zu nutzen und in der Liga zu bleiben. Das sei auch finanziell von großer Bedeutung. "Ein Abstieg bedeutet einen extrem großen Einschnitt. Dann kommt Corona noch dazu", so Werders Geschäftsführer.

Der Absturz von Werder Bremen in Bildern

Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. Zur Galerie
Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. ©

Zweifel an Trainer Florian Kohfeldt habe es trotz der sportlichen Talfahrt zu keiner Zeit gegeben. "Nein, ohne Wenn und Aber", antwortete Filbry auf eine entsprechende Frage. Entscheidend sei vor allem eine Sache gewesen: "Er hat nie den Draht zur Mannschaft verloren", sagte Filbry. Werders Aufsichtsratsboss Marco Bode hat am Sonntag bereits betont, dass der Verein zu jedem Zeitpunkt von Florian Kohfeldt überzeugt gewesen sei.