24. Oktober 2020 / 10:29 Uhr

Keine Fans im Stadion: Bremer Stadion-Gesellschaft droht Zahlungsunfähigkeit zum Jahresende

Keine Fans im Stadion: Bremer Stadion-Gesellschaft droht Zahlungsunfähigkeit zum Jahresende

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Gehen im Bremer Weserstadion bald die Lichter aus? Die Zahlungsfähigkeit des Betreibers scheint gefährdet.
Gehen im Bremer Weserstadion bald die Lichter aus? Die Zahlungsfähigkeit des Betreibers scheint gefährdet. © imago images/Christoph Worsch
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Weil die Corona-Krise aktuell keine Zuschauer in den Bundesliga-Stadien zulässt, könnte die Bremer Stadion-GmBH bald zahlungsunfähig sein. Das bestätigte ein Senatssprecher am Samstag. Die Stadion-Gesellschaft gehört zur Hälfte dem Bundesligisten Werder Bremen.

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Wegen der fehlenden Zuschauereinnahmen während der Corona-Pandemie droht der Bremer Weserstadion GmbH (BWS) die Zahlungsunfähigkeit. Ein Senatssprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag einen entsprechenden Bericht des Weser-Kurier. Die Zeitung zitiert aus einer Entscheidungsvorlage für die Sitzung des Bremer Senats am kommenden Dienstag, in der es heißt, dass die BWS ohne finanzielle Unterstützung "zum Jahresende zahlungsunfähig und zum Ende des Geschäftsjahres bilanziell überschuldet" wäre.

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Die Stadion-GmbH gehört je zur Hälfte dem Bundesligisten Werder Bremen und der städtischen Wirtschaftsförderung Bremen. Beide Gesellschafter sollen nun jeweils 3,5 Millionen Euro bereitstellen, "um die Weserstadion GmbH liquide zu halten".

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Werder durch Corona-Krise unter Druck

Werder ist selbst finanziell angeschlagen. Die Situation wurde durch die Corona-Krise noch verstärkt. Diese sorgte für einen deutlichen Millionen-Verlust beim hanseatischen Klub, der daher einen Hilfskredit in zweistelliger Millionenhöhe bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufnehmen musste. Laut Geschäftsführer Klaus Filbry droht dem Bundesligisten auch im Falle einer coronabedingten Saisonunterbrechung oder weiterer Geisterspiele aber kein finanzieller Kollaps. "Es ist eine große wirtschaftliche Herausforderung, es besteht aber keine Insolvenzgefahr", sagte der 53-Jährige dem Weser-Kurier.