26. Februar 2021 / 22:26 Uhr

Werder Bremen stoppt Champions-League-Lauf von Eintracht Frankfurt – Sargent als Matchwinner

Werder Bremen stoppt Champions-League-Lauf von Eintracht Frankfurt – Sargent als Matchwinner

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder Bremen stoppt mit dem Sieg den Frankfurter Lauf.
Werder Bremen stoppt mit dem Sieg den Frankfurter Lauf. © IMAGO/Jan Huebner
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Der Lauf von Eintracht Frankfurt hat beim SV Werder Bremen ein jähes Ende gefunden. Der Champions-League-Aspirant unterlag trotz einer Führung mit 1:2 im Weserstadion. US-Stürmer Joshua Sargent wurde zum Matchwinner.

Der Siegeszug von Eintracht Frankfurt wurde am Freitagabend von Werder Bremen jäh gestoppt. Im Weserstadion unterlag die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison mit 1:2 und verpasste damit die Chance, es sich weiter komfortabel auf einem Champions-League-Platz einzurichten. Da reichte auch eine frühe Führung durch den Comebacker Andre Silva nicht, der zudem durchaus zweifelhaft war. Theodor Gebre Selassie (47.) und Joshua Sargent (62.) drehten in der zweiten Halbzeit die Partie für die Bremer, die damit einen wichtigen Sieg gegen den Abstieg feierten.

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Die Frankfurter starteten mit ihrer starken Serie im Rücken merklich selbstbewusst ins Spiel und drückten die Hausherren von Beginn an vor den eigenen Sechszehner. Schon nach neun Minuten münzten die Gäste dann diese Überlegenheit in einen Treffer um - dieser hatte aber einen faden Beigeschmack. Denn bei der ersten Frankfurter Ecke war wohl SGE-Profi Djibril Sow zuletzt am Ball, Schiedsrichter Robert Hartmann entschied dennoch zugunsten der Hessen. Diese führten den Eckstoß kurz aus, Amin Younes bediente Filip Kostic und dieser fand mit seiner Hereingabe den Kopf von Torjäger Silva. Der Comebacker bewies Lufthoheit, ließ sich die Chance nicht nehmen und nickte zum 1:0 ein. Beim Überraschungserfolg gegen den FC Bayern in der Vorwoche musste er noch zuschauen.

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Die Gäste blieben weiter dran und drückten auf den zweiten Treffer. Silva düpierte Ömer Toprak und kam zum Abschluss - diesen konnte Jiri Pavlenka aber abwehren. Es war eine Art Initialzündung und die Bremer kamen besser ins Spiel. Sargent traf nach einem starken Angriff über Romano Schmid und Milot Rashica sogar zum vermeintlichen Ausgleich, der aufgrund einer klaren Abseitsstellung des Kosovaren aber nicht zählte (28.). Kurz darauf war es erneut Rashica, der im Fokus stand. Er traf aber nur die Latte (35.). Für Aufregung aus Bremer Sicht sorgte allerdings auch immer wieder der Schiedsrichter - nicht nur aufgrund der Ecke vor dem Führungstreffer. "Eine souveräne Schiedsrichterleistung sieht anders aus. Es waren viele kniffelige Situationen dabei, wo er zögerlich ist. Auf mich wirkt das nicht so richtig souverän", sagte Werders Lizenzspieler-Leiter Clemens Fritz in der Halbzeit bei DAZN.

Gebre Selassie und Sargent drehen Spiel für Werder

Das setzte sich direkt nach der Pause fort. Nach einem starken Pass von Rashica auf Gebre Selassie erzielte der Tscheche den Ausgleich (47.). Doch der Linienrichter hob plötzlich die Fahne. Gebre Selassie stand aber deutlich nicht im Abseits, was der Videobeweis auch bestätigte, womit der Treffer zum 1:1 für Werder schlussendlich zählte. Es war der Wendepunkt dieser Partie. Zwar wurde die SGE über Kostic immer wieder gefährlich - doch es war Sargent, der in der in der 62. Minute auf 2:1 für Bremen stellte. Vorausgegangen war ein starker Pass von Maximilian Eggestein in die Schnittstelle. Damit nicht genug: Knapp zehn Minuten später jubelten die Hausherren erneut - wieder hatte Sargent getroffen. Doch dieses Tor wurde aufgrund einer doppelten Abseitsstellung von Rashica und Sargent nicht anerkannt.

Danach wurde es hitziger in der Partie. Bremen verteidigte intensiv gegen die spielerisch besseren Frankfurter. Ein Stolperer von Bremens Marco Friedl brachte das Fass kurzzeitig zum explodieren, nachdem dieser Silva in die Hacken fiel und Amin Younes sich den Österreicher zur Brust nahm. Eine Rudelbildung löste sich nur langsam auf. Schiedsrichter Hartmann beließ es bei drei gelben Karten gegen Younes, Friedl und Kevin Möhwald. Kurz vor Ende sah auch Frankfurt-Trainer Hütter Gelb, weil er sich zu sehr aufregte. An der Niederlage seiner Mannschaft änderte aber auch er nichts mehr.