25. September 2018 / 20:22 Uhr

Werder nach 3:1-Sieg gegen Hertha: "Mit uns ist zu rechnen"

Werder nach 3:1-Sieg gegen Hertha: "Mit uns ist zu rechnen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Feiern ihre Treffer mit einem Tänzchen: Max Kruse und Martin Harnik.
Feiern ihre Treffer mit einem Tänzchen: Max Kruse und Martin Harnik. © 2018 Getty Images
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Der SV Werder Bremen hat Hertha BSC die Grenzen aufgezeigt und gegen die bisher ungeschlagenen Berliner mit 3:1 gewonnen. Kurios: Das 1:0 durch Martin Harnik fiel nach einem derben Patzer der Hertha-Hintermannschaft.

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Der SV Werder Bremen marschiert in der Bundesliga weiter und schlägt Hertha BSC im Spitzenspiel mit 3:1. Damit sind die Bremer vorerst an den Berlinern in der Tabelle vorbeigezogen und belegen den zweiten Rang hinter dem FC Bayern.

Die Tore für Werder schossen Martin Harnik, Miloš Veljković und Max Kruse per Elfmeter. Der Berliner Senkrechtstarter Javairo Dilrosun konnte nur den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielen.

Hertha mit Mega-Patzer vor dem 1:0

Auf besonders kuriose Weise fiel das erste Tor für die Bremer, die eindrucksvoll in den ersten Woche der neuen Saison ihre Europapokal-Ambitionen unterstreichen. Nach einer Freistoß-Flanke von Nuri Sahin, der sein Startelf-Debüt für Werder gab, drückte Niklas Moisander den Ball per Kopf ins Zentrum. Dort köpft Theodor Gebre Selassie aufs Tor, vom Oberschenkel von Herthas Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger geht der Ball zunächst an die Latte, von dort pflückt ihn Keeper Rune Jarstein herunter.

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Doch dann kommt der nächste Auftritt von Lustenberger, der den Ball klären will - und Jarstein aus der Hand schießt. Profiteur: Werders Stürmer Harnik, der in der elften Minute aus kurzer Distanz zur Führung für Werder trifft.

"Das war heute ein Spitzenspiel, die ganze Bundesliga hat auf uns geguckt. Und wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass mit uns zu rechnen ist", meinte Torschütze Kruse. Das sah auch Kollege Harnik so: "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt, und Tore sind nun mal die beste Bewerbung", sagte der Österreicher zur Konkurrenzsituation im Team.

Für Herthas Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger war das Ergebnis "enttäuschend, denn auch wir hatten gute Torchancen. In der ersten Halbzeit waren wir ebenbürtig. Wir haben nicht unverdient verloren", meinte er, "aber ein Punkt wäre heute trotzdem drin gewesen."

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Vor 39100 Zuschauern im Weserstadion brachten Harnik (11. Minute) und Veljkovic (45.) Werder vor der Pause verdient in Führung. JDilrosun (53.) gelang nach dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer für die Berliner, die nicht an ihre starke Leistung beim 4:2 gegen Borussia Mönchengladbach anknüpfen konnten. Max Kruse sorgte per Foulelfmeter für das 3:1 (66.).

Die letzte Pleite für die Grün-Weißen gegen Hertha liegt nun schon fünf Jahre zurück: am 16. Spieltag 2013/14 verloren die Bremer mit 2:3 in der Hauptstadt. Gegen keine andere aktuelle Bundesliga-Mannschaft ist Werder so lange unbesiegt.

Fanproteste im Stadion

Zum ersten Mal stand Nuri Sahin in der Startformation der Bremer. Der aus Dortmund gekommene türkische Nationalspieler ersetzte im defensiven Mittelfeld Philipp Bargfrede. Auch bei den Gästen gab es ein Novum: Erstmals überhaupt durfte Palko Dardai in der Bundesliga von Beginn an mitspielen - bis zur 64. Minute: Dann kam der Ex-Bremer Davie Selke für den Sohn von Hertha-Trainer Pal Dardai.

Erst nach 18:30 Minuten begannen die Werder-Anhänger mit der Unterstützung ihrer Mannschaft, die Berliner Fans zwei Minuten später - dieser Stimmungsboykott war als Protestaktion angekündigt worden. In den Fankurven sah man Transparente gegen die Anstoßzeiten oder die Übertragung der Spiele im Pay-TV. „Stell dir vor, es ist Fußball und keiner kann hin“, „Spieltagszerstückelung stoppen“ oder „Football is for you and me - Not for fucking Pay-TV“ hieß es dort.

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