13. September 2021 / 11:44 Uhr

Ex-Werder-Profi Torsten Frings warnt vor zu hohen Erwartungen: Bremen sollte "demütiger werden"

Ex-Werder-Profi Torsten Frings warnt vor zu hohen Erwartungen: Bremen sollte "demütiger werden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der ehemalige Werder-Profi Torsten Frings warnt vor zu hohen Erwartungen an das Bremer-Team vor dem Derby gegen den HSV.
Der ehemalige Werder-Profi Torsten Frings warnt vor zu hohen Erwartungen an das Bremer-Team vor dem Derby gegen den HSV. © IMAGO/Jan Huebner/Fotostand (Montage)
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Für Werder Bremen geht es am Samstag zum Nord-Derby gegen den Hamburger SV. Nach einem Stotter-Start kommt der Bundesliga-Absteiger immer besser in Fahrt. Die Ex-Profis Torsten Frings und Frank Rost ordnen die Lage bei den Hanseaten ein.

Für Werder Bremen geht es vor dem prestigeträchtigen Nord-Derby gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) weiter bergauf. Durch das 3:0 beim FC Ingolstadt sprangen die Schützlinge von Trainer Markus Anfang auf Platz drei der zweiten Liga. Misstöne gab es im Umfeld der Hanseaten aber gerade in der jüngsten Vergangenheit einige – nicht zuletzt nach dem Abstieg aus der Bundesliga. Ex-Werder-Profi Torsten Frings warnt daher vor einer zu hohen Erwartungshaltung an das Team. "Werder sollte seine Denke anpassen, wieder demütiger werden, vielleicht noch mehr auf den Nachwuchs setzen", erklärt der 44-Jährige im Interview mit dem Kicker.

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Förderlich seien die hohen Ambitionen laut Frings keineswegs. "Die Leute glauben, dass man im Sommer wieder in der Bundesliga spielt. Auch ich wünsche mir nichts mehr für Werder", so der ehemalige Mittelfeldspieler weiter und plädiert für Lösungen mit Weitblick. "Aber man muss auch den Gedanken fassen, dass das vielleicht etwas Zeit braucht. Zeit und Qualität, sowohl auf als auch neben dem Platz."

Zuspruch erhält Frings von seinem einstigen Mitspieler und Torwart Frank Rost. "Sportlich gesehen ist es wichtig, eine stabile Achse zu bilden mit Spielern, die nicht vorbelastet sind, die nicht abgestiegen sind", erklärt Rost mit Blick auf langfristige Entwicklungen. Ein Erfolg im nun anstehenden Duell der Nord-Rivalen hätte indes für beide Mannschaften einen immensen Wert. "Beide sind durchwachsen gestartet. Mit einem Sieg kannst du etwas bewegen", so der Ex-Keeper. "Nicht nur einen potenziellen Aufstiegskonkurrenten überholen oder distanzieren, sondern richtig nachhaltig Rückenwind bekommen. Und den können derzeit beide Vereine gebrauchen."

Während Werder nach dem überzeugenden Sieg gegen Ingolstadt bei elf Punkten lediglich zwei Zähler hinter Spitzenreiter Jahn Regensburg rangiert, ist der HSV nach sechs Spielen und neun Punkten lediglich Neunter. Gegen den SV Sandhausen sammelte das Team von Trainer Tim Walter aber zuletzt einen wichtigen Sieg – und das nötige Selbstvertrauen für den Derby-Auftritt.