10. Juli 2020 / 12:37 Uhr

So erklären die Werder-Bosse den Verbleib von Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann

So erklären die Werder-Bosse den Verbleib von Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode (links) hält bei Werder Bremen an Sportchef Frank Baumann (Mitte) und Trainer Florian Kohfeldt fest.
Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode (links) hält bei Werder Bremen an Sportchef Frank Baumann (Mitte) und Trainer Florian Kohfeldt fest. © imago images/Nordphoto/dpa/Montage
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Werder Bremen vertraut weiter der Arbeit von Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann. In einer Pressekonferenz begründeten die Werder-Bosse ihre Entscheidung. Der SPORTBUZZER hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

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Die Verantwortlichen von Werder Bremen setzen auf eine weitere Zusammenarbeit mit Chef-Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann. Bei einer Pressekonferenz erklärten Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode, der Kaufmännische Geschäftsführer Klaus Filbry sowie Geschäftsführer Organisation und Sport Hubertus Hess-Grunewald die Entscheidung.

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"Wir sitzen hier gemeinsam, weil wir gemeinsam die Verantwortung übernehmen. Es war eine offene, ehrliche und sehr selbstkritische Aufarbeitung der Saison. Es geht in der personellen Konstellation, wie wir hier sitzen weiter", sagte Filbry zu Beginn der Pressekonferenz. Aufsichtsratsvorsitzender Bode verdeutlichte: "Die, die denken es gibt nur zwei Extreme - ein 'Weiter so' oder 'Köpfe rollen', die werden wir nicht glücklich machen. Wir wissen, dass es kein Weiter so geben kann. Wir müssen bereit sein, aus unseren Fehler zu lernen und und zu ändern. Wir sind der vollen Überzeugung, dass wir mit diesem Führungsteam weitermachen wollen."

Europa League klar verpasst

Kohfeldt hatte die Hanseaten eigentlich in die Europa League führen wollen, erlebte mit den Grün-Weißen aber einen beispiellosen Absturz. Auch der Coach, lange Zeit der Senkrechtstarter der deutschen Trainergilde, geriet angesichts der sportlichen Talfahrt heftig in die Kritik. Einige ehemalige Bremer hatten die Trennung von Kohfeldt gefordert. Erst in der Relegation schafften die Bremer mit zwei Unentschieden die Rettung. "Wir haben die Saison im Präsidium kritisch analysiert. Trotz der Situation halten wir an den Grundwerten fest. Die Bundesliga bleibt der Motor, aber wir leben unser soziales Engagement & andere Sportarten - in veränderten Rahmenbedingungen - weiter", sagte Präsident Hess-Grunewald.

Der Absturz von Werder Bremen in Bildern

Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. Zur Galerie
Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. ©

Der dringend erforderliche Neuaufbau an der Weser wird durch die finanziellen Mittel begrenzt. Teure Kaufverpflichtungen für die Leihspieler Ömer Toprak und Leonardo Bittencourt binden Mittel. In dieser Hinsicht ist neben Kohfeldt auch Baumann gefordert. "Als Geschäftsführer Fußball übernehme ich intern und extern die Gesamtverantwortung für die Saison. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich gerade in schlechten Zeiten nicht wegducke. Wir haben unser Ziel absolut verfehlt und Fehler gemacht", sagte Sportchef Frank Baumann: "Nach einer erfolgreichen Vorsaison waren wir wohl überehrgeizig, das führte zu Fehlern und internen Probleme, die Energie verschwendet und Verletzungen herbeigeführt haben. Die Verletzungen war nachweislich der Hauptgrund."