15. Mai 2021 / 18:59 Uhr

Werder-Trainer Kohfeldt schimpft über Groß-Rot: "Dümmste gelbe Karte der Saison" – Bittencourt: "Zum Kotzen"

Werder-Trainer Kohfeldt schimpft über Groß-Rot: "Dümmste gelbe Karte der Saison" – Bittencourt: "Zum Kotzen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach der Gelb-Roten-Karte gegen Christian Groß ging es für Werder Bremen bergab.
Nach der Gelb-Roten-Karte gegen Christian Groß ging es für Werder Bremen bergab. © IMAGO/Peter Fastl/POOL (Montage)
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Die Schlinge zieht sich zu für Werder Bremen. Einen Spieltag vor Ende der Bundesliga-Saison fielen die Hanseaten auf Relegationsplatz 16 zurück und bleibt akut abstiegsbedroht. Die Nerven lagen bei Spielern und Trainer entsprechend blank. Florian Kohfeldt ärgerte sich besonders über den Platzverweis für Christian Groß.

Für Werder Bremen war es ein Nachmittag zum Vergessen. Einen Spieltag vor dem Ende ist die Abstiegsangst an der Weser nach der Pleite gegen den FC Augsburg (0:2) am Samstag präsenter denn je. Während die siegreichen Hausherren den Klassenerhalt feierten, rutschte Werder nach nur einem Zähler aus den vergangenen neun Partien erstmals in dieser Saison auf Relegationsplatz 16 ab. "Die Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt", haderte Leonardo Bittencourt am Sky-Mikrofon vor allem mit den vergebenen Torchancen. Er selbst war beim Stand von 0:1 am Innenpfosten gescheitert. "Das ist einfach nur zum Kotzen", so der Mittelfeldmann über die prekäre Konstellation im Tabellenkeller.

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Dabei hatte das Pendel zunächst in Richtung der Hanseaten ausgeschlagen. Augsburgs Ruben Vargas musste nach einer versuchten Tätlichkeit gegen Gebre Selassie früh vom Platz (13.). Die numerische Überzahl konnte Werder nicht nutzen, zog stattdessen kurz nach der Pause nach Platzverweisen nach. Für Defensivmann Christian Groß war die Partie nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig beendet, im Anschluss ging es bergab – sehr zum Ärger von Trainer Florian Kohfeldt. "Ich will da nicht den Stab über Grosso brechen, aber das war die dümmste gelbe Karte der Saison", schimpfte der 38-Jährige, der zuletzt zunehmend in die Kritik geraten war, für den Saison-Endspurt von den Werder-Bossen aber das Vertrauen ausgesprochen bekam.

Und im Endspurt müssen die Bremer nun liefern, wenn der direkte Abstieg oder die erneute Relegation vermieden werden soll. "Wir werden das schaffen nächste Woche, wir kriegen das hin", übte sich Kohfeldt vor dem Saison-Finale gegen Borussia Mönchengladbach in Optimismus und nahm seine Schützlinge zugleich in die Pflicht. "Wir haben noch ein Spiel, ich erwarte von Jedem, dass er kämpft für den Verein, für die Mitarbeiter, die Stadt, da kann sich jeder was aussuchen."

Bittencourt: "Angst ist der falsche Freund"

Auch Bittencourt ließ sich durch den erneuten Rückschlag nicht entmutigen, obwohl die schwächste Saison der Vereinsgeschichte droht. "Ich hab keine Angst, wir haben noch ein Spiel und wir spielen Zuhause", erklärte der Mittelfeldmann. "Angst ist da der falsche Freund." Zudem wisse die Mannschaft, was sie im Kampf um den Liga-Verbleib erwarte, fügte Bittencourt mit Blick auf die vergangene Spielzeit an, in der man erst in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim die Klasse hielt. Doch die Relegation ist keineswegs gesichert. Der 1. FC Köln lauert mit nur einem Punkt Rückstand auf einen weiteren Patzer der Bremer. Und die Rheinländer erwarten am kommenden Wochenende Schlusslicht Schalke 04.