19. Dezember 2019 / 15:28 Uhr

Werder-Trainer Florian Kohfeldt reagiert auf Absturz: Neues Personal, neue Taktik, neue Abläufe

Werder-Trainer Florian Kohfeldt reagiert auf Absturz: Neues Personal, neue Taktik, neue Abläufe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Trainer Florian Kohfeldt mobilisiert im Jahresendspurt die letzten Kräfte
Werder-Trainer Florian Kohfeldt mobilisiert im Jahresendspurt die letzten Kräfte © imago images/Nordphoto
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Nach dem Debakel gegen Mainz 05 und dem Absturz auf Tabellenplatz 16 greift Trainer Florian Kohfeldt bei Werder Bremen zu konsequenten Maßnahmen und stellt in vielen Bereichen um - vom Personal bis zur Taktik.

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Den Absturz auf den Relegationsplatz hat Florian Kohfeldt auf der Couch und damit tatenlos verfolgen müssen. Lange möchte der Trainer des Krisenklubs Werder Bremen nicht auf dem ominösen 16. Rang stehen. „Ich will mit einem einigermaßen guten Gefühl in die Winterpause gehen“, sagte der 37-Jährige am Donnerstag. Mit einem Erfolg am Samstag im Bundesliga-Kellerduell beim 1. FC Köln könnten die Hanseaten eine total verkorkste Hinrunde zumindest mit einem Erfolgserlebnis ein wenig retten. Bei einer Niederlage droht allerdings auch ein direkter Abstiegsplatz.

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Deswegen hat der Bremer Coach nach dem 0:5-Heimdebakel am Dienstag gegen Mainz 05 einige Veränderungen vorgenommen und wird es auch weiterhin tun. Der trainingsfreie Donnerstag wurde gestrichen. „Taktische Dinge anzusehen ist wichtiger als eine optimale Regeneration“, sagte Kohfeldt. Auch Sportpsychologe Andreas Marlovits arbeitet mit der Mannschaft und soll mögliche Blockaden bei den total verunsicherten Profis lösen. „Er ist Teil des Teams“, erklärte Kohfeldt.

Werder: Bargfrede und Langkamp drängen ins Team

Die größte Umstellung wird es voraussichtlich am Samstag in Köln auf dem Rasen geben. Kohfeldt kündigte an, seinen gewohnten Spielstil zu verändern. Weg vom Ballbesitzfußball, der zuletzt so oder so nicht mehr funktionierte. „Wir werden uns jetzt nicht hinten reinstellen. Aber wir werden darauf eingehen, was uns in den letzten Wochen Probleme bereitet hat: Tempo und Körperlichkeit“, erklärte Kohfeldt. Auch personelle Wechsel sind sehr wahrscheinlich. Die zuletzt angeschlagenen Philipp Bargfrede und auch Sebastian Langkamp drängen ins Team.

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Veränderungen will auch Sportchef Frank Baumann sehen. Der frühere Nationalspieler verlangt im Vergleich zum blutleeren Auftritt im Weserstadion gegen Mainz und dem 1:6 beim FC Bayern München eine klare Reaktion. „Leidenschaft, sich wehren, Geilheit auf Erfolg und das eigene Tor verteidigen“, fordert der Bremer Geschäftsführer für das Köln-Spiel. „Alles, was wir am Dienstag haben vermissen lassen.“

Kohfeldt will keine Entschuldigungen mehr hören

Von Entschuldigungen der Spieler wollen Baumann und Kohfeldt nichts mehr wissen. „Worte müssen jetzt Taten folgen“, bemerkte Baumann. „Die Jungs sind betroffen, aber das ist nicht wichtig. Es ist nicht die Zeit, die Spieler in den Arm zu nehmen“, ergänzte der Trainer.

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