10. November 2020 / 16:19 Uhr

Klubchef Baumann: Neuzugänge bei Werder Bremen selbst bei Rashica-Verkauf "nicht möglich"

Klubchef Baumann: Neuzugänge bei Werder Bremen selbst bei Rashica-Verkauf "nicht möglich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Boss Frank Baumann (kl. Foto) hat selbst bei einem Abgang von Milot Rashica (r.) Neuzugänge ausgeschlossen.
Werder-Boss Frank Baumann (kl. Foto) hat selbst bei einem Abgang von Milot Rashica (r.) Neuzugänge ausgeschlossen. © imago images/Montage
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Werder Bremen wird seinen Kader in der kommenden Winterpause nicht mit Spielern aufrüsten können, die dem Klub in der Rückrunde sofort weiterhelfen. Das lasse die angespannte finanzielle Lage nicht zu, erklärte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann.

Im Sommer hat Werder Bremen mit Davy Klaassen einen Leistungsträger verloren. Ein anderer, dessen Abgang bereits als sicher galt, ist dagegen geblieben: Milot Rashica hat die Norddeutschen trotz zahlreicher Offerten aus dem In- und Ausland nicht verlassen. Zuletzt zerschlugen sich Wechsel zu Aston Villa und insbesondere Bayer 04 Leverkusen. Der äußerst klamme SVW verpasste damit die Möglichkeit, neben Klaassen auch den Kosovaren, dessen Vertrag noch bis 2022 gilt, zu Geld zu machen und damit das finanzielle Überleben zu sichern.

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Selbst bei einem Abschied Rashicas in der Winterpause (Leverkusen ist weiterhin am Spieler interessiert) wird es mit den dann eingenommenen Millionen indes keine Transfers beim SVW geben, um den vor allem in der Offensive tendenziell zu dünnen Kader aufzurüsten. "Es geht im Winter nicht darum, Spieler zu verpflichten, die uns sofort weiterhelfen", sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann bei Radio Bremen. "Das ist nicht möglich, das muss man ganz realistisch so sehen." Stattdessen müsse man die Einnahmen nutzen, um den insbesondere durch die Corona-Pandemie in Schieflage geratenen Verein zu stabilisieren. Baumann: "*Wir sind in einer finanziell sehr, sehr angespannten Situation."*

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Nach der enttäuschenden Vorsaison, in der dem SVW erst über den Umweg der Relegation die Rettung vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit gelang, warnt der Ex-Nationalspieler vor einer hohen Erwartungshaltung in der Hansestadt. "Wir haben jetzt einen Umbruch herbeigeführt, haben gesagt, dass wir eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft aufbauen möchten. Und das braucht Zeit", sagte der 45-Jährige, der bereits als Spieler von 1999 bis 2009 für die Bremer aktiv war und anschließend Funktionär wurde.

Die Bremer sind solide in die neue Saison gestartet, nach sieben Spieltagen steht die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt ("Werder Bremen befindet sich in einer hochdramatischen finanziellen Lage") auf dem neunten Platz und hat bereits sieben Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Es setzte erst eine Niederlage. Zuletzt gab es jedoch auch vier 1:1-Unentschieden in Folge. Nach der Länderspielpause müssen die Bremer zu Rekordmeister FC Bayern, anschließend steht die kurze Auswärtsfahrt zum VfL Wolfsburg auf dem Plan.