25. Oktober 2020 / 19:53 Uhr

Geiger kontert Eggestein: Kein Sieger zwischen Werder Bremen und der TSG Hoffenheim

Geiger kontert Eggestein: Kein Sieger zwischen Werder Bremen und der TSG Hoffenheim

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder Bremen und die TSG Hoffenheim haben am Sonntagabend Unentschieden gespielt.
Werder Bremen und die TSG Hoffenheim haben am Sonntagabend Unentschieden gespielt. © 2020 Getty Images
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Punkteteilung am Sonntagabend: Werder Bremen und die TSG Hoffenheim haben sich im Sonntagabendspiel der Bundesliga mit einem 1:1 getrennt. Beide Klubs verpassten damit den Sprung auf die Champions-League-Plätze.

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Kein Sieger im Sonntagabendspiel der Bundesliga: Werder Bremen und die TSG Hoffenheim haben sich in einer offen geführten Partie im zuschauerleeren Weserstadion mit 1:1 (1:1) getrennt. Die frühe Bremer Führung durch Maximilian Eggestein (5. Minute) konterte die TSG noch in der ersten Hälfte durch einen Treffer von Dennis Geiger. Beide Teams haben damit die Chance verpasst, auf einen Champions-League-Platz zu springen.

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Die Bremer zeigten sich vom Corona-Wirbel der vergangenen Tage weitgehend unbeeindruckt. Nach einem positiven Test bei Neuzugang Agu hatte sich die komplette Werder-Mannschaft samt Betreuerstab vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Erst nachdem alle weiteren Tests negativ ausgefallen waren, wurde die Vorbereitung auf das Hoffenheim-Spiel wieder aufgenommen. "Es ist schade, Felix hätte heute definitiv gespielt", sagte Trainer Florian Kohfeldt vor der Partie bei Sky. Der Fall hätte aber in der Mannschaft nicht Angst, sondern eher Nachdenklichkeit ausgelöst. "Wir waren sehr erleichtert, dass das Gesundheitsamt die Infektionskette nachvollziehen konnte", sagte Kohfeldt.

Werder startete auch ohne Agu traumhaft in die Partie: In der 5. Minute flankte Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie nach starkem Vorstoß in den TSG-Strafraum. Dort kam Maximilian Eggestein zuerst an den Ball und ließ Hoffenheims Torhüter Philipp Pentke keine Chance. "Genau das war der Plan", sagte der Torschütze bei Sky. "Wir wollten schnell Druck machen. In der zweiten Halbzeit gab es dann wenige Entlastung, so dass wir wenig Chancen hatten", erklärte Eggestein. Dennoch war es "ein guter Punkt. Wir sind zufrieden", unterstrich Werder-Kapitän Niklas Moisander. "Und vielleicht war die erste Halbzeit die beste von uns in dieser Saison. Das war keine leichte Woche für uns", fügte er hinzu. 

Der Führungstreffer Werders beflügelte in der Folge aber die Gäste von Trainer Sebastian Hoeneß, die sich immer näher an das Bremer Tor heranarbeiteten. Und in der 22. Minute war es schließlich so weit: Nach Querpass von Sebastian Rudy bekam Dennis Geiger den Ball rechts im Strafraum. Der U21-Nationalspieler fackelte nicht lange und schoss den Ball rechts unter die Querlatte zum Ausgleich ein.

Bitter für Werder: Füllkrug muss verletzt runter

Auch Werder fand jetzt wieder in die Partie. Zwei aussichtsreiche Freistöße am linken Strafraumrand schlenzte Leonardo Bittencourt einmal sehr knapp (40.) einmal weniger knapp (45.) neben das Tor. Allerdings musste die Elf von Trainer Florian Kohfeldt auch einen Dämpfer hinnehmen: Stürmer Niklas Füllkrug musste in der 37. Minute verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Yuya Osako in die Partie. Auch Hoffenheim blieb gefährlich. Robert Skov verzog nach Ablage von Munas Dabbur im Strafraum deutlich über das Tor. Dabbur scheiterte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus spitzem Winkel nur an Werder-Keeper Jiri Pavlenka.

Die erste große Chance im zweiten Durchgang gehörte ebenfalls der TSG: Geigers Schuss vom Strafraumrand konnte die Werder-Abwehr aber gerade noch über das Tor abfälschen (49.). Auf der anderen Seite lief Bittencourt alleine auf Pentke zu, traf aber nur den Pfosten (59.). Der Hoffenheimer Angreifer hatte aber ohnehin im Abseits gestanden. Bis zur Schlussphase flachte die Partie ein wenig ab, größere Chancen waren plötzlich Mangelware. Erst in der 80. Minute sorgte Hoffenheims Skov mal wieder für ein Ausrufezeichen – sein Freistoß von der Seitenlinie traf die Latte. Weil auch ein weiterer Abschluss des Dänen nach feinem Dribbling im Bremer Strafraum nicht das Tor fand (84.), blieb es letztlich bei der Punkteteilung. Erneut bitter für Werder: Der für Füllkrug reingekommene Osako musste kurz vor Schluss seinerseits angeschlagen vom Platz.

Werder ist mit nunmehr acht Zählern als Tabellen-Sechster nun punktgleich mit dem Tabellen-Vierten aus Stuttgart. Auch Hoffenheim hält als Tabellen-Achter mit sieben Punkten Anschluss an die Europapokal-Plätze.