09. September 2021 / 15:17 Uhr

Werder Bremen forciert Wiederaufbau – Trainer Markus Anfang: "Endlich alle Spieler hier"

Werder Bremen forciert Wiederaufbau – Trainer Markus Anfang: "Endlich alle Spieler hier"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Trainer Markus Anfang will mit seiner Mannschaft in der zweiten Liga angreifen.
Werder-Trainer Markus Anfang will mit seiner Mannschaft in der zweiten Liga angreifen. © IMAGO/Nordphoto (Montage)
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Endlich kann Trainer Markus Anfang bei Werder Bremen so richtig loslegen. Es gibt keine Transfers mehr, die Nationalspieler sind zurück. Gute Voraussetzungen für den Angriff auf die Tabellenspitze in der zweiten Bundesliga.

Auf diesen Moment hat Markus Anfang lange gewartet. Nach turbulenten Wochen hat der neue Trainer von Werder Bremen nun endlich Gewissheit, mit welchen Spielern er bis mindestens zum Winter planen kann. Es gibt keine Transferspekulationen mehr, die Länderspielpause ist zu Ende - es ist noch einmal ein Neustart für Anfang an der Weser. "Wir haben endlich alle Spieler hier", sagte der Werder-Coach am Donnerstag. Jetzt kann er den vielzitierten Wiederaufbau auch mit konkreter Arbeit angehen.

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Dass Werder die hektische Zeit des Umbruchs mit acht Punkten und damit einer Tuchfühlung zur Spitzengruppe der 2. Bundesliga überstanden hat, muss schon als Erfolg gewertet werden. Das sieht auch Anfang so. "Ich finde, dass wir uns in dieser Phase immer wieder gut präsentiert haben. Diesen Weg wollen wir beibehalten", sagte er vor der Partie beim FC Ingolstadt (Samstag, 13.30 Uhr/Sky). "Wir fahren nach Ingolstadt, um da zu gewinnen. So wollen wir auch auftreten", kündigte Anfang an.

Schließlich wollen die Bremer allen Kaderumbau-Problemen zum Trotz möglichst schon in dieser Saison um den Aufstieg mitspielen. "Ich habe gesagt, wir brauchen einen Wiederaufbau. Aber ich habe nicht gesagt, dass ich nicht erfolgreich sein will", sagte der Trainer.

Torhüter-Frage bleibt offen

Wer der Mannschaft bei diesem Unterfangen als Nummer eins die nötige Sicherheit geben soll, ließ Anfang noch offen. "Wir wollen erst noch das Training am Freitag abwarten. Danach werden wir eine Entscheidung treffen und diese auch den beiden Torhütern mitteilen", sagte Anfang. In den bisherigen fünf Saisonspielen stand Michael Zetterer im Tor, weil der langjährige Stammtorwart Jiri Pavlenka noch verletzt war. Nun ist der 29 Jahre alte Tscheche aber wieder fit und könnte in der Partie beim Aufsteiger ins Tor zurückkehren.

Dass der Torhüter, der in Ingolstadt im Tor steht, auch für den Rest der Saison die Nummer eins sein soll, wollte Anfang aber nicht bestätigen. "Der Leistungsgedanke steht auch hier im Vordergrund. Das gilt für alle Spieler, auch für Torhüter", sagte Anfang. "Beide geben Gas, wir werden sehen, wie wir uns entscheiden." Der 26 Jahre alte Zetterer hofft, dass die Entscheidung auf ihn fällt. "Ich möchte weiterspielen und denke, dass ich mir das auch verdient habe", sagte der Keeper in einem Interview der Deichstube (Donnerstag).

Doch nicht nur bei den Torhütern, auch bei den übrigen Profis im Kader herrscht großer Konkurrenzkampf. Bis auf Felix Agu und Oscar Schönfelder kann Anfang aus dem Vollen schöpfen. Der zuletzt angeschlagene Ömer Toprak ist wieder fit, Neuzugang Mitchell Weiser drängt als Agu-Ersatz in die Startelf. Es sieht gut aus bei Werder. Jetzt fehlen nur noch drei Punkte bei den Schanzern.