05. März 2020 / 10:26 Uhr

Werder-Coach Kohfeldt nach Foul von Kostic gegen Toprak: "Will ihn nicht an die Wand stellen"

Werder-Coach Kohfeldt nach Foul von Kostic gegen Toprak: "Will ihn nicht an die Wand stellen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankfurt-Profi Flip Kostic (Nummer 10) kassierte nach einem üblen Tritt gegen Ömer Toprak die Rote Karte - Absicht will ihm Werder-Coach Florian Kohfeldt aber nicht unterstellen.
Frankfurt-Profi Flip Kostic (Nummer 10) kassierte nach einem üblen Tritt gegen Ömer Toprak die Rote Karte - Absicht will ihm Werder-Coach Florian Kohfeldt aber nicht unterstellen. © imago images/Thomas Frey/Jan Huebner
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Florian Kohfeldt nimmt Filip Kostic nach dem üblen Tritt gegen Ömer Toprak in Schutz. Der Trainer von Werder Bremen will dem Profi von Eintracht Frankfurt nach der überflüssigen Aktion in der Nachspielzeit des DFB-Pokal-Viertelfinals keine Absicht unterstellen.

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Das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen hat für reichlich Diskussionen gesorgt. Beim 2:0-Sieg der Hessen sorgte ein umstrittener Handelfmeter nach Videobeweis für Ärger zwischen Florian Kohfeldt und Schiedsrichter Felix Zwayer, der den Coach der Bremer nach der Partie für dessen unkontrolliertes Verhalten scharf kritisiert hat. Doch der Schock des Abends passierte in der Nachspielzeit: Frankfurts Filip Kostic grätschte ohne Not in die Wade von Ömer Toprak, der danach mit der Trage abtransportiert werden musste.

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Der Werder-Innenverteidiger wurde mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht - und Kostic sah die Rote Karte. Die Verletzung seines Spielers nahm Kohfeldt, der sich Toprak am Spielfeldrand auf der Trage liegend gewidmet hatte, sichtlich mit. "Er hat mir nichts gesagt, er hatte solche Schmerzen. Ich wollte ihm nur zeigen, dass ich bei ihm bin. Das ist extrem bitter, der Junge hat so gekämpft, um in diesem Jahr wieder dabei sein zu können", sagte der 37-Jährige.

Kohfeldt über Kostic-Foul: "Natürlich keine kluge Aktion"

Kostic wollte er allerdings keinen Vorwurf machen und sprach ihn von jeglicher Schuld frei. "Das war natürlich keine kluge Aktion", sagte Kohfeldt über das böse Foul des Frankfurter Offensivspieler, "aber ich will ihn jetzt nicht an die Wand oder in eine Ecke stellen. Er hat sich sofort entschuldigt". Für Kostic ist die laufende Pokal-Saison inklusive eines möglichen Endspiels vorbei. Nach dem Platzverweis wird der Serbe für mindestens zwei Spiele gesperrt.

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Auch Bremens Sportchef Frank Baumann wollte Kostic "nichts unterstellen. Er sagte: "Das ist extrem bitter, vor allem, weil das Spiel ja eigentlich schon fast beendet war." Zuvor hatte auch die Eintracht auf die Reaktion des Flügelflitzers geantwortet. Teamkollege Djibril Sow sprach von einer "dummen Aktion", während SGE-Sportvorstand Fredi Bobic meinte: "Er wollte ihn eigentlich weggrätschen, mit dem Ball natürlich."