01. März 2021 / 18:02 Uhr

Werder II meldet nicht für 3. Liga: Chancen des TSV Havelse auf Aufstieg steigen

Werder II meldet nicht für 3. Liga: Chancen des TSV Havelse auf Aufstieg steigen

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Havelser dürfen sich freuen: Der aktuell größte Konkurrent um den Aufstieg verzichtet auf den Antrag für die Lizenz in der 3. Liga. 
Die Havelser dürfen sich freuen: Der aktuell größte Konkurrent um den Aufstieg verzichtet auf den Antrag für die Lizenz in der 3. Liga.  © imago images/Jörg Halisch
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Das ist eine sehr gute Nachricht für den TSV Havelse: Am Montagnachmittag gab die Reserve des SV Werder Bremen bekannt, dass sie nicht für die 3. Liga melden wird. Die Havelser kommen ihrem großen Traum so ein Stück näher. 

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Das werden die Havelser gerne hören: Der SV Werder Bremen II, punktgleich mit dem TSV in der Regionalliga Nord und mit einem Spiel in der Hinterhand, verzichtet aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen auf das Zulassungsverfahren. "Sowohl die U23 als auch unsere U19 haben aufgrund der Corona-Pandemie sehr wenig Spiele gemacht, so dass für rund ein Jahr die Spiel- und somit Wettkampfpraxis fehlt", sagt Werder-Geschäftsführer Frank Baumann.

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Der VfL Wolfsburg II hingegen stellt den Antrag schon. Aus der Vorrundengruppe Nord verzichtet Tabellenführer SC Weiche Flensburg auf die 3. Liga, dafür reichte der Hamburger SV II, einer von sechs Verfolgern, die Unterlagen ein. Weitere sind nicht bekannt. Die 96-Reserve hat ebenfalls fristgerecht ihre Unterlagen eingereicht – trotz sieben Punkten Rückstand auf Platz eins. "Unser Ziel sollte es sein, mit unseren Mannschaften in den höchstmöglichen Ligen zu spielen", sagt Akademie-Leiter Michael Tarnat.

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Chancen sind so gut wie lange nicht

Wie gut sind die sportlichen Voraussetzungen nach dem Verzicht der Werder-Reserve wirklich? So gut wie lange nicht – wäre da nicht die coronabedingte Zwangspause. Die Havelser standen in der Liga letztmals am 25. Oktober auf dem Platz (3:0 gegen den HSC). Am Mittwoch treffen sich die 22 Vereine zu einer Videokonferenz, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ausgang? Offen. „Ich bin davon überzeugt, dass es einen sportlichen Wettkampf gibt“, sagt Havelses Trainer Jan Zimmermann. „Dafür haben wir genug Zeit. Wir nehmen jeden Modus, der da kommt.“

Übrigens: Der Meister würde am Ende der Saison nicht direkt aufsteigen. Der Nord-Meister spielt Ende Mai gegen den Bayern-Meister in zwei Relegationsspielen um einen Platz in Liga drei. Genau diese Termine zwängen die Liga in ein enges Zeitfenster.