09. Februar 2020 / 12:11 Uhr

Werder-Sportchef Frank Baumann rügt Bremer Profis nach Union-Pleite: "Nett ist nicht das, was wir brauchen"

Werder-Sportchef Frank Baumann rügt Bremer Profis nach Union-Pleite: "Nett ist nicht das, was wir brauchen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bremens Sportchef Frank Baumann hat sich die Werder-Profis öffentlich zur Brust genommen. 
Bremens Sportchef Frank Baumann hat sich die Werder-Profis öffentlich zur Brust genommen.  © 2020 Getty Images
Anzeige

Die Werder-Verantwortlichen um Sportchef Frank Baumann wollen die Zügel nach der nächsten Niederlage anziehen. Zusammen mit Trainer Florian Kohfeldt sollen die Profis in die Pflicht genommen werden: "Er und ich können die Tore nicht schießen und sie auch nicht verhindern."

Anzeige
Anzeige

Unterschiedlicher hätten die Bilder nicht sein können. Nach dem Pokal-Coup gegen Borussia Dortmund war Florian Kohfeldt noch voller Adrenalin auf den Platz gestürmt und hatte mehrmals euphorisch die Faust geballt. Nach dem nächsten Tiefschlag in der Bundesliga vier Tage später gegen Union Berlin stampfte der Bremer Trainer mit gesenktem Kopf vom Rasen und hob vor den Zuschauern entschuldigend beide Hände.

Der Erfolg gegen den BVB im Pokal als Wende? Pustekuchen. Beim 0:2 (0:0) gegen den Aufsteiger traten die Bremer am Samstag wieder als völlig lebloser Haufen auf. Nahezu ohne Gegenwehr ließen die Spieler die bereits siebte Heimniederlage der Saison über sich ergehen, durch die die Situation im Abstiegskampf noch einmal dramatischer geworden ist. In diesem Zustand wird Werder die Klasse nicht halten, das merken nun auch Kohfeldt und Geschäftsführer Frank Baumann.

Mehr vom SPORTBUZZER

Weshalb die Verantwortlichen die Zügel an der Weser anziehen wollen. „Wir haben immer gesagt, dass das ein anderer Wettbewerb ist und dass wir da Probleme haben. Und wenn ich da Probleme habe, dann muss ich mich anders verhalten und anders auftreten“, sagte Baumann über die beiden völlig unterschiedlichen Gesichter der Werder-Teams am Dienstag und Samstag.

Der Ex-Profi ist für seine ruhige und sachliche Art bekannt. Doch nach der erneuten Nicht-Leistung gegen den cleveren Liga-Neuling merkte man ihm an, wie sehr es in ihm brodelte. „Die Spieler sind jetzt in der Pflicht. Ich habe für diese Leistung wenig Verständnis.“

Kohfeldt steht nicht zur Disposition

Kohfeldt steht dagegen nach wie vor nicht zur Disposition. „Das brauchen wir jetzt nicht nach jedem Spiel zu wiederholen. Das steht“, sagte Baumann. Vielmehr will er gemeinsam mit dem Chefcoach erörtern, wie in den verbleibenden 13 Partien doch noch der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz gelingen kann. „Ich glaube nicht, dass wir bislang zu lieb zu den Spielern waren, aber wir werden sehen, wie wir die nächsten Tagen vorgehen“, kündigte Kohfeldt Konsequenzen bis zum nächsten schweren Auswärtsspiel bei RB Leipzig am Samstag an.

40 ehemalige Profis von Werder Bremen und was aus ihnen wurde

Marko Marin, Miroslav Klose, Diego, Kevin De Bruyne und Co. - Das sind 50 ehemalige Spieler von Werder Bremen und was aus ihnen wurde! Zur Galerie
Marko Marin, Miroslav Klose, Diego, Kevin De Bruyne und Co. - Das sind 50 ehemalige Spieler von Werder Bremen und was aus ihnen wurde! ©
Anzeige

Vor allem von den Führungsspielern fühlte sich Kohfeldt am Samstag im Stich gelassen. Dass dem Pokal-Rausch gegen Dortmund harter Alltag im Abstiegskampf der Liga folgen würde, musste eigentlich allen klar gewesen sein. Umso erstaunlicher war das emotionslose Gekicke der Grün-Weißen. „Es war ganz nett. Aber nett ist in dieser Situation nicht das, was wir brauchen“, kritisierte Baumann.

Baumann: "Florian und ich können die Tore nicht schießen"

Vielmehr ist in der durch die Punktgewinne der Konkurrenz nun immer prekärer werdenden Lage Widerstandskraft gefragt. „Wir haben gestandene Spieler auf dem Platz, die einfach zu viel über sich ergehen lassen. Das müssen wir verändern und da sind die Jungs in der Pflicht“, sagte Baumann in seinem Rundumschlag. „Florian und ich können die Tore nicht schießen und sie auch nicht verhindern.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Tipp: In der werbefreien und kostenlosen App UFFL News zu Deinem Fußballverein lesen und schreiben.

Anzeige
Sport aus aller Welt