10. Juli 2020 / 17:53 Uhr

Werder-Trainer Florian Kohlfeldt mit Fehler-Analyse: Das liegt in meiner Verantwortung

Werder-Trainer Florian Kohlfeldt mit Fehler-Analyse: Das liegt in meiner Verantwortung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Florian Kohfeldt blickt kritisch auf die vergangene Saison zurück.
Trainer Florian Kohfeldt blickt kritisch auf die vergangene Saison zurück. © dpa
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Florian Kohfeldt bleibt Trainer bei Werder Bremen. Der Rückblick auf die Saison fällt kritisch aus. Der 37-Jährige spricht in einer Pressekonferenz über seine Fehler.

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Die Fehleranalyse von Florian Kohfeldt fällt umfangreich aus. Nach der Zitter-Saison mit Werder Bremen darf der Chef-Trainer weitermachen. Und darauf freut sich der 37-Jährige: "Es wird im neuen Jahr ein anderer, intensiver Weg. Ich habe extrem viel Lust, diesen Weg zu gehen." Kohfeldts Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2023.

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Mit Blick auf die abgelaufene Spielzeit gesteht der Chef-Trainer auch eigene Fehler ein. "Die Trainingssteuerung und die Vorbereitung mit der resultierenden Überbelastung liegen in der letzter Verantwortung bei mir. Getrieben von Ehrgeiz, den athletischen Status zu verbessern, das Spiel zu ändern. Wir dachten, das Team wäre bereit - war es nicht", erklärte bei einer Saisonabschluss-Pressekonferenz am Freitagmittag.

Konflikte innerhalb des Teams

Die Teamfähigkeit sei über viele Monate auf der Strecke geblieben. Es habe laut Kohfeldt Energie gekostet, die Konflikte zu schlichten. "Das haben wir korrigiert. Danach war es eine echte Teamleistung des Teams drumherum", fand der 37-Jährige auch lobende Worte. Die Bremer hatten erst in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim knapp den Abstieg vermieden.

Der Absturz von Werder Bremen in Bildern

Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. Zur Galerie
Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. ©

Der Werder-Coach wurde trotz der schwachen Saison auch mit anderen Klubs in Verbindung gebracht. Kontakt zu anderen Klubs habe es aber nicht gegeben. "Ich habe keine Gespräche mit anderen Vereinen geführt, nur mit Werder Bremen", so Kohfeldt, der über die nächsten Schritte berichtet: "Die mentale Belastung, der Druck, war auch bei den Spielern sehr hoch. Wir müssen uns erholen jetzt. Wir müssen einen Mittelweg finden aus einer ausreichenden Vorbereitung auf die neue Saison aber auch einer ausreichenden körperlichen und mentalen Erholung in der Sommerpause."

Über die Vorbereitung auf die kommende Saison, die Mitte September mit dem DFB-Pokal und der Bundesliga startet, deutete der 37-jährige Trainer Veränderungen an. "Wir haben im letzten Jahr mit Tests begonnen, das werden wir auch wieder tun. Wir werden ein stückweit die Spezifik verändern. Wir haben eine Woche allgemeine Athletik trainiert, bevor wir zum Fußballerischen übergegangen sind. Diesen Block wird es in diesem Jahr nicht so geben", so Kohfeldt.